Eigenmarken ja, aber nur wenn …

Seit Jahren steht der Online-Handel vor der Herausforderung im Haifischbecken mit vielen Wettbewerbern zu bestehen beziehungsweise sich zu differenzieren. Eine sinnvolle, wie aber auch nicht immer einfache Aufgabe, ist neben einem fairen Preis-Leistungs-Verhältnis und einem herausragenden Service sicherlich die Entwicklung von Eigenmarken.

Der E-Commerce Markt hat sich in den letzten Jahren zunehmend verändert und die Konsolidierung längst begonnen. Daher gilt es sich zu differenzieren, sich einzigartig, weniger abhängig zu machen. Eigenmarken sind hier sicherlich eine sehr gute Option.

Wer sich als Online-Händler mit dem Thema Eigenmarken vertraut machen möchte, sollte einige Dinge unbedingt beachten.

  • Planung
    Die Planung einer eigenen Marke kostet viel Zeit im Vorfeld. Bevor es zur Produktion kommt, sollte man Antworten auf einige Fragen gefunden haben. Wer ist die relevante Zielgruppe, welche Distributionswege nutze ich, wie sieht es grundsätzlich von der Strategie aus? Werde ich das Produkt ausschließlich und exklusiv in meinem Shop vertreiben oder gebe ich Sub-Lizenzen heraus.
  • Qualität & Marketing
    Eine weitere wichtige Entscheidung ist die Wahl der Materialien, Design, Verpackung, Preisgestaltung und die Auswahl und Festsetzung der Produktionsprozesse – und Möglichkeiten. Zudem muss ganz genau überlegt werden, wie ich die Eigenmarke im Markt positionieren möchte und welche Marketingkanäle genutzt werden sollen.
  • Klares Markenprofil
    Zudem ist es wichtig ein klares Markenprofil zu schaffen. Mal „eben so“ die Eigenmarke im eigenen Shop anzubieten, ist sicherlich nicht ausreichend. Denn eine klare Positionierung schafft Vertrauen und Glaubwürdigkeit beim Konsumenten.
  • Durchhaltevermögen 
    Immer wieder ist zu beobachten, dass Online-Händler den Wunsch verfolgen, eigene Marken zu entwickeln. Bevor es aber so richtig losgehen kann, haben einige bereits den Versuch abgebrochen. Eigenmarken zu entwickeln ist mit Arbeit verbunden und bedarf einer ordentlichen und zielgerichteten Planung. Eigenmarken zu positionieren heißt auch einen „langen Atem“ haben, denn eine gewisse Vorlaufzeit für die Positionierung der Eigenmarke ist unumgänglich. Hinzu kommt natürlich die Tatsache, dass das „normale“ Alltagsgeschäft nicht unter der Planung und Umsetzung der eigenen Marke leiden darf. Ressourcen gilt es sorgfältig und mit Bedacht einzusetzen.

Fazit

Der E-Commerce wird sich in den kommenden Jahren weiter wandeln. Eigenmarken werden bei diesem Wandel wohl eine signifikante Rolle spielen. Längst ist der Wettbewerb derart große und die Produkte substituierbar, dass man sich über Eigenmarken vom Wettbewerb differenzieren kann. Die großen Online-Händler machen es vor und entwickeln ihre eigenen Marken und positionieren diese sukzessive bei der relevanten Zielgruppe. Wer sich mit dem Thema Eigenmarken beschäftigt, sollte sich genau die Pros und Cons vor Augen führen. Wir haben mit diesem Artikel für das Thema sensibilisieren wollen und längst nicht alle notwendigen Dinge aufgezeigt. Ein nachhaltiges E-Commerce Business braucht Veränderung, Einzigartigkeit, ausgerichtet an der jeweiligen Zielgruppe.

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