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Futterland und ZooRoyal fusionieren, Interview mit Jürgen Grohs von ZooRoyal

Vor wenigen Tagen wurde bekannt, dass ZooRoyal und Futterland fusionieren. Wir haben die Gelegenheit genutzt und Jürgen Grohs, Geschäftsführer von ZooRoyal, zu der neuen Situation befragt. Er berichtet uns über die Fusion, Kundenbindung, Zukunftspläne und welche Trends er sieht. 

Herr Grohs, stellen Sie sich unseren Lesern kurz persönlich vor
1963 in Stolb. geboren, verheiratet zwei Kinder. Arbeite seit über 25 Jahren in der Zoofachbranche. Bin im Prüfungsausschuss der IHK zu Aachen, im Beirat der Zoo&Co Gruppe.

Ich habe vor 25 Jahren die Aquatopgruppe gegründet, dazu gehören heute die Immobilen Gbr., die Zentrale in Würselen mit insgesamt über 5000 m2 Verkaufsfläche, drei weitere Zoofachhandelsfilialen von denen zwei in eigenen Immobilien betrieben werden und der Versandhandel ZooRoyal.de mit dem wir nun seit fünf Jahren sehr erfolgreich unterwegs sind.

ZooRoyalGlückwunsch zur Fusion von Futterland und ZooRoyal, was versprechen sie sich von der Fusion?
Wir werden die Essets aus Futterland nutzen um zusätzlichen Marktplatz zu erobern. Entwicklungen, Kundenstamm und Personal sowie die vorhandene Technik wird uns in etlichen Bereichen gewaltig nach vorne bringen. Mit frischem Kapital werden wir unseren vollen Projektplan rasant abarbeiten können. Manpower, Technik und Marketingaktionismus sind die Schlüsselbezeichnungen für unsere Vision der Expansion.

Wie viele Mitarbeiter arbeiten nun insgesamt unter dem Label ZooRoyal?
Mit insgesamt 21 Personen arbeiten wir im ZooRoyal Team, zusätzlich steht uns aber die geballte Kompetenz der Aquatopgruppe mit all seinen Mitarbeitern (z.Z. insgesamt über 80 Köpfe) temporär zur Verfügung. Für alle Sortimente, für jedes einzelne Produkt besitzen wir somit massive Kompetenz was uns bei vielen Aktivitäten im Netz, vom Einkauf bis zum Marketing unglaublich weiterhilft.

Was muss passieren, damit sie den Marktführer zooplus.de ernsthaft ärgern können?
Wir wollen niemanden ärgern, wir wissen das uns der Markt zurzeit noch ausreichend Luft und Raum zur eigenen expansiven Entfaltung läßt. Sicher findet im gewissen Maß Marktverdrängung statt, jedoch macht die massiv anhaltende allgemeine Zunahme der Internetaffinität eine konkrete Marktverdrängung erst später, in einem zweiten weiteren Schritt, erforderlich. Die Planungen diesbezüglich sind in Vorbereitung.

Wie wichtig ist Kundenbindung für sie und was machen sie dafür?
Kundenbindung ist enorm wichtig, sie hilft uns Marketingkosten zu sparen. Zur Kundenbindung hilft uns vor allem der Newsletter, die Usability des Shops, die schnelle Lieferung (die wir jetzt nach der Fusion wesentlich beschleunigen werden), attraktive Produkte und vor allem Eigenmarken. Kundenbindung steht auf unserem Projektplan ganz oben, gerade wegen der damit verbundenen Kostenersparnis. Neukundenaquise ist halt teuer.

Web-Controlling ist bei vielen E-Commerce-Shops eher ein Randthema. Wie ist das bei ihnen im Unternehmen?
Web Controlling ist zur erfolgreichen Steuerung eines Shops nicht wegzudenken und damit elementar. Diese Aufgabe übernimmt zur Zeit noch ein außerordentlich spezialisierter Dienstleister, im kommenden Halbjahr werden wir die Arbeiten jedoch zum großen Teil im eigenen Haus täglich durchführen müssen, da wir viel aktueller mit den Auswertungen sein müssen als wir es heute können. Auch dieses Thema steht auf unserer Todo ganz oben.

Welche Online-Marketing-Kanäle nutzen sie und welche würden sie gerne einmal testen?
Wir sind auf ziemlich allen Marketingkanälen unterwegs, aber sicherlich nicht so massiv wie Zalando&Co. Mit Display – und Remarketing haben wir noch recht wenig Erfahrung gesammelt, werden wir in Kürze etwas mehr zu sagen können. Facebook bietet auch noch große Chancen für uns, obwohl ich persönlich das Thema Facebook zumindest für den Konsum nicht zu hoch in den Himmel loben möchte. Hier sind meines Erachtens die allgemeinen Erwartungen zu hoch.

Wie wichtig ist das Thema Mobile Commerce für sie heute?
Mobile Commerce ist nach meiner Ansicht ein extremer Wachstumsmarkt. Noch nie haben es so viele Smartphones unter den Tannenbaum geschafft wie zu dem letzten Weihnachtsfest. Hier wachsen neue Generationen mit einem gänzlich anderem Nutzungsverhalten als wie wir es kennen heran.

Mit welchen rechtlichen Barrieren mussten sie sich am Anfang rumschlagen?
Barrieren gab es für uns noch nie. Das täglich zu aktualisierende Internetrecht sorgt dafür, dass wir uns immerzu mit dem allgemeinen Thema auseinandersetzen müssen. Die Datensicherheit unserer Kunden zu sichern und unser gesamtes System zu schützen ist eine große verantwortungsvolle Aufgabe. Nichts was man mal eben so nebenher machen kann.

Wie sieht das Thema Internationalisierung aus?
Steht ebenfalls auf unserer Todo, ich verrate aber noch nicht auf welchem Platz.

Was sind die künftigen Trends im Bereich eCommerce aus ihrer Sicht?
Produkte und Service mit direktem Mehrwert für den Kunden. Das Thema Beratung auch im Internet lebbar zu machen. Der Kunde gibt sein Tier, sein Problem, seine Frage oder seinen Wunsch ein, und er bekommt einen qualifizierten Vorschlag zur Fütterung, zur Lösung seines Problems oder eine individuelle aber extrem kompetente persönliche Beratung. Das erfordert wiederum ein ausgebufftes programmiertes Modul und die Kompetenz in ausreichender Resource zu besitzen.

Wie aktiv sind Sie im Bereich Social-Media?
Habe ich bereits in der vorherigen Frage 7  zum Teil beantwortet. Hier sind wir sicher aktiv, aber verhalten. Der goldene Kral ist es meines Erachtens nicht. Die Brücke zur Konsumigkeit ist von hier aus schwer zu schlagen. Ein Branding und auch Events und Aktionen passen gut in diese Kommunikation, ansonsten fehlt mir hier noch die geeignete Platzierung für die reine Produktwerbung (ohne den „Freunden“ auf den Fuß zu treten und lästig zu werden). Social Media ist wie gesagt wichtig, auch weil es so mächtig und damit auch gefährlich sein kann.

Vielen Dank, Herr Grohs, wir wünschen Ihnen weiterhin alles Gute und viel Erfolg.

 

 

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