Interview mit Tom Engel von COUPIES

Das Thema Couponing im klassischen Internet boomt. Im mobilen Sektor spielt das mobile Couponing eine eher untergeordnete Rolle. Wir haben mit einem der Gründer von COUPIES, Herrn Tom Engel, sprechen können und ihn beispielsweise zu den Herausforderungen im mobile Couponing-Geschäft befragt und wo er Trends in den kommenden Jahre sieht.

Herr Engel, stellen Sie sich unseren Lesern bitte kurz vor
Ich bin einer der Gründer von COUPIES und verantworte im Unternehmen den Bereich Marketing, PR und Sales. Vor meiner Zeit bei COUPIES war ich viele Jahre als Kommunikationsberater für Telko- und IT-Kunden tätig.

Couponing im klassischen Internet boomt, woran hakt es derzeit in der mobilen Welt noch?
Mobile Couponing boomt ebenso, jedoch noch auf geringerem Niveau. Das liegt zum Einen daran, dass für die Hersteller und Händler Mobile Couponing wieder etwas Neues ist, mit dem sie sich auseinander setzen müssen und es fehlen ihnen hier die entsprechenden Messgrößen und Beispiel-Cases, zum Anderen erreicht das Smartphone 2012 mit ca. 1/3 aller Handys erst eine ausreichend große Abdeckung, um es als massentaugliches Marketing-Tool einsetzen zu können. Meine Botschaft an alle Marketingverantwortlichen: Probieren Sie Mobile Couponing aus und sammeln Sie heute bereits Erfahrungen im Mobile/LBS Marketing. Mittelfristig wird kein Hersteller oder Händler mit Filialgeschäft daran vorbei kommen.

Welche Vorteile bietet mobile Couponing Online-Händlern?
Mobile Couponing, so wie wir es betreiben, fokussiert sich ausschließlich auf das stationäre Geschäft. Wir machen das (mobile) Internet für den POS nutzbar. Online Coupons haben unserer Ansicht nach auf dem Handy keinen vergleichbaren Mehrwert, weshalb wir uns auf stationäre Coupons fokussieren.

Welche Arten von Gutscheinsysteme gibt es und wie sollten sie eingesetzt werden?
Mobile Coupons werden sowohl zur Pflege von Bestandskunden als auch Generierung von Neukunden eingesetzt. Sie stellen ein zeitlich und inhaltlich flexibles Marketing-Tool dar, das in unterschiedlichen Varianten eingesetzt wird:

  • Gewinnung Neukunden  und Pflege Bestandskunden
  • Cross- und Up-Selling sowie Vermarktung von Neuprodukten
  • Abverkaufsförderung und Filialeröffnung
  • Steuerung saisonaler und regionaler Kampagnen
  • Aufbau von innovativem Image/Branding

mobile CouponingFunktioniert Mobile Couponing alleine oder ist die gezielte Aufnahme in den Marketing-Mix unumgänglich?
Mobile Couponing sollte wie jedes Andere Marketing-Tool in den Marketing-Mix integriert werden, weil es sich sehr gut z.B. mit POS Aktionen, Online oder R/TV kombinieren lässt. Ein QR-Code auf einem Plakat oder dem Werbeprospekt weist auf den M-Coupon hin oder im Schaufenster wird die Smartphone-App beworben. Gute Erfahrungen haben wir auch mit mobilen Bannern gemacht, die location based angezeigt werden und direkt auf den Coupon verweisen.

Welche Barrieren gibt es für Shop-Betreiber beim Einsatz von mobile Couponing
Eigentlich nur die Barriere im Kopf. Es wird keinerlei IT oder spezielles Kassensystem benötigt. Kleinkunden mit einer oder zwei Filialen – das sind Einzelhändler, Restaurants oder Frisörgeschäfte – können in wenigen Minuten ihre Coupons über unseren Coupon-Generator (unter http://customer.coupies.de) selbständig einstellen und zahlen pro gültiger Einlösung nur 0,50€. Filialisten haben es noch einfacher, sie brauchen sich nur bei uns zu melden und wir erstellen Ihnen eine individuelle Kampagne – abgestimmt auf ihre Bedürfnisse und Ziele. Also: Wenn sie eine junge, urbane und moderne Zielgruppe – also die iPhone-User – ansprechen möchten, ist Mobile Couponing mit COUPIES das richtige Tool.

Welche Instrumente sollte man als Shop-Betreiber einsetzen, um auf das mobile Couponing aufmerksam zu machen?
Social Media und der POS eignen sich sehr gut, die Mobile Couponing-Kampagne bekannt zu machen. Auf Facebook kann ich den Coupon des Monats promoten, ja sogar gezielt in der Stadt damit werben und z.B. in der Filiale können Flyer, Aufkleber oder Poster auf die mobilen Angebote hinweisen. Babywalz, KFC oder KULT sind da drei gute Beispiele, wie mit POS-Infos gearbeitet werden kann.

Welche Trends sehen sie generell im E-Commerce, welche im Mobile-Commerce?
E- und M-Commerce werden mehr und mehr verschmelzen. Online und offline-Sales ebenso. Wer das als Händler versteht und gezielt nutzt, wird seine Vorteile daraus ziehen können. Wer in seinem Shop Smartphones verbietet, hat die Zeichen der Zeit nicht erkannt. Drei Trends werden M-Commerce beschleunigen: Mobile Payment, NFC und LBS (Apps).

Vielen Dank für das Interview, Herr Engel. Wir wünschen weiterhin viel Erfolg und das ihre Ziele 2012 verwirklicht werden.

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