Locafox als Chance für den stationären Handel?

Der Start für Locafox  (www.locafox.de) scheint gut gelungen. Neue Händler wurden aufgenommen, sodass 13 Millionen Angebote und rund 800.000 Produkte aus über 2.200 stationären Geschäften verfügbar sind.

In der aktuellen Phase beschränkt sich Locafox allerdings auf stationäre Händler aus den Städten Berlin, Hamburg und München. Gut ein Fünftel der Ladenlokale stammen aus Berlin. Das Wachstum soll aber in 2016 kräftig forciert werden.

„Wir möchten in 2016 die nächsten Kategorien sowie neue Städte bzw. Regionen angehen und werden dafür auch mit weiteren regionalen Zeitungsverlagen kooperieren. Daneben liegt der Fokus darauf, die Daten auf unserer Plattform noch kundenfreundlicher aufzubereiten, um den Konsumenten ein optimales Einkaufserlebnis zu bieten“, erklärt Locafox-Geschäftsführer Karl Josef Seilern.

Neu in das Händlernetz sind Ladenbetreiber wie der „GameStop“der norddeutsche Filialist „Schuh Eggers“ oder beispielsweise  auch der Elektronikhändler „Expert Döring“ aus Bielefeld.

Für Thorsten Heckrath-Rose, Geschäftsführer von ROSE Bikes, ist die Kooperation mit Locafox die konsequente Fortsetzung seiner Handelsphilosophie: „Locafox unterstützt ideal unsere Strategie der Verknüpfung von stationären Geschäften und der Online-Welt. In unserer Biketown in München nutzen wir bereits aus der Online-Welt bekannte Features; die Services können so kanalübergreifend genutzt werden – es gibt keinen Bruch mehr.“

Ist Locafox die Chance für den stationären Handel?

Locafox ist zumindest eine Chance für die Einzelhändler, ihre Produkte unkompliziert und ohne eigenen Online-Shop in den E-Cpmmerce zu transportieren. Die Erstinvestition in eigene Shopsysteme sind nicht zwingend erforderlich, jedoch muss das Produktportfolio ebenso wie im eigenen Shop gepflegt werden.

Die meisten Einzelhändler sehen die Chance im E-Commerce und somit die Notwendigkeit nicht. Online-Dienstleister unterstützen und sollten bei Bedarf herangezogen werden. Denn: Der Einzelhandel muss aktiv werden, will er sich vom Online-Handel nicht weiter verdrängen lassen.

Es gibt durchaus gute Beispiele von „stationären“ Online-Shops. Dennoch ist es wichtig, dass nun auch die Masse der Einzelhändler diese Chance ergreifen und den E-Commercer als zweites Standbein zumindest sehen. Locafox alleine wird hier nicht ausreichend sein, aber immerhin ein Vehicle um die eigenen Produkte im Shop zu verkaufen. Das Problem vieler Einzelhändler ist, dass die Reichweite alleine für den eigenen Online-Shop oftmals nicht alleine generiert werden kann. Daher sind Katalysatoren, lokale Marktplätze sicherlich eine Möglichkeit. Dennoch gilt es für den Einzelhändler sein Online-Marketing aufzubauen, interne Ressourcen, die perfekt für den Online-Handel genutzt werden, zu nutzen und daraus Profit zu schlagen.

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