PayPal überflügelt erstmals den Rechnungskauf

Bei den beliebtesten Zahlungsmethoden im deutschen Online-Handel hat die Zahlung via PayPal erstmalig den Kauf auf Rechnung überflügelt. Das geht aus dem jetzt vom Verlag BBE media vorgelegten Branchenreport Zahlungssysteme hervor, der in Zusammenarbeit mit dem Marktforschungsunternehmen Innofact auf der Basis einer repräsentativen Verbraucherbefragung erstellt worden ist.

Den Ergebnissen der Befragung zufolge hat PayPal mit einem Anteil von 27,6 Prozent den Kauf auf Rechnung (27,1 Prozent) als meistgenutzte Zahlungsform abgelöst. Speziell bei den 50- bis 65-jährigen Online-Käufern dominiert mit 34 Prozent jedoch nach wie vor der Kauf auf Rechnung (34 Prozent), während die 40- bis 49-Jährigen zu 30 Prozent PayPal den Vorzug geben. Der Kauf auf Rechnung wird im Übrigen von Frauen mit 32 Prozent deutlich mehr bevorzugt als von Männern (22 Prozent).

Internet-Zahlungssysteme wie Sofortüberweisung und PayPal gewinnen laut Branchenreport deutlich Marktanteile hinzu. So hat die Sofortüberweisung im Online-Handel inzwischen einen Marktanteil von rund 7 Prozent. Ein Mix an verschiedenen Bezahlvarianten sorgt beim Online-Shopping inzwischen für deutlich wachsende Kaufabschlussraten bzw. zu weniger Transaktionsabbrüchen.

Wichtigster Erfolgsfaktor für Innovationen bei den Zahlungssystemen ist die Akzeptanz beim Kunden. Unverzichtbare Voraussetzung ist hierbei die Gewährleistung von Sicherheit. Denn Sicherheitsaspekte spielen nach Erkenntnissen aus der BBE-Studie eine große Rolle bei der Akzeptanz und der tatsächlichen Nutzung neuer Bezahlverfahren, insbesondere im Zusammenhang mit dem Einsatz von Smartphones. Entscheidend für den wirtschaftlichen Erfolg innovativer Zahlungssysteme ist die Gewinnung einer ausreichend hohen Zahl von Nutzern. Innovationen konkurrieren in der Regel mit etablierten und bereits weit verbreiteten Verfahren. Die Nutzer müssen deshalb zu einem Wechsel bewegt werden. Der Handel, sowohl online als auch stationär, muss sich innovativen Bezahlverfahren öffnen, um digital-affine Kunden nicht zu verlieren.

Die stark zunehmende Verbreitung von Smartphones führt zu einer Veränderung der Zahlungswege. 10 Prozent aller Befragten haben angegeben, dass sie ihr Handy bzw. Smartphone schon für Zahlungen genutzt haben. Deutliche Unterschiede zeigen sich hier bei den verschiedenen Altersgruppen: Während jeder Fünfte der bis 30-Jährigen schon per Handy bzw. Smartphone bezahlt hat, sind es bei den 50- bis 65-Jährigen nur 3 Prozent. Männer zeigen gegenüber Frauen im Übrigen mit 14 Prozent eine fast dreimal höhere Affinität zur Zahlung via Smartphone.

Im Rahmen der Konsumentenstudie wurde auch nach der Einschätzung der künftigen Entwicklung der Zahlungssysteme bzw. des Online-Handels gefragt. Hiernach wird das Bezahlen mit dem Handy von 20 Prozent der befragten Verbraucher als attraktiv eingestuft.

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