Der Sportartikelhersteller adidas mit Sitz im fränkischen Herzogenaurach hat seine weltweit online erzielten Umsätze im Geschäftsjahr 2013 um satte 58,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr gesteigert. Die Summe der Online-Erlöse belief sich auf US-Dollar 347,22 Millionen (ca. 250 Millionen Euro) nach US-Dollar 219,44 (ca. 158 Millionen Euro) in 2012.
Bemerkenswert ist, dass die genannte Online-Umsatzsteigerung im Umfeld eines Rückganges des globalen Gesamtumsatzes der Marke mit den drei Streifen um 0,7 Prozent von US-Dollar 20,26 Milliarden (ca. 14,88 Milliarden Euro) in 2012 auf jetzt US-Dollar 20,12 Milliarden (ca. 14,49 Milliarden Euro) stattgefunden hat.
Auch ohne Rechenschieber fällt auf, dass der Anteil der im Bereich Ecommerce erzielten Umsätze am Gesamterlös gering ist. Und tatsächlich beläuft sich dieser auf ernüchternde 1,7 Prozent nach 1,1 Prozent im Vorjahr. Da stellt sich dem Beobachter natürlich die Frage, ob der Online-Umsatzsprung um 58 Prozent nun als positiv oder eher als enttäuschend zu bewerten ist.
Dem Sportausrüster verbleiben nunmehr 21 Monate, um das selbst gesteckte Ziel zu erreichen, bis Ende 2015 den Online-Umsatz auf US-Dollar 700 Millionen zu steigern. Vor dem Hintergrund der aktuellen Zahlen sind Zweifel zumindest berechtigt, ob diese Messlatte übersprungen werden kann.
Vor Wall Street-Analysten erklärte CEO Herbert Hainer jetzt, dass adidas auf dem Weg zu dieser Marke weiter in seine Ecommerce-Plattform investieren werde, die Navigations- und Suchfunktionen optimieren und die Webaktivitäten auf Lateinamerika ausweiten wolle. Letzteres ist im Jahr der Fußball-Weltmeisterschaft in Brasilien, traditionell ein Umsatztreiber für adidas, sicher eine viel versprechende Idee. Es bleibt abzuwarten, wie die Ergebnisse aussehen werden. Wiedervorlage März 2015.