Es ist ein Trend, der Shopbetreibern zusätzlich zu den klassischen
E-Commerce-Erlösen Geld in die Kasse spült. Amazon war neben eBay einer der ersten großen Player im E-Commerce, die
Werbeanzeigen von Drittanbietern zugelassen hat. Nun sind sie einer der ersten, die es wieder abstellen, obwohl davon auszugehen ist, dass Amazon rund 1 Mrd. Dollar Umsatz mit diesen Anzeigen generiert hat.
Fakt ist nun, dass Amazon zum 31. Oktober 2015 das Geschäft mit den performance-basierten Produktanzeigen einstellen wird. Für viele Shopbetreiber, die ihre Produkte genau über diesen Kanal beworben haben, sicherlich eine großer Verlust. Das Besondere war, dass man seine Produkte auch dann platzieren konnte, wenn man nicht am Amazon-Marktplatz teilgenommen hat. Weshalb Amazon diesen Schritt nun geht und auch auf eine Menge Geld verzichten wird, ist unklar. Eine Mutmaßung könnte sein, dass Amazon in bestimmten Bereichen A-B-Tests mit und ohne dieser Anzeigen umgesetzt hat und der Kanibalisierungseffekt für Amazon größer war als bisher vermutet. Ein anderer Grund könnte sein, dass diese Art der Werbeform für Amazon am wenigsten lukrativ war. Im Vergleich zu anderen Formaten hat Amazon so entschieden auf diese Art Werbung zu verzichten, da der Nutzen nicht im Verhältnis zu einem möglichen Kanibalisierungseffekt stand.
Auf der anderen Seite ist Amazon von den Produkten, vom Bekanntheitsgrad derart gut aufgestellt, dass sich diese Effekte eigentlich in Grenzen halten sollten. Plausibel klingt daher die Vermutung mit der schlechten Performance und somit im Verhältnis geringeren Einnahmen. Was genau also der Grund war – wir wissen es aktuell nicht.
Wer also für seinen Shop Produktanzeigen nutzt, sollte folgende Punkte beachten:
- Kampagnenende bis 31.10.2015
Am 31.10.2015 enden die Produktanzeigen. Schalten Sie also ihre Anzeigen nur bis zu diesem Datum. Das restliche Werbebudget verfällt dann und sie sind mit ihrer Kampagne auf der sicheren Seite. Das ist insbesondere für all jene Online-Händler wichtig, die keine Marktplatzierung vorgenommen haben. Sollte dies der Fall sein, kann das übrige Budget von den Produktanzeigen auch für alternative Amazon-Werbeanzeigen (z.B. Amazon Gesponserte Produkte) genutzt werden
- Kampagnenreport
Beaten Sie, dass Sie for Auswertungen frühzeitig ihren Kampagnenreport ziehen. So wie es aussieht werden die Daten noch bis zum Ende des Jahres aber verfügbar sein. Wer also auf Nummer sicher gehen möchte, sollte frühzeitig die Daten sichern
- Alternative Werbemöglichkeiten
Ein ganz wichtiger Punkt ist natürlich, sich bereits heute mit möglichen Alternativen umzuschauen. Bei Amazon, aber auch bei weiteren Anbietern, die im Bereich E-Commerce und Online-Werbung unterstützen und die fehlenden Konversions dann auffangen können
Insbesondere mit Blick auf das diesjährige Weihnachtsgeschäft und die damit verbundenen Mehraufwendungen, machen es notwendig, dass man sich als Shopbetreiber frühzeitig mit alternativen Werbeträgern umschaut. Denn wie sagte einst Henry Ford:
„Wer nicht wirbt, stirbt“
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