Der Arbeitskampf zwischen Verdi und Amazon ist noch nicht beendet. Dennoch sieht der Arbeitnehmerverband einen ersten Teilerfolg seines Arbeitskampfes. Zwar hat sich in Sachen Tarifforderung nichts weiter ergeben. Amazon zahlt aber erstmals in der Unternehmensgeschichte Weihnachtsgeld in Höhe von 400 bis 600 Euro brutto. Problem hier ist allerdings, dass dieses Weihnachtsgeld nicht an alle Mitarbeiter ausbezahlt wird, sondern nur an Versandmitarbeiter und Gruppenleiter.
Der neue Tarifvertrag, den Verdi für seine Mitglieder vorsieht, würde auch flächendeckend Weihnachtsgeld für alle Mitarbeiter vorsehen. Ob es im offenen Tarifstreik zu Weihnachten weitere Streiks geben wird, scheint wahrscheinlich. Ungeachtet der Streiks agiert das Unternehmen ungeachtet weiter. So ist in Deutschland ein weiteres Logistikzentrum in Berlin geplant. Auch in Tschechien und Polen werden neue Logistikzentren für die weitere Expansion in Europa umgesetzt. Auch plant Amazon eine eigene Bezahllösung, um noch unabhängiger zu werden und weitere Umsatzkanäle zu erschließen.
Amazon hat aber nicht nur den Druck von Verdi. Auch das Bundeskartellamt schaut sehr genau auf die Entwicklung und Umsetzung der Preisparität für Marktplatzteilnehmer.
Amazon zahlt erstmals Weihnachtsgeld,