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Angsthase Onlineshopper: Wer mehr Kunden will, sollte Sicherheit vermitteln

Angsthase Onlineshopper: Wer mehr Kunden will, sollte Sicherheit vermitteln
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Gute Marketingkonzepte, auffällige Online-Werbung, guter Service und ein breites Produktspektrum sind Faktoren, die zu einem erfolgreichen Onlineshop beitragen. Doch was Webshop-Betreiber häufig nicht beachten: Viele Kunden haben ein mulmiges Gefühl beim Einkauf im Netz. Die Angst vor Datenmissbrauch schwebt wie eine dunkle Wolke über den Köpfen potenzieller Kunden und lässt so manche Hand beim Klick auf den Bestellbutton zögern.
Unser Gastautor Ralph Günther, Gründer von exali.de, verrät heute, wie Onlinehändler der Angst der Kunden begegnen und am Ende sogar davon profitieren können.

Inhalt des Artikel

Im Web unterwegs: Die Mehrheit hat Bedenken

Jeder deutsche Onlineshopper wird, Hochrechnungen einer internationalen E-Commerce-Studie  zufolge, im Jahr 2015 insgesamt 1.211 Euro im Netz ausgeben. Damit ist Deutschland hinter Großbritannien (hier liegt der errechnete Umsatz bei 1.389 Euro) im Netz der größte Online-Markt Europas. Doch die Deutschen geben im Netz nicht nur gerne Geld aus, die Befürchtungen Deutscher User sind ebenfalls Rekordverdächtig.
So haben 58 Prozent der deutschen Internetnutzer Angst, dass ihre Daten im Web gestohlen und für kriminelle Zwecke genutzt werden könnten. Damit ist Deutschland einsamer Spitzenreiter der „Sorgen-Skala“, wie eine Umfrage von Eurobarometer ergab.
Infografik: Deutsche fürchten sich besonders vor Datenmissbrauch | Statista

Onlinehandel: Hier steckt das Risiko?

Ein Blick auf aktuelle Studien schlüsseln die Angst deutscher Internetnutzer aber noch weiter auf und liefert Webshop-Betreibern wichtige Informationen. Denn: Nur wer seine Zielgruppe kennt, kann richtig gutes Marketing betreiben. Der Verein „Deutschland sicher im Netz“ hat herausgefunden, dass Deutsche dem Einkauf im Netz ein besonders hohes Risiko für Datenmissbrauch zuschreiben. Noch gefährlicher ist in den Augen der Befragten lediglich Online-Banking.

Infografik: Deutsche sehen mehr Gefahr bei Online-Shopping als bei vernetzten Gesundheitsdaten | Statista

Besonders verwunderlich: Die Deutschen sehen ihre Gesundheitsdaten im Netz offensichtlich als deutlich weniger kritisch an, als ihre Kreditkartendaten.

Gute Hinweise für Onlineshop-Betreiber

Onlinehändlern sollten diese wichtigen Informationen ernst nehmen und ihren Shop entsprechend anpassen. Ein Kunde, der sich sicher fühlt, kauft auch gerne. Um Sicherheit – auch für Daten – zu vermitteln, gibt es verschiedene Möglichkeiten:

Sicherheit durch Trust-Siegel

Ein gutes Gefühl von Sicherheit auf einen Blick: Trust-Siegel sollen schon auf der Startseite klar machen, dass es sich um einen vertrauenswürdigen Shop handelt. Doch dabei geht es nicht nur um einen Datenschutzkonformen Umgang mit Kundendaten, sondern auch um garantiert betrugsfreies Einkaufen.

Sicherheit durch Vorsorge

Cyberkriminalität hat sich zum größten Datenrisiko im Netz entwickelt. Egal wie viele Vorkehrungen ein Webshop-Betreiber trifft, Hacker-Angriffe lassen sich nie zu hundert Prozent ausschließen. Um das Vertrauen der Kunden zu bekommen ist es wichtig zu vermitteln, dass für den Ernstfall vorgesorgt ist und ein Notfallplan vorliegt. Eine Möglichkeit potenzielle Kunden von der Vorausschau des Onlinehändlers und der Sicherheit des Shops zu überzeugen, kann der Nachweis einer speziellen Webshop-Versicherung mit umfassender Cyber-Versicherung sein.
Onlinehändler sind im Business ganz spezifischen Risiken ausgesetzt, weshalb auch die betriebliche Versicherung speziell auf die Haftungsrisiken von Shop-Betreibern angepasst sein sollte. Doch nicht nur Shop-Betreiber selbst gehen im Netz ein Risiko ein, wie die Studien zeigen, sind sich auch die Käufer der Sicherheitsrisiken im Web bewusst.

Dem Kunden Sicherheit vermitteln

Eine gute Webshop-Versicherung sollte deshalb zum Beispiel auch im Falle einer Datenrechtsverletzung oder eines Datenverlustes wertvolle Unterstützung liefern. Sie übernimmt im Schadenfall unter anderen die Kosten für Computer-Forensiker (welche z.B. das Ausmaß des Datenunfalls ermitteln), externe Anwälte, die Beratung und Information von Dateninhabern, Kreditschutz- und Kreditüberwachungsdienstleistungen sowie Krisenmanagement. Neben dem Verkauf gestohlener Datensätzen ist in der kürzeren Vergangenheit jedoch auch die gezielte Erpressung von Webshops um Lösegeld in den Fokus gerückt. Eine spezielle Webshop-Versicherung übernimmt in dieser Situation die Kosten für professionelle Beratung und gegeben falls auch Lösegeldzahlungen. Leider trifft es in der Praxis eben nicht immer die „Anderen“. Auch mit hohem sicherheitstechnischem Aufwand kann niemand einen Angriff aus dem Netz ausschließen. Daher ist die Absicherung für den Ernstfall umso entscheidender.

Über den Gast-Autor:

Ralph Günther von exali.de gilt als ausgewiesener Experte, wenn es um Risikomanagement und spezifische Absicherung für den Online-Handel/ eCommerce geht. Als einer der Vorreiter im Online-Versicherungsbusiness hat er aktiv an der Verbesserung des Versicherungsschutzes in diesem Bereich mitgewirkt und ein neues Versicherungskonzept am Markt eingeführt. Ralph Günther schreibt als Fachautor in relevanten Medien. Zudem klärt er wöchentlich auf seinem Blog „Vermögensschaden: Versicherung neu denken“ auf.

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