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Auch Satire kann Marketing sein

Auch Satire kann Marketing sein
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Warum Satire im Marketing gut funktioniert

Werbung wirkt – insbesondere dann, wenn sie nicht so ernst gemeint ist, wie es auf den ersten Blick erscheint. Erst wenige Tage ist es her, als sich der erfolgreiche Konzern Henkel zu einem Postillon hat hinreißen lassen. Mit dem Real-Time-Marketing Case scheint das Unternehmen heute alle Blicke auf sich zu ziehen. Seither zumindest explodieren die Leads geradezu. Doch beginnen wir am besten von vorn.
Schwarzkopf hat sich vor wenigen Wochen für eine Kampagne entschieden, bei der es um die neuen Schauma Haar-Smothies geht. Im Grunde also nichts anderes als eine Maske gepaart mit einem bunten Mix aus Obst. Ob man sich diese wirklich in die Haare schmieren will, das ist eine Sache für sich. Jedenfalls reagierte Henkel kurzerhand auf die gespaltene Meinung zum Thema und hat sich einfach selbst auf die Shippe genommen, wie die Seite Horizont.net berichtet.

Das Shampoo ohne Schnickschnack – gibt es das wirklich?

Bei Schwarzkopf handelt es sich um eine Marke, die zum Henkel Konzern gehört. Die neue Postillon Werbung ist also kein Angriff auf die Haar-Smothies, sondern vielmehr eine Reaktion auf die Konsumenten, die sich teilweise sehr fies zu dem neuen Produkt geäußert hatten. Statt veganer Maske und all den anderen Produkten gibt es im Werbespot ein Produkt ohne alles. Im Beitrag heißt es: „Schwarzkopf stellt ein Shampoo vor, das einfach nur die gottverdammten Haare säubert und sonst nichts.“ Das Shampoo ohne Schnickschnack kam definitiv gut an – obgleich es sich hierbei tatsächlich nur um einen Postillion handelte. Mehr als 30.000 Zuschauer haben auf den Spot reagiert und waren sichtlich amüsiert. Ein wenig Menschlichkeit wurde hier zumindest bewiesen, denn das „Shampoo ohne Schnickschnack“ ist schließlich das, was sich wohl einige Konsumenten wünschen würden. Gerade die Männer dürfte der Werbespot von Henkel angesprochen haben.

Marketing muss nicht immer ernst sein

Wenn man es nicht besser wüsste, könnte man den Beitrag von Schwarzkopf tatsächlich ernst nehmen. Spätestens jetzt sollte klar sein: Auch beim besten Marketing darf man nicht alles glauben, was einem vor die Nase gesetzt wird. Hier ein kleiner Auszug aus dem Postillion: „”Unsere Marktforschung hat ergeben, dass viele Kunden beim Shampoo-Kauf die Nase voll haben von immer neuen Features”, erklärt ein Sprecher von Schwarzkopf. “Stattdessen wollen sie vor allem eins: ihre gottverdammten Haare sauber bekommen.”“
Die Reaktion von Henkel auf diesen Beitrag ließ nicht lange auf sich warten. In einer buchstäblichen Nacht- und Nebelaktion wurden kurzerhand 25 Prototypen des besagten Shampoos entwickelt. Auf Facebook hatte Follower dann die Chance, eine dieser Flaschen zu erhalten. Das Gewinnspiel war ein voller Erfolg. Sogar ein Video hat die Henkel-Agentur TBWA ins Netz gestellt, in welchem das Shampoo ohne Schnickschnack seinen Platz findet. Von den echten Werbespots ist der Marketing-Gag kaum zu unterscheiden. Genau das macht ihn so reizvoll für alle, die schon lange nach einem Shampoo suchen, bei dem es einzig uns allein ums Säubern der Haare geht.

Auch andere Unternehmen begeistern durch Leichtigkeit

Das Leben ist schon ernst genug. Dessen sind sich heute immer mehr Konzerne bewusst und setzen deshalb gezielt auf Humor. Den erleben beispielsweise Spieler in Online Casinos. Wer Lust auf Novoline Spiele im Netz hat, der wird bereits auf der Startseite des bevorzugen Anbieters mit einer Prise Humor und guter Laune begrüßt. Ernsthafter sind dagegen die Bonusangebote, denn natürlich wäre es fatal, würden sich diese als Werbegag herausstellen. Trotz alledem gehen wir davon aus, dass sich künftig immer mehr Konzerne ein Beispiel an Henkel nehmen. Mit dem Gewinnspiel der 25 „Shampoo ohne Schnickschnack“ Flaschen hat das Unternehmen garantiert viele neue Kunden für sich begeistern können. Bleibt abzuwarten, ob man diese Sorte Shampoo irgendwann tatsächlich im Laden findet.

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