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B2B Marktplatz eröffnen – B2B Marktplatz Software

B2B Marktplatz eröffnen – B2B Marktplatz Software
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Marktplätze im Internet – auch Marketplace genannt – haben Konjunktur. Der Erfolg von Marktplätzen wie Air BnB und Uber hat gezeigt, dass spezialisierte Vermittlungsplattformen, die Angebot und Nachfrage nach bestimmten Leistungen oder Produkten zusammenführen, sehr lukrativ sein können.
Die Idee, eine solche Plattform einzurichten, mag zwar nichts bahnbrechend Neues mehr sein, aber es existieren zahllose Möglichkeiten, sie mit Leben zu füllen.
Was ist ein Online-Marktplatz?
Ein Online-Marktplatz ist eine Plattform im Internet, auf der sich Käufer und Verkäufer von Produkten oder Dienstleistungen treffen und Handel treiben können – gerade so, wie auf dem Wochenmarkt.
Bei der kommerziellen Variante bekommt der Plattform-Anbieter Geld für das Bereitstellen des Marktplatzes. Das kann eine Umsatzprovision sein, eine Abo-Gebühr oder eine Einmalzahlung, die vom Anbieter, vom Käufer oder von beiden erhoben werden kann.
Auch nicht kommerzielle Marketplaces sind im Internet zu finden. Diese verlangen von den Nutzern, ganz gleich, ob Anbieter oder Käufer, keine Gebühren. Es handelt sich dabei häufig um soziale Initiativen, oder Plattformen, die dem Austausch dienen: Frauen tauschen ihre Kleidung miteinander, Nachbarn bieten und erhalten Dienste auf Gegenseitigkeit, etc.
Unterschied zwischen Marketplace und eCommerce
Als eCommerce werden gemeinhin Online Shops bezeichnet: Ein Anbieter verkauft über das Internet seine Waren oder Dienstleistungen an Nachfrager.
Auf einem Marketplace tummeln sich dagegen mehrere Händler bzw. Anbieter und die Kunden streifen, wie auf dem realen Wochenmarkt, an den Ständen vorbei, vergleichen Qualität und Angebote und kaufen dort ein, wo es ihnen gefällt. Das wäre die B2C-Variante. Ein B2B Marketplace wäre vergleichbar mit einer Industriemesse, ein C2C Marketplace mit einem Flohmarkt oder einer Tauschbörse.
Folglich ist ein Marketplace eine Zusammenfassung von mehreren Online-Shops. Dieses Konzept wird daher auch als „Multi Vendor Marketplace“ oder „Peer-to-Peer-Marketplace“ bezeichnet.
Das unterscheidet einen spezialisierten Marketplace von einem Riesen wie Amazon: Fokussierung, Mehrwert, häufig auch regionale Ausrichtung.
Wie funktioniert ein Marketplace?
Ein Online-Marktplatz besteht grob gesagt aus der Angebotsseite und der Nachfrageseite. Meist läuft das so ab, dass sich Anbieter dort registrieren und ihre Produkte und Leistungen in die Marketplace-Software hochladen oder darin anlegen. Sie errichten einen Shop, komplett mit Warenkorb, Rechnungsabwicklung und allem was dazugehört.
Da der Marketplace für Anbieter einen Vertriebskanal darstellt, zahlen diese einen kleinen Obolus an den Plattformbetreiber. Da Zahlungen über die Plattform abgewickelt werden, wird häufig vereinbart, dass der Betreiber eine kleine Umsatzprovision vom Kaufpreis einbehält. Es existieren jedoch auch andere Modelle für die Monetarisierung.
Käufer können sich in der Regel kostenlos registrieren. Die Kaufabwicklung ist nicht anders als bei jedem anderen Online Shop.
Wie richtest du einen eigenen Marketplace ein?
Wenn du eine tolle Idee für einen Marketplace hast, stellt sich die Frage, wie du diese in die Tat umsetzt, ohne arm zu werden.
Prinzipiell hast du zwei Möglichkeiten:
1. Du programmierst den Marketplace komplett neu bzw. lässt ihn von Profis programmieren.
2. Du nutzt eine Plattform.
Neuentwicklung eines Marketplace
Dies ist die teuerste, riskanteste, aber auch flexibelste Möglichkeit. Wenn du selbst Full-Stack-Entwickler/in bist oder Zugriff auf viel Know-how für wenig Geld hast – beispielsweise über deine Kommilitonen an der Uni – dann spricht nichts dagegen, diesen Weg zu beschreiten.
Plattform nutzen
Warum eine Software “from scratch” programmieren, die in einer ganz ähnlichen Form schon tausendfach realisiert wurde? Da muss es doch schon etwas geben…? Ja, gibt es. Wer einen Marketplace errichten möchte und keine allzu individualistischen Vorstellungen hat, kann sich auch für vergleichsweise wenig Geld eine existierende Lösung suchen.
Diese Standardanwendungen zur Erstellung von Online-Marktplätzen werden online bereitgestellt und meistens nach dem SaaS-Modell mit monatlichen Gebühren abgerechnet. Dabei richtet sich die Höhe der Software-Miete nach dem gewählten “Plan”, dem Zahlungszeitraum und anderem mehr.
Anwender erhalten also eine hochkonfigurierbare Lösung aus einer Hand zu kalkulierbaren monatlichen Kosten.
Funktionalität von Marketplace Software
Die folgenden Funktionen sollte jeder Marketplace haben:
• Anbieter sollten möglichst komfortabel einen Account aufsetzen und ihre Produkte einstellen können.
• Kunden sollten sich bequem registrieren können, auch über ihren Google Account.
• Bewertungen sind das Salz in der Suppe, sie sollten den Nutzern leichtgemacht werden.
• Eine gute Such- und Filterfunktion sollte den Nutzern schnell das Gewünschte servieren.
• Eine Zahlungsabwicklung, die gängige Online-Zahlungsmethoden berücksichtigt und dir die Möglichkeit gibt, Provision einzubehalten.
• Da viele Marketplace-Plattformen aus Nicht-EU-Ländern kommen, solltet ihr auch den deutschen und europäischen Datenschutz im Auge behalten. Große außereuropäische Software-Anbieter haben die DSGVO / EU-GDPR auf dem Schirm.
Preise für Marketplace Software
Die Preise variieren sehr stark, aber dabei solltest du im Kopf behalten, dass die Lösungen ja auch nicht unbedingt vergleichbar sind. Etliche Anbieter schreiben keine Preise auf ihre Website, weil sie zuerst mit dir zusammen den richtigen Lösungsumfang erarbeiten und individuell berechnen möchten. Dabei begleiten sie dich auch bei der Spezifikation, UX-Themen, User Stories und vielem anderen mehr. Diese Consulting-Leistungen sind wertvoll und haben ebenfalls ihren Preis.
Lohnt sich der Spaß?
Wer mit dem Gedanken an einen eigenen Marketplace spielt, sollte überlegen, wie und wann sich das Projekt rechnet.
Es kann dauern, bis du eine kritische Masse an Anbietern auf deiner Plattform versammeln kannst, um damit interessierte Nutzer anzulocken.
Ohne Nutzer haben die Anbieter jedoch keinen Mehrwert davon, sich bei dir zu registrieren. Startups bieten daher die Registrierung und den Online-Handel auf einem neuen Marktplatz bis zu einem bestimmten Punkt gratis an. Erst wenn “Zug” in die Sache kommt, kannst du daran denken, Provisionen zu vereinnahmen. Bis dahin trittst du in Vorleistung.
Fazit
Einen Multi Vendor Marketplace kannst du entweder komplett neu entwickeln oder auf einer vorhandenen Plattform erstellen. Wenn du das Rad nicht neu erfinden möchtest, sind solche Plattformen eine kostengünstige Alternative zur Eigenentwicklung.
Die Angebote reichen von preisgünstigen Baukästen bis hin zu individuell für dich maßgeschneiderten Lösungen, die etwas teurer sind. Diese sind aber immer noch günstiger und oft um ein Vielfaches professioneller als Eigenentwicklungen, weil sie auf einer etablierten Plattform aufsetzen und das Know-how der erfahrenen und spezialisierten Anbieter nutzen.
Bevor du Kosten produzierst, solltest du in jedem Fall kalkulieren, ob dein Geschäftsmodell überhaupt eine Chance hat, diese langfristig wieder einzuspielen.
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