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Betrug im Affiliate-Marketing nimmt zu, 80 Millionen Euro Schaden

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Der Online-Werbemarkt entwickelt sich seit Jahren sehr positiv. Neben der klassischen Online-Werbung (6,23 Milliarden EUR) und Suchwortvermarktung (3,78 Milliarden EUR) ist der Affiliate-Bereich mit 377 Millionen Euro 2011 die dritte Säule im Bereich Online-Werbung.

Affiliate-Werbung ist die kleinste Säule, die laut einem aktuellen Bericht von iBusiness zunehmend mit Betrügereien zu kämpfen hat. Insgesamt sind in Deutschland 605.000 Unternehmer und Freiberufler bei den verschiedenen Affiliate-Netzwerken wie Zanox, Superclix & Co. registriert. Für das Jahr 2012 wird ein Umsatz von 415 Millionen Euro (OVK-Prognose) erwartet.

Nach einer groben Schätzung betreiben aktuell rund drei Prozent der deutschen Online-Shops lediglich Affiliate-Marketing. Angesichts der 371.000 Online-Shops, die es mittlerweile in Deutschland gibt, ein recht geringer Wert. Woran liegt es also, dass so viele kleinere und mittlerer Shops auf Affiliate-Marketing verzichten?

Ein Grund sind sicherlich die hohen Eintrittsbarrieren bei den renommierten Affiliate-Netzwerken. So fallen bei den bekannten Affiliate-Netzwerken zum Teil bis zu mehrere Tausend Euro alleine für das Setup an. Je nach Affiliate-Netzwerk kommt ein Mindestbudget hinzu, welches den meisten kleineren Shops als Testbudget nicht zur Verfügung steht. Ein weiterer Grund für das Fernbleiben von kleineren Online-Shop ist sicherlich auch das fehlende Know How und der Mut, eine Affiliate-Kampagne professionell und zielgerichtet umzusetzen. Problem ist auch, der Glaube an den Erfolg und das die Werbegelder sauber eingesetzt werden.

Wie iBusiness ermittelt hat, wird jeder siebte Euro mittlerweile im Affiliate-Marketing mit Fraud verdient. Das geht sogar soweit, dass Betrüger Suchmaschinenanzeigen von Brands nachbauen und bei der ausgelieferten Anzeige ein Affiliate-Cookie verbreiten und so die entsprechende Provision eintreiben. Die Folge: Merchants, also beispielsweise Shop-Betreiber, die ein eigenes Partnerprogramm betreiben, müssen zum Teil mit erheblichen Mehrkosten rechnen. Peter Herold von Xamine beziffert dies auch für einen konkreten Fall:

“In einem Fall, den wir uns angesehen haben, musste ein Merchant statt 384 Euro für SEA 6425 Euro für durch Fraud erzielte Affiliate-Provisionen zahlen – wir reden dabei von einem Zeitraum von 48 Stunden.”

Das aufgezeigte Beispiel zeigt sehr deutlich, womit die Affiliate-Branche zu kämpfen hat. Mittlerweile ist jeder dritte Brand von dem Fraud-Problem betroffen und ein Ende scheint nicht in Sicht. iBusiness geht von einem wirtschaftlichen Schaden von gut 80 Millionen Euro aus.

Wir werden die renommierten Affiliate-Betreiber kontaktieren und nachfragen, wie diese mit den Betrügereien umgehen und was sie Shop-Betreibern entsprechend empfehlen würden.

Quelle: iBusiness.de

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Comments (2)

  • Wir haben eine erste Reaktion auf unsere Interviewanfrage erhalten. Morgen früh gibt es also auf jeden Fall eine erste Stellungnahme von einem der renommierten Affiliate-Netzwerke.

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  • Ich bin gespannt welche Affiliate-Netzwerke das sind.
    Mich würde interessieren welche Maßnahmen und Tools zur Verfügung stehen, um die Affiliate-Betrüger zu erkennen und zu bekämpfen. Ich meine hiermit Tools von den Affiliate_netzwerke selbst aber auch Tools von unabhängigen Organisationen.

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