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Bloggen im E-Commerce: Reichweitenaufbau

Bloggen im E-Commerce: Reichweitenaufbau
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Mit unserem heutigen Artikel wollen wir die 12-teilige Artikelserie fortsetzen. Heute geht es um das Thema Reichweitenaufbau. Und genau mit diesem Thema sind wir eigentlich an dem Punkt angelangt, bei dem sich nicht nur im E-Commerce sehr oft die Spreu vom Weizen trennt. Es geht um Ausdauer, um Hartnäckigkeit, Kreativität, Qualität, Intuition, Perfektionismus, Regelmäßigkeit und Durchhaltevermögen. Wenn man sich bewusst ist, dass ein erfolgreicher Blog nicht von heute auf morgen zu entwickeln ist, ist zumindest schon mal die Basis für die weitere Entwicklung geschaffen.

Reichweitenaufbau

Das Thema Reichweitenaufbau kann mit Hilfe verschiedenster Maßnahmen umgesetzt werden. Über Erfolg oder Misserfolg entscheidet letztlich nicht das Marketing, nicht die hochwertigsten Backlinks oder der schnellste Server. Wer mit seinem Blog nachhaltig Erfolg haben mächte, muss auf den richtigen Content, auf Qualität und Regelmäßigkeit setzen. Unsern Fokus wollen wir daher auf das Thema Content legen und wie man über die Contentproduktion gezielt und nachhaltig die Reichweite steigern kann.

Reichweite aufbauen kann man nicht nur mit gezielten Marketing-Maßnahmen. Sicherlich geht es schneller. Wer aber die zuvor genannten Grundvoraussetzungen mitbringt, wird auch langfristig bei richtiger Umsetzung Erfolg haben. Auf der letztjährigen Online-Marketingmesse dmexco hat eine SEo-Agentur beispielsweise einen Case aufgezeigt, wie man heutzutage auch ohne Backlinks einen erfolgreichen Blog gestalten kann. Das Geheimnis ist einfach – guter Content. Ein Blog oder Magazin lebt von seinem Content und die Leser werden nur dann den Weg zurück finden, wenn der Content interessiert und Lust auf mehr macht.

Frequentierung

Immer wieder werde ich im Rahmen von Beratungsprojekten gefragt, wie häufig und wie viel Zeit man sich denn für das Bloggen nehmen sollte. Die Frage ist einfach zu beantworten. Wie häufig möchten sie potenzielle Kunden und Leser denn auf ihren Blog zurückholen. Weiß der Nutzer, dass es nur einmal im Monat einen neuen Fachartikel zum Thema gibt, wird der Leser dies schnell merken und auch nicht häufiger auf ihren Seiten vorbeischauen. Schlecht ist zudem, das man mit einer solch niedrigen Frequentierung auch wenig Seiten bei Google in den Index bekomme und so auch die Wahrscheinlichkeit, dass Nutzer organisch über die Suchmaschine den Weg in den eigenen Blog finden.

Auf der anderen Seite muss es mit den Artikeln auch nicht wie bei einem Newsportal ausarten. Der gesunde Mix macht es und insbesondere eben die Länge und die Qualität. Wer im E-Commerce einen professionellen Blog betreiben möchte, sollte insbesondere am Anfang ein ordentliches Tempo an den Tag legen. Später sollte die Frequenz durchaus aber auch mehrfach pro Woche sein. Planen sie daher ausreichend interne Ressourcen zurück oder organisieren sie entsprechende Experten, die mit ihrem Fachartikel die Leser fesseln.

Die Anzahl veröffentlichten Artikel beeinflusst zudem auch sehr stark das Besucheraufkommen. Je mehr Artikel ist in meinem Blog habe, desto mehr Artikel nimmt Google in seinen Index auf und die Chance auf organische Besucher oder RSS Leser steigt.

Zeitpunkt

Die nächste Frage neben der Frequentierung ist die Frage des richtigen Zeitpunkts. Auch hier gibt es nicht perfekte Antwort. Achten Sie darauf, dass sie jedem einzelnen Artikel die Möglichkeit geben, eine gewisse Präsenz auf der Webseite zu haben und die Leser die Möglichkeit haben, ihn zu lesen. Testen sie unterschiedliche Zeitpunkte und analysieren sie, ob sich mit der Zeit Tendenzen zeigen. Berufstätige surfen gerne mal vormittags oder während der Mittagspause. Aber auch eine Veröffentlichung am Nachmittag muss keinen Nachteil haben. Sind Stammleser beispielsweise mal früher am anderen Tag unterwegs, können sie gleich den neuen Artikel lesen.

Der richtige Inhalt

Eingangs bereits erwähnt, ist das entscheidende Kriterium für einen erfolgreichen Blog, guten Content zu produzieren. Insbesondere darf nicht der Fehler gemacht werden, reine Werbeartikel über einen Artikel im Online-Shop zu verfassen. Wenn Produkte vorgestellt werden, verpacken sie diese in eine Story und setzen sie beispielsweise den Fokus nicht auf das Produkt, sondern beispielsweise den außerordentlichen Schrifttyp auf dem Shirt. Auch kann man Mitarbeiter regelmäßig über seine Lieblingskleidung berichten lassen. Das wirkt nicht nur authentisch, sondern bindet auch den Leser noch mehr. Bleiben wir beim Beispiel Fashion und schauen, wie man geschickt und sinnvoll, regelmäßig Content produzieren und im Blog veröffentlichen kann (Chronologie ist willkürlich ausgewählt und nicht periorisiert):

  • Branchennews
    Immer mal wieder kann man interessante Branchennews mal mit in den Contentplan einfließen lassen. Hierbei würde ich allerdings nicht übertreiben und wirklich nur die spanenden Informationen filtern.
  • Fachthemen
    Laden sie Experten immer mal wieder dazu ein, einen Gastbeitrag zu verfassen. Dieser sollte einen echten Mehrwert bieten und nicht eine Art Selbstdarstellung oder Werbung für das Unternehmen des Experten haben. Im Fashion-Bereich könnte man beispielsweise Designer bestimmten Modelinien einladen, der etwas zum Entstehungsprozess der Linie erzählt. Auch kann er Tipps im Umgang mit den Textilien, etc. geben.
  • Foto-Shootings
    Veranstaltet man regelmäßig Fotoshootings, kann man einen Blick hinter die Kulissen werfen oder aber vielleicht sogar ein Shooting mit Lesern veranstalten. Wer an solch einem Shoooting beispielsweise teilnehmen möchte, muss beispielsweise die Aktion bei Facebook seinen Freunden teilen.
  • Artikelserien
    Verfassen sie immer mal wieder Artikelserien zu interessanten Themen. Damit eine Artikelserie auch interessant bleibt, sollten sie sich im Vorfeld ausreichend Gedanken machen, ob das Thema auch ausreichend Stoff mitbringt.
  • Styling Tipps
    Auch hier kann man variieren. Mitarbeiter können ihre eigenen Tipps einbringen oder aber auch Styling-Experten zu Wort kommen.
  • Messe & Events
    Berichten sie von Messen und Events, gerne auch Backstube. Beziehen sie Twitter und Facebook ein, um Cross-Promotion ebenfalls zu forcieren. Auch kann ein Livebericht über Twitter hier und da sinnvoll sein und auf einen Artikel im Blog hinweisen. Auch das kann Reichweite aufbauen und sorgt im besten Fall auch noch für wichtige Social Signals.
  • Umfragen 
    Beziehen sie ihre Leser eng mit ein. Starten sie Umfragen zu Produkten, Inhalten, etc.
  • Keyword-Recherche
    Hilfreich kann auch eine Keyword-Recherche bei Google sein. Man erhält Anregungen und kann gleichzeitig recherieren, ob ein Artikel lohnt oder nicht. Besonders positiv ist, dass man im Keyword-Tool bei Google auch die Suchnachfrage stehen kann. Zwar sollte man seine Artikel nicht völlig danach ausrichten, ein Blick ist aber immer hilfreich und zu empfehlen.
  • Es gibt noch einiges mehr
    Es gibt sicherlioch noch einige mehr Ideen, die aber an dieser Stelle den Artikel sprengen würden. Gerne könnt ihr weitere Ideen und Gedanken in den Kommentaren hinterlassen. Wir werden uns bestimmt an der Diskussion beteiligen.

Wie man sieht, muss man sich im Vorfeld sehr intensiv Gedanken über den richtigen Content-Mix machen. Nur so werden die Leser regelmäßig den Weg zurück finden und neue Nutzer gewonnen. Neben dem Thema Content gibt es noch eine Reihe weiterer Möglichkeiten, Reichweite für den Blog zu generieren:

Weitere Traffic-Quellen

  • Kooperationen mit anderen Bloggern
    Aktivieren sie die Blogosphere und versorgen sie diese mit interessanten Infos. Ggfs, kann man sogar mal eine Art Blogparade veranstalten und so das Thema anstoßen. Auch kann eine Kooperation mit Designern, Herstellern oder weiteren Partnern sinnvoll sein.
  • Google News
    Wer in seinem Blog News verwendet, kann sich zudem bei Google News anmelden. Eine sehr sinnvolle Traffic-Quelle, wenn die Inhalte stimmen. Da man aber erst einmal eine gewisse Zeit mit seinem Blog aktiv sein sollte und ausreichend Traffic vorhanden ist, sollte man in der Regel mindestens zwei bis drei Monate warten. Damit man bei Google nicht abgelehnt wird, sollten auch wirklich nur die News an Google News weitergeleitet werden.
  • Social Media verknüpfen
    Nutzen sie die virale Stärke von Facebook und Twitter und verknüpfen sie ihren Blog bzw. pushen ihre Meldungen. In einer unserer letzten Artikel haben wir ausführlich das Thema behandelt.
  • Banner oder Videowerbung
    Wer das nötige Kleingeld hat, kann selbstverständlich auch diesen Kanal nutzen. Wichtig zu wissen ist, dass die Peaks meist nur von kurzer Dauer sind und wenn nur ein regelmäßiges Engagement etwas bringt.
  • SEO & SEM
    Was für den Bannerbereich gilt, gilt insbesondere auch für das Thema SEO. Wer hier aktiv werden will, sollte nicht den Fehler machen und nur die ersten Wochen oder Monate einen Fokus auf diesen Bereich setzen. Auch SEM sollte gezielt und entsprechend regelmäßig dosiert eingesetzt werden.
  • Verknüpfung im Online-Shop
    Auch das ist eine Variante. Machen sie im eigenen Shop auf den Blog aufmerksam. Der ein oder andere Nutzer wird sicher neugierig ein und den Blog besuchen.
  • Pressemitteilungen
    Veröffentlichen sie zum Start des Blog Pressemitteilungen. Auch wenn ereignisreiche und namhafte Personen einen Fachartikel schreiben, Styling-Tipps geben, sind gezielte Pressemitteilungen ein sinnvolles Vehicle.

Auch hier gibt es einige andere Möglichkeiten, wie man Reichweite auf den Blog bekommt. Gerade am Anfang sollte man sich aber nicht mit zu vielen Aktionen und Maßnahmen verzetteln und keine so wirklich richtig angehen. Nehmen sie sich Zeit, ein Blog braucht diese Zeit und muss langsam wachsen.

Fazit

Der Reichweitenaufbau sollte sehr gut geplant sein und entsprechend Berücksichtigung im Redaktionsplan (z.B. Backstage-Berichterstattung, etc.) finden. Zu viele Aktionen hintereinander können auch contra-produktiv sein. Gerade am Anfang sind Ausdauer, Durchhaltevermögen und die Produktion von gutem Content die wichtigsten Tugenden. Das Thema Reichweitenaufbau ist eine Kunst für sich, die man nicht unterschätzen sollte. Wer Fragen zu dem Thema hat, kann diese gerne in den Kommentaren stellen.

 

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