HomeAllgemein

Bloggen im E-Commerce: Suchmaschinenoptimierung (SEO)

Bloggen im E-Commerce: Suchmaschinenoptimierung (SEO)
Like Tweet Pin it Share Share Email

Halbzeit bei unserer 12-teiligen Artikelserie zum Thema “Bloggen im E-Commerce“. In dem heutigen Artikel geht es um das Thema SEO. Da es sich bei diesem Thema um ein sehr komplexes Thema handelt, möchten wir in diesem Artikel auf ein paar Punkte ausführlicher eingehen. Bevor wir die Punkte angehen, wollen wir zunächst einmal klären, weshalb das Thema SEO auch beim Bloggen so elementar ist.

SEO beim Bloggen

Grundsätzlich werden im SEO zwei Teilbereiche unterschieden. Einmal die OnPage-Optimierung, die, wie der Name vermuten lässt, Verbesserung direkt am Blog meint. Der zweite Teilbereich ist das Thema OffPage-Optimierung. Darunter versteht man alle Maßnahmen, die nicht direkt vom Seitenbetreiber beeinflusst werden können. Beispiel einer OffPage-Optimirung ist das Linkbuilding, genauer gesagt, das Setzen von Backlinks auf anderen Webseiten für den eigenen Blog.

Insgesamt sind über 200 Faktoren für das Ranking bei  Google relevant. Wer sich als Online-Händler Suchmaschinen Know How aneignet oder professionell von einer Agentur umsetzen lässt, kann echte Wettbewerbsvorteile nutzen. Organsicher Traffic kostet zwar auch Geld, ist aber meist ein nachhaltiger und langfristig ausgelegter Vertriebsweg. Wer hier im Vergleich zum Wettbewerb hinten ansteht, muss große Aufwendungen betreiben, um nicht den Anschluss zu verlieren. Gerade der Blog soll ja den Shop stützen und mittel- und langfristig für indirekte Umsätze sorgen. Daher sollte auch beim Blog das Thema SEO eine elementare Rolle einnehmen und am besten auch direkt bei der Installation des WordPress-Blog Beachtung finden. Letztlich bleibt aber die Frage offen, wie viel Zeit kann und sollte man in das Thema SEO investieren. Ein Blog im Reiseumfeld benötigt wesentlich mehr SEO-Engagement als ein Blog, der über das Thema Handtaschenhalterungen berichtet. In den letzten Wochen und Monaten jedenfalls hat Google kräftig an seinem Such-Allgorithmus gebastelt und immer mehr Seiten abgestraft, die nicht konform agieren.

OnPage-Maßnhmen

Es gibt viele Kleinigkeiten, die letztlich das Google-Ranking beeinflussen. Die Basis sollte man bereits mit den Grundeinstellungen am Blog sowie entsprechenden OnPage-Optimierungen schaffen. In dem Zusammenhang möchte ich kurz auf unseren Artikel im Rahmen unseres Shop Coachings aufmerksam machen, bei dem wir einen Online-Shop analysiert und Praxistipps zum Thema OnPage-Optimierung gegeben haben. So viel zur Praxis, nun zur Theorie.

Content

Das Thema Content darf auch im Rahmen der OffPage-Optimierung selbstverständlich nicht fehlen. Ein Blogbetreiber sollte ständig darauf achten, nicht nur hochwertigen und interessanten Content zu produzieren, sondern auch regelmäßig. Der im Blog veröffentlichte Artikel sollte zudem in der Form nicht noch einmal im Internet  vorgekommen. Google merkt schnell, wenn es sich um Dublicated Content handelt. Daher ist die oberste Regel. Kein copy & paste, sondern selber schreiben! Dabei ist es wichtig, den Content so nah es geht an der eigenen Zielgruppe auszurichten und auf eine gewisse Textlänge (mindestens 350 Zeichen, eher mehr) zu achten. Nutzen sie die vielen Vorteile eines Blogs, geben sie ihre Meinung wieder, forcieren sie die Interaktion mit ihren Lesern und bieten eine echte Anlaufstelle für das Thema.

Bilder & Videos

Bilder sind ein weiteres wichtiges Thema. Schaut man sich die Entwicklung von Google in den vergangenen Jahren einmal etwas genauer an, wird man feststellen, dass sich schon einiges verändert hat. So sind Bilder und immer mehr auch Videos in den Vordergrund gerückt. Kaum eine Suchseite bei Google, bei der kein Bild oder Video angezeigt wird. Achten Sie bereits bei der Datei-Bezeichnung des Bilder auf relevanten SEO-Keywords, füllen Sie den “Title-Text” sowie den “Alt-Text” korrekt aus und achten sie darauf, dass die Bilddateien nicht zu große ausfallen.

Interne Verlinkungen

Ebenfalls sehr wichtig sind interne Verlinkungen. Interne Verlinkungen sind so wichtig, da Google zum einen den Artikel und die Links schneller findet und zum anderen auch der Leser über hilfreiche Links intensiver an den Blog gebunden wird und einen echten Mehrwert erhält. Erhält der Leser beispielsweise nicht nur einen kurzen Text und vielleicht ein Bild zu Containerrosen, sondern einen weiterführenden Hinweis, wie man diese auch richtig pflegt, wird er auf den Link klicken und sich auch diesen Artikel ebenfalls ausführlich durchlesen. SEO-Experten gehen davon aus, dass gute Artikel mit mehr internen Links eine bessere Gewichtung bei Google erhalten. Daher sind interne Verlinkungen sehr wichtig in einem Blog.

Externe Verlinkungen

Einige mögen es vielleicht nicht glauben. Aber auch externe Verlinkungen können sich positiv auf das Ranking bei Google auswirken. Die Leser werden es ihnen danken, wenn sie nicht nur auf interne Quellen, sondern auch externe Websites verlinken. Auch besteht die Möglichkeit, das ein Nutzer einen Trackback bekommt und sie von seiner Seite wiederum Traffic erhalten. Google setzt auf einen natürlichen Linkaufbau, bei dem nicht nur interne, sondern auch externe Links in einem Artikel vorkommen sollten.

Domain

In einem unserer letzten Artikel haben wir das Thema Domainauswahl ausführlicher behandelt. Auch die ausgewählte Domain kann Einfluss auf das Ranking nehmen. Zwar haben generische Domains nicht mehr die Gewichtung bei Google wie früher, dennoch sollte auch heute noch eine Domain ecommerce.de bestimmt besser ranken als die Domain ecommerceladentisch.de. In der heutigen Zeit sind generische Domains sowieso sehr selten geworden und richtig gute Domains kosten eine Menge Geld.

Meta-Tags

Es wird teilweise sehr kontrovers diskutiert. Meta-Tags sollen kaum noch Bedeutung für das Google Ranking haben. Da diese aber letztlich auch nicht schaden und man nicht hundert Prozent ausschließen kann, dass Google sie in irgendeiner Art und Weise als Rankingkriterium berücksichtigt, sollte man sie einfach nutzen. Hierzu gibt es SEO-Plugins, mit denen Title und die Meta-Tags entsprechend generiert werden. Zwei dieser SEO-Plugins stellen wir im weiteren Verlauf dieses Artikels noch ein wenig ausführlicher vor.

Seitenaufbau & Geschwindigkeitstests

Google achtet sehr auf den Seitenaufbau einer Seite. Daher ist der Server, den man verwendet sehr wichtig. Überprüfen sie regelmäßig die Ladezeiten ihrer Seiten und halten sie sich mit Hilfe des ein oder anderen Tools auf dem Laufenden.

Weitere Faktoren

Es gibt noch eine Menge weiterer Faktoren, auf die wir an dieser Stelle nicht näher eingehen wollen. Wer weitere Tipps benötigt, kann sich auch gerne an unsere Redaktion wenden. Vielleicht können wir ja weiterhelfen.

OnPage-Optimierung ein ständiger Prozess

Google verändert ständig seine Rankingkriterien. Daher ist es wichtig, sich den neuen Veränderungen zu stellen und regelmäßig Optimierungen vorzunehmen. Die Google Webmastertools bieten wichtige Hilfestellungen und Informationen über den aktuellen Status der Seite. Es ist sogar davon auszugehen, dass die Nutzung der Webmaster-Tools wie eine Art Rankingfaktor zu sehen ist und Google es gut findet, wenn Webmaster den Service nutzen. Bewiesen ist das nicht, jedoch zeigt auch die neuste Entwicklung bei den Google News, dass die Webmaster-Tools immer mehr an Bedeutung gewinnen und im Rahmen des Leistungsschutzrechtes in Kombination mit Google News an Wichtigkeit gewinnen.

OnPage-Grundlagen mit WordPress-Plugin

Wie bereits erwähnt, sind wichtige Grundeinstellungen am WordPress-Blog das A und O. Neben der richtigen URL-Struktur gibt es WordPress-Plugins, mit denen man wichtige SEO-Basiseinstellungen direkt und automatisiert umsetzen kann. Zwei SEO-Plugins möchte ich an dieser Stelle kurz vorstellen.

WordPress-Plugin wpSEO

Dieses WordPress-Plugin ist zwar kostenpflichtig, sein Geld aber wert. Das Plugin wpSEO (Direktlink zur Plugin-Seite) wird regelmäßig erweitert und für die Veränderungen im SEO angepasst. wpSEO optimiert WordPress Blogs für Suchmaschinen automatisch und effizient. Wer möchte, kann das Tool zunächst in einer Trial-Version testen. Die kommerzielle Version gibt es aber auch schon für schlanke 19 EUR (einmalig). wpSEO ist eines der am weit verbreitetsten Plugins im SEO-Bereich.

WordPress-Plugin All-in-One-SEO

Ein kostenloses Pendant zu wpSEO ist All-in-One-SEO (Direktpink zum Plugin). Auch mit diesem kostenlosen Plugin kann man zum Start eine Reihe von sinnvollen Einstellungen vornehmen. Das Plugin sorgt beispielsweise dafür, dass Meta-Tags automatisiert erstellt werden. Aber auch andere nützliche Einstellungen können vorgenommen werden.

 

OffPage-Optimierung

Das Thema OffPage-Optimierung ist die zweite Spielart der Suchmaschinenoptimierung. Das Linkbuilding ist eine Kunst für sich und wird durch die jüngsten Veränderungen, die Google vorgenommen hat, nicht einfacher.

Insbesondere neue Blogs sollten zum Start den ein oder anderen Link aufbauen, damit Google auf die Seite aufmerksam wird. Beim plumpen Linkaufbau muss man sehr sensibel sein und schauen, mit welchen Partnersites man diesen umsetzt. Google ist hier immer auf der Hut und straft mehr und mehr Seiten ab, die Links einkaufen.

Als Blogbetreiber gibt es aber einige weiteren Möglichkeiten an Links zu kommen.

  • Gast-Artikel
    Verfassen sie als Experte in anderen themenrelevanten Seiten einen Experten-Beitrag und verlinken sie auf ihren Blog. Auh kann es umgekehrt hilfreich sein und Gast-Autoren für den eigenen Blog zuzulassen. Häufig haben die Autoren eigene Blogs und verweisen nach Veröffentlichung auf den Artikel. 
  • Interviews
    Wie bei den Gast-Artikeln können sie sich anderen Blog / Magazinen als Interview-Partner zur Verfügung stellen und ebenfalls über diesen Weg an Backlinks gelangen.
  • Kommentare abgeben
    Die meisten Blogs lassen Kommentare zu. Suchen sie sich relevante Themenblogs und kommentieren sie dort regelmäßig. In den meisten Fällen gibt es zwar nur NoFollow-Links, aber im Rahmen des natürlichen Linkaufbaus helfen auch solche Backlinks.
  • Linkkauf /-miete
    Hier sollte man vorsichtig sein. Der Kauf oder die Miete von Links sieht Google gar nicht gerne. Wenn eine Seite erwischt wird, bei der man Links gekauft hat, nimmt dies auch Einfluss auf das eigene Unternehmen. Daher lohnt die Analyse im Vorfeld, welche Sichtbarkeit die Seite hat, wie viele Links bereits verfügbar sind, etc.
  • Social Web
    Social Networks sind ebenfalls eine gute Quelle, um Linkaufbau zu betreiben. Wer also in Social Networks mit seinem Blog aktiv ist , wird automatisch Backlinks erhalten.
  • Gewinnspiel
    Durch regelmäßige Gewinnspiele kann man ebenfalls wichtige Backlinks sammeln. Die Teilnehmer weisen über Social Networks auf das Gewinnspiel hin. Gewinnspielseiten setzen Links zur Seite, etc. Grundlage für ein erfolgreiches Gewinnspiel sind attraktive Preise, die der Zielgruppe auch wirklich gefallen.
  • Whitepaper
    Eine Möglichkeit an weitere Links zu kommen, sind Whitepaper. Ist das Whitepaper gut gemacht, wird das Whitepaper in anderen Blogs empfohlen und so automatisch weitere Backlinks erzeugt.
  • Produktdatenblätter 
    Wenn man hier und da auf Produkte im eigenen Blog aufmerksam machen möchte, kann man auch Produktdatenblätter als PDF zum Download anbieten. Auch hier besteht die Möglichkeit neue Links zu bekommen, wenn ein Nutzer von dem Produkt beispielsweise auf seiner Webseite/Blog berichtet.

Fazit

Es gibt einige andere Möglichkeiten, Links aufzubauen. Das Thema SEO ist für professionelle Blogbetreiber ein sehr wichtiges Thema. Wer regelmäßig bloggt und immer auf dem aktuellen Stand in puncto Sichtbarkeit, Backlinkaufbau, Wettbewerbsanalyse, etc. bleiben möchte, sollte  ein SEO-Tool wie Xovi einsetzen. Der Einsatz eines SEO-Plugins ist auf jeden Fall zu empfehlen. Und die beste und effizienteste SEO-Maßnahme ist guter Content zu produzieren. Interessanter Content wird verlinkt und die Backlinks kommen automatisch. Es gibt mittlerweile sogar SEO-Agenturen, die ausschließlich auf Content-Produktion setzen und den aktiven Linkaufbau meiden. Hier muss jeder für sich den richtigen Weg finden und auch ein wenig testen.

VN:F [1.9.22_1171]
Rating: 5.0/5 (2 votes cast)
Bloggen im E-Commerce: Suchmaschinenoptimierung (SEO), 5.0 out of 5 based on 2 ratings

Comments (4)

  • Über solche und weitere wichtige Themen, können Sie sich in Online-Marketing Events und Veranstaltungen näher informieren. Die Suchmaschinenoptimierung wird immer mehr EInzug halten. Eine Übersicht geeigneter Veranstaltungen findet sich hier: was-ist-seo.biz/online-marketing-events-2013/. Für Ergänzungen sind wir immer dankbar, auch können Sie gerne Ihre Veranstaltungen schon für das kommende Jahr kommunizieren.

    VA:F [1.9.22_1171]
    Rating: 0.0/5 (0 votes cast)
  • Pingback:

  • Ob SEO fürs Bloggen wirklich relevant ist wurde in letzter Zeit immer wieder diskutiert. Es gibt genug Beispiele dafür, dass Blogger auch ohne viel Ahnung von SEO ganz vorne ranken konnten. Basis ist immer eine gute Onpage-Optimierung. Bei der Offpage-Optimierung, also vor allem beim Linkbuilding, sollten Blogger vor allem auf die Qualität ihres Contents setzen. Ist dieser gut und erfüllt eine Nachfrage, lässt er sich auch besser vermarkten auf anderen Seiten und seeden in den populärsten sozialen Kanälen. Das nennt man dann Content Marketing! 😉

    VA:F [1.9.22_1171]
    Rating: 0.0/5 (0 votes cast)
  • @Asokan: Absolut, richtig. Content, Content und noch mal Content. Wer aber einen Blog startet, sollte zumindest auch über das Thema OffPage etwas wissen und vielleicht eine leichte Dosis mitnehmen 🙂

    VN:F [1.9.22_1171]
    Rating: 0.0/5 (0 votes cast)

Comments are closed.

Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen