HomeAllgemein

Bloggen im E-Commerce: Vorbereitung

Bloggen im E-Commerce: Vorbereitung
Like Tweet Pin it Share Share Email

In unserem letzten Artikel unserer Reihe “Bloggen im E-Commerce” haben wir zunächst aufgezeigt, wieso bloggen im E-Commerce für jeden Händler eigentlich ein Muss sein sollte. Wer einen Blog professionell einsetzen möchte, muss gut vorbereitet sein. In unserem zweiten Artikel zu dem Thema möchten wir ein paar Anregungen und Tipps geben, woran man denken sollte, bevor man in das Tagesgeschäft “bloggen” einsteigt.

Bei allen Vorbereitungen sollte man immer im Auge haben, dass man nicht privat bloggt oder einfach mal ausprobieren möchte, ob der Blog Besucher anzieht oder vielleicht nicht. Damit der eigene Firmenblog erfolgreich wird, sind wichtige Punkte zu beachten.

Wer im E-Commerce einen professionellen Blog startet, dem muss klar sein, dass man Erfolg oder Mißerfolg nicht am direkten Umsatz festmachen sollte. In den meisten Fällen generieren Blogs im E-Commerce nur wenige Umsätze, wenn überhaupt nur indirekt. Auch die Besuchermassen werden je ach Intensität des Bloggens einfach auf sich warten lassen. Bis die Suchmaschinen dme Blog den “Trust” und Rankings gibt, dauert es eine Zeit. Wer aber nachhaltig agiert, wird mittel- und langfristig davon profitieren können.

Ziele beim Bloggen im E-Commerce

Damit ein Blog nachhaltig erfolgreich sein kann, sollte man sich im Vorfeld ein paar Fragen stellen und ehrlich beantworten:

  • Warum möchte man bloggen?
  • Welche Zielgruppe möchte ich mit meinem Blog ansprechen?
  • Welche Inhalte biete ich entsprechend der Zielgruppe?
  • Kann ich regelmäßig Blogartikel schreiben (Ressourcen)?
  • Wohin soll die Reise gehen und wo muss mein Blog in 3-5 Jahren stehen?
  • Muss langfristig mit dem Blog direkt Umsatz generiert werden oder baue ich auf eine indirekte Umsatzstrategie?

Zunächst geht es um grobe Ziele und Fragen, die man sich als Shop-Betreiber unbedingt im Vorfeld stellen und beantworten sollte. Aus diesen ersten Fragestellungen ergeben sich meist weitere Fragen und Maßnahmen, die man im gesamten Vorbereitungsprozess berücksichtigen sollte. Wichtig ist in diesem Zusammenhang auch langfristige Ziele zu formulieren und sich zu orientieren.

Auf ein paar wesentliche Fragestellungen möchte ich in diesem Artikel weiter eingehen.

Zielgruppe definieren

Eigentlich die wichtigste Frage, die man sich als Online-Händler stellen sollte, für welche Zielgruppe betreibe ich den Blog. Hier sollte man genau die Kernzielgrupe definieren und schauen, welche Sprache die Zielgruppe spricht, für welche Themen sie sich interessiert. Hier gibt es einige Möglichkeiten und Ideengeber, wie man die richtige Sprache, Wünsche oder Interessen der Zielgruppe ausfindig machen kann, beispielsweise durch beliebte andere Themen-Blogs, Wettbewerber, Umfragen, etc.

Inhalte festlegen

artikelserie-bloggen-im-ecommerce-teil-2-vorbereitungenIst die Zielgruppe definiert, sollte man nun eine weitere, wichtige Entscheidung festlegen – die Inhalte. In einem Fashion-Blog könnten Themen beispielsweise über Stoffe (z.B. recyclebare oder exklusive Stoffe), Hintergrundinformationen zu Designern, Interviews, Ratgeber und Styling-Tipps (von Experten) sein. Wichtig ist, man sollte nah am Thema bleiben, damit man ernst genommen wird und nicht wie eine Art Bauchladen wirkt. Thematisch klar strukturierte Blogs gewinnen wesentlich mehr und schneller Stammleser, da die Leser es schätzen, stets relevante und interessante Artikel zu finden. Leser, die den Blog gut finden und regelmäßig lesen, abonnieren den Blog auch eher via RSS Feed oder abonnieren einen Newsletter.

Sollte man irgendwann zu der Erkenntnis kommen, den Blog über Sponsorings oder relevante Google Anzeigen zu monetarisieren (kann ich eigentlich nicht empfehlen, wird aber immer mal wieder gemacht), sind Themenblogs ebenfalls leichter zu vermarkten. Legen Sie daher konkret fest, welche Themen im Blog behandelt werden sollen, welche Experten vielleicht hinzugezogen werden könnten und setzen sie konsequent auf diese Strategie.

Ressourcen

Ein weiterer Aspekt ist das Thema Ressourcen. Um einen professionellen Blog zu betreiben, ist es wichtig, regelmäßig Blogbeiträge zu verfassen. Dies sollte mehrfach in der Woche passieren, optimal ist es, wenn es werktags täglich passiert. Nur wer einen langen Atem hat, durchhält und auch mal mit dem ein oder anderen Rückschlag klar kommt, wird langfristig und nachhaltig einen erfolgreichen Blog etablieren können.

Eine weitere wichtige Entscheidung in diesem Zusammenhang ist, wer den Blog betreiben beziehungsweise die Artikel verfassen soll. Gibt es einen festen Ansprechpartner im Unternehmen, der die Organisation übernimmt und Artikel verfasst oder greift man auf externe Profis zurück, die den Blog mit anderen Kollegen federführend mit Inhalten bestücken. Wer es sich erlauben kann, sollte in der ersten Phase auf die Hilfe von Profis zurückgreifen, damit Mitarbeiter entsprechend angelernt und wichtige Tipps vom Profi annehmen können. Wer es sich von den Ressourcen her erlauben kann, sollte das Ziel haben, das Know How intern aufzubauen und ein Team entsprechend für diese Aufgabe zu bestimmen.

3-5 Jahresplanung

Wie häufig ist die Zielsetzung ein elementarer Baustein in Sachen Vorbereitung. Daher ist es wichtig, sich Ziele zu stecken und zu definieren. Was will man mit dem Blog in 3-5 Jahren erreicht haben, will man ein modernes Magazin etabliert haben, will man Hintergrundinformationen zu den eigenen Produkten leifern, etc. Das Festlegen von mittel- und langfristigen Zielen ist hilfreich um den Blick für das Wesentliche nicht zu verlieren.

Blogs als Umsatzgenerator?

Sicherlich gibt es Unternehmensblogs, die auch direkte Umsätze generieren. In den meisten Fällen sind aber Blogs, die über den indirekten Weg gehen, zum Teil erfolgreicher. Wenn in einem Fashion-Blog beispielsweise über ein innovatives Textilstück berichtet wird, welches zu 100 Prozent recycelbar ist, werden interessierte Leser sich vielleicht sogar von alleine auf die Suche machen und in ihrem Shop danach suchen. Auch besteht hier und da auch mal die Möglichkeit über einen “call-to-action” direkt auf das Produkt hinzuweisen. Es sollte aber nicht permanent auf Produkte hingewiesen werden, sondern über den Inhalt gewinnt der Leser / Kunde Vertrauen und wird künftig auch häufiger dann bei Ihnen im Shop vorbeischauen.

Was ist noch zu sagen?

Sollten diese Punkte abgearbeitet sein, geht es noch ein mal ans Feintuning.  Das Optimieen der Blogsstrategie, Inhalte, usw. hört eigentlich nie auf und ist ein permanenter Prozess. Denn nur wer seinen Blog regelmäßig analysiert, hinterfragt und optimiert, wird auf Dauer erfolgreich sein. Daher ist es in dem Zusammenhag wichtig, so viel wie möglich zu erfassen, zu analysieren und den Blog durch bestimmte KPIs nachhaltig verbessert und steuert.

So geht es weiter

Sollten diese Punkte abgearbeitet sein, geht es noch ein mal ans Feintuning.  Ein wichtiger Punkt ist in diesem Zusammenhang, dass man so viele Dinge wie möglich analytisch festhält und den eigenen Blog durch verschiedene KPIs nachhaltig verbessern und steuern kann. In unserer 12-teiligen Artikelserie wollen wir ihnen die wichtigsten Dinge informieren, um einen professionellen Blog im E-Commerce betreiben zu können. In unserem nächsten Artikel werden wir das Thema Domainnamen behandeln. Die Fragestellung, unter welchem Domainnamen ich ich den Blog betreibe, ist eine wichtige und weitreichende Entscheidung. Nachträglich einen Namen zu ändern ist aus vielerlei Hinsicht nicht ratsam.

VN:F [1.9.22_1171]
Rating: 0.0/5 (0 votes cast)

Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen