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Cannabis-eCommerce auf Wachstumskurs: Chancen und Herausforderungen

Cannabis-eCommerce auf Wachstumskurs: Chancen und Herausforderungen
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Seit die ersten Länder Cannabis legalisiert haben, hat sich ein blühender Markt entwickelt. In letzter Zeit hat sich zwar bei einigen Anlegern Enttäuschung über das Wachstum der Branche breitgemacht. Das liegt aber vor allem daran, dass ihre Erwartungen übertrieben waren. Die Legalisierung von Cannabis ist nicht die nächste industrielle Revolution. Trotzdem bietet sie vielfältige Geschäftsmöglichkeiten. Sollten in den nächsten Jahren auch europäische Länder dem internationalen Trend folgen, dürften auch hierzulande interessante Möglichkeiten im eCommerce entstehen. Die Branche bietet zahlreiche Chancen. Allerdings stehen ihr auch einige Herausforderungen bevor.

Erfolgreiche eCommerce-Konzepte

Schon jetzt feiern einige Online-Händler erste Erfolge in der Cannabis-Branche. Sie lassen sich grob in drei Gruppen aufteilen. Die einen verkaufen Cannabisextrakte wie CBD als Nahrungsergänzungsmittel. Die Konkurrenz in dieser Nische ist zwar groß. Mit Premiumprodukten lassen sich aber hohe Preise erzielen. Einen anderen Ansatz verfolgen Shops für Grow-Zubehör und Konsumbedarf. Ein erfolgreiches Beispiel ist das Unternehmen Zamnesia aus Holland. Das Sortiment ist breit aufgestellt und umfasst neben Hanfsamen auch Vaporizer, Headshop-Produkte und legale Psychedelika. Dieses Geschäftsmodell rentiert sich vor allem aufgrund der Breite des Sortiments. Schließlich gibt es noch die Möglichkeit des Direktvertriebs von Zubehör. So vertreiben einige Hersteller von Vaporizern ihre Produkte über eigene Online-Shops.

Legalisierung als Gelegenheit

Der Online-Markt für Cannabis-Produkte wächst seit Jahren stetig an. Das liegt unter anderem daran, dass grenzübergreifende Online-Bestellungen immer selbstverständlicher werden. Zudem kommen immer mehr interneterfahrene Digital Natives ins Erwachsenenalter. Diese Generation sieht Tabak und Alkohol oft kritisch und betrachtet Cannabis als eine harmlosere Alternative. Aktuell zeigen sich aber die Grenzen dieses Wachstums-Trends, denn der Markt ist zunehmend gesättigt. Cannabis-Unternehmer setzen ihre Hoffnungen daher auf eine Legalisierung von Cannabis in der EU nach dem Vorbild Kanadas und der USA. Aus der Politik kommen mittlerweile zahlreiche Signale, die auf eine bevorstehende Legalisierung hindeuten. Allerdings dürfte diese Entwicklung noch einige Jahre dauern. Angehende Cannabis-Unternehmer haben also noch Zeit, sich vorzubereiten.

Gegenwind aus der Politik?

Allerdings ist die Politik auch ein Risikofaktor für das Cannabis-Geschäft, der nicht unterschätzt werden sollte. Das bewies erst kürzlich das Tauziehen um die Einstufung von CBD als Lebensmittel. Die EU-Kommission hatte 2020 darüber nachgedacht, den Stoff als Betäubungsmittel einzustufen. Erst eine Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs im November des letzten Jahres sorgte für einen Kurswechsel. Dennoch möchte die Bundesregierung den Online-Handel mit CBD offensichtlich ausbremsen. So bezweifelt das Bundesamt für Verbraucherschutz auf seiner Webseite, dass CBD-Produkte in Deutschland verkehrsfähig sind. Für Verbraucher ist das zunächst kein Grund zur Beunruhigung. Wer in Deutschland CBD-Produkte verkauft, geht damit aber ein rechtliches Risiko ein. Auch wenn die Legalisierung von Cannabis einmal Realität werden sollte, ist das noch kein Freibrief für den Online-Handel. Denn es ist durchaus möglich, dass der Verkauf auf stationäre Geschäfte mit einer besonderen Lizenz beschränkt wird.

Alles in allem hat der Cannabis-eCommerce zwar weiterhin großes Potential. Die Zukunft der Branche ist allerdings unklar. Die Nachfrage für Cannabis-Produkte aus dem Internet ist eindeutig gegeben. Fraglich ist allerdings, in welcher Form der Gesetzgeber künftig eingreifen wird. Mit diesem Zukunftsrisiko wird die Branche wohl auf absehbare Zeit leben müssen.

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