HomeAllgemein

Das bringt WhatsApp Business für Shopbetreiber im E-Commerce

Das bringt WhatsApp Business für Shopbetreiber im E-Commerce
Like Tweet Pin it Share Share Email

Es verdichten sich die Anzeichen, dass die Business-App von WhatsApp recht bald auch in Deutschland verfügbar sein wird. Bislang ist die Business-Variante des beliebten Messengers nur in Großbritannien, Italien, Mexiko, USA und Indonesien freigeschaltet. Schon wegen der enormen Verbreitung und damit Reichweite von WhatsApp stellt sich auch die Frage, wie Online-Händler die Business-Version des Messengers nutzen können. Mehr als eine Milliarde Menschen weltweit haben die App mit dem grün unterlegten Telefonhörer auf ihrem Smartphone installiert. In Deutschland nutzen rund 35 Millionen Menschen diesen Dienst, was einem Marktanteil von knapp 70 Prozent unter den reinen Messenger-Diensten entspricht. Alternativen wie Snapchat oder Threema kommen als nächste Verfolger hierzulande jeweils nur auf rund fünf Prozent. Und wie man Whatsapp, Facebook & Co. ansonsten noch gezielt im Ecommerce einsetzen kann, haben wir in einer der letzten Podcast-Episoden ausführlich thematisiert.

Was ist anders bei WhatsApp Business?

Das Wichtigste vorab: Die WhatsApp-Business-App, die bislang nur für Android existiert, richtet sich hauptsächlich an kleine Unternehmen und ist kostenlos. In der Business App können Nutzer ein Profil ihres Unternehmens anlegen und Kontaktinformationen – also quasi eine kleine Homepage – hinterlegen. Auch so genannte „quick replies“ mit Antworten auf häufig gestellte Fragen können eingerichtet werden. Für die normalen WhatsApp-Nutzer ändert sich nichts. Diese erkennen Business-Accounts daran, dass sie als solche markiert sind, und können von diesen auch nur dann kontaktiert werden, wenn sie dem Unternehmen hinter dem Business-Account vorab ihre Mobiltelefonnummer gegeben haben.

Mit der Business-Funktion holt WhatsApp die gewerbliche Nutzung des Messengers aus einer rechtlichen Grauzone. Zwar wurde und wird WhatsApp von einigen Pionieren wie zum Beispiel Outfittery schon länger für die Kundenkommunikation genutzt, jedoch musste diese zwingend immer vom Kunden ausgehen. Der unaufgeforderte Versand von Nachrichten an Kunden widersprach den AGB und tut dies im privaten Bereich des Dienstes auch weiterhin. In der Business-Variante sind so genannte Gruß-Messages erlaubt, wenn der Empfänger sich wie beschrieben mit der Hinterlegung seiner Telefonnummer wie beschrieben damit einverstanden erklärt hat. Die App verfügt dann auch über Statistik-Funktionen, die zeigen, wie viele der versandten Nachrichten geöffnet worden sind.

WhatsApp ist schnell, einfach, verbreitet, vertraut und mobil

WhatsApp bietet eine ganze Reihe von Eigenschaften, die den Einsatz des Messengers im E-Commerce höchst attraktiv machen. Der Dienst ist schnell, unkompliziert, mobil verfügbar, hat eine große Reichweite und die Kunden sind mit den Funktionen des Kommunikationskanals bestens vertraut. Zugegeben, die klassischen Kanäle wie Callcenter, Email oder Chat bieten jeder für sich den einen oder anderen dieser Vorteile auch. Aber die Kombination aller Vorzüge ist bei einem Messenger wie WhatsApp schon einmalig.

Beantworten Sie einmal für sich die folgende Frage: Würden Sie unterwegs beim Mobile Shopping lieber mit Ihrem Smartphone das Callcenter eines Online-Händlers anrufen und sich in der Warteschleife vergnügen oder per WhatsApp eine Nachricht mit Ihrer Frage schicken und entspannt auf die Antwort warten wollen?

Einfache Einbindung von Bildern (nicht nur) für Curated Shopping

Weltweit werden via WhatsApp täglich mehr als 1,6 Milliarden Fotos verschickt. Was sagt uns das? Ganz einfach: Die Leute wissen, wie es geht. Die einfache und schnelle Integration von Bildern in die Kommunikation ermöglicht eine Kundenberatung nicht nur auf verbaler, sondern auch auf visueller Basis. Ein Beispiel: Ein Kunde sendet per Textnachricht plus Bild “Ich brauche eine Krawatte, die zu diesem Hemd und Sakko passt”. Der Händler schickt Bilder zweier passender Modelle nebst Produktinformation inklusive Preis und jeweils den Link zum Artikel im Shop, den der Kunde nur noch anklicken muss. Fertig. 

Potenzielle Minuspunkte: Hohe Erwartungshaltung und Facebook-Nähe

Wer seinen Kunden die Kommunikation per Messenger anbietet, weckt automatisch die Erwartung nach sehr schneller Beantwortung von Anfragen. Speed gehört irgendwie zur DANN von Messengern. Rapid response muss allerdings keineswegs 24/7 gewährleistet sein. Aber in einem definierten Zeitfenster – zum Beispiel von Montag bis Freitag von 09 – 19 Uhr – muss das schon einigermaßen zeitnah gewährleistet sein. Jeder Shopbetreiber, der den Einsatz von WhatsApp im E-commerce erwägt, sollte sich also darüber im Klaren sein, ob er die Erwartungshaltung der Kunden mit seinen personellen Ressourcen erfüllen kann und will oder eben nicht.

Auch die Zugehörigkeit von WhatsApp zum Facebook-Imperium könnte kritische Online-Shopper durchaus davon abschrecken, den Messenger im Rahmen ihrer Shoppingaktivitäten zu nutzen. Zwar positioniert sich der Messenger nach wie vor als eigenständiges Unternehmen. Jedoch ist das Vertrauen in die Datentreue der Facebook-Gruppe bei vielen Usern äußerst begrenzt.

VN:F [1.9.22_1171]
Rating: 5.0/5 (2 votes cast)
Das bringt WhatsApp Business für Shopbetreiber im E-Commerce, 5.0 out of 5 based on 2 ratings

Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen