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Das Plattformgeschäft greift auch in der Nische immer mehr

Das Plattformgeschäft greift auch in der Nische immer mehr
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Ein gutes Beispiel für Disruption im Bereich Gastronomiebedarf ist Manfreddo. Das Unternehmen bietet im eigenen Online-Shop Gastronomiebedarf für Gastronomie, Hotellerie und Großversorger, also im B2B-Segment, was immer noch größtenteils offline getrieben ist.

Warum sich häufig Nischen im B2B noch schwer tuen?

Viele kleinere B2B-Segmente tun sich verdammt schwer, wenn es um den Online-Handel geht. Häufig bedingt durch ein People-Business, wo der Außendienst von Restaurant und Hotel fährt und deine Waren im Direktgeschäft abverkauft.

Zalando & Co. als Vorbild

Zalando, eBay, Amazon oder Otto machen es im B2B-Segment vor. Neben dem eigenen Online-Shop werden Plattformen oder Marktplätze immer interessanter und lukrativer. Die Vorteile liegen auf der Hand.

Eine digitale Plattform verknüpft zwei oder mehr unterschiedliche Player bzw. Gruppen eines Marktes, wobei die die jeweiligen Player/Gruppen von der Größe und der Angebotsvielfalt gegenseitig profitieren können. Typisch für digitale Plattformmärkte ist die zum Teil recht hohe Skalierbarkeit und Reichweite.

Für das B2B-Kundensegmet oder das zuvor genannte Beispiel ist Manfreddo durch den Plattformgedanken im Stande, ein größeres Produktportfolio anzubieten und sich so weniger austauschbar zu machen. Die große Produktvielfalt und Möglichkeit, ein auf ein breites Produktsortiment, bei einem Akteur zurückzugreifen ist nicht nur preislich attraktiv. Auch darüber hinaus angebotene Dienstleistungen und Hilfestellungen können direkt genutzt werden.

Prozessoptimierung bringt weitere Kostenvorteile

Auch intern kann es sinnvoll sein, sich auf wenige Akteure beim Einkauf der Waren zu fokussieren.Ein Szenario, was sich überall im Unternehmen bzw. in den meisten Branchen widerspiegelt: Kosteneinsparungen durch mehr Fokussierung. Das Online-Buchungssystem kann je nach vorhandenen Schnittstelle und Umsatzgröße individuell auf die eigenen Prozesse abgebildet werden, beispielsweise durch Schnittstellen für das eigene Warenwirtschaftssystem.

Offline-Handel sehr fragmentiert

Aufgrund der zum Teil großen Transportwege und recht dezentral angesiedelten Großhändlerstrukturen, ist ein Zentralisierungsprozess von Vorteil. Denn meist gilt es im Alpenland viele kleine Betriebe zu versorgen. Durch die fortschrittliche Versand- und Logistikindustrie können immer besser auch online Lebensmittel oder für die Gastronomie wichtige Waren auf schnellem und direktem Wege versendet und geliefert werden.

Die Plattformökonomie im Gastrohandel

Der Gastrobereich ist einer der Branchen, die lange Zeit offline getrieben waren und so Disruption sukzessive erst voranschreitet. Die Vorteile liegen für die Akteure auf der Hand.

Konkret auf unser Beispiel zurückzukommen, kann Manfreddo vielen kleineren Unternehmen ein Online-Geschäft bieten, was alleine nur sehr schwer technisch als auch finanziell umsetzbar wäre. Gleichzeitig wird der Kunde durch die sukzessive Nutzung vieler regionaler Unternehmen eine größere Vielfalt erlangen. Eine Win-Win-Situation für alle Beteiligten. Gerade in stark frequentierten Märkten, wo viele kleinere Akteure agieren, kann ein Plattformgeschäft durchaus sinnvoll sein.

Fazit

Der Online-Handel im B2B-Segment nimmt immer mehr Fahrt auf. Insbesondere auch in den Branchen, die bis vor kurzem doch sehr offline-getrieben waren und bei denen man sich ein Online-Business nur schwer vorstellen konnte. Die Möglichkeit im B2B-Bereich Bestellprozesse zu vereinfachen und echte Skaleneffekte zu erzielen, ist spannend und sinnvoll. Mit dem richtigen Mix aus Online-Shop und Marktplatz kann man sein Geschäft zudem weiter diversifizieren und verschiedene Standbeine aufbauen. Und insbesondere auch in kleineren Ländern wie Österreich, wo viele Gastronomie- und Hotelbetriebe in kleinen Dörfern ihr Geschäft betreiben, bietet sich ein zentraler Marktplatz bzw. eine zentrale Bezugsquelle an, um die Lieferprozesse auf der einen Seite zu optimieren und auf der anderen Seite mögliche Kostenvorteile ins Unternehmen fließen zu lassen.

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