Die Jagd im E-Commerce nach Gutscheinen scheint immer schlimmer zu werden. Ein Grund dafür sind Online-Händler selbst. Viele Händler im E-Commerce versuchen Kaufabbrecher mit Gutscheinen zu ködern und zurückzugewinnen.
Eine Frage der Zeit bis sich ein solches Vorgehen herumgesprochen hat. Laut einer aktuellen Studie von Connexity hat jeder vierte Kunde bereits einmal seinen Kauf abgeschlossen, um abzuwarten, ob mit Rabatten oder Gutscheinen versucht wird, den Kauf doch noch zu tätigen.
Ganz besonders hoch im Kurs sind zudem der Gratisversand bzw. der Mindestbestellwert (45 Prozent). Jeder dritte Kunde erhofft sich einen Nachlass.
Händler müssen im Kampf um Gutscheine umdenken
Für den Händler sind Gutscheine sicherlich eine gute Marketingmaßnahme. Das Thema Affiliate-Marketing und Gutscheine hängt hier sehr eng beisammen. Und jeder eingelöste Gutschein ist für einen Händler bares Geld. Damit das Thema Gutscheine zumindest ein wenig eingedämmt wird und auch andere Marketingmaßnahmen wie Re-Targeting weiterhin effizient eingesetzt werden können, ist ein Umdenkungsprozess notwendig.
Oftmals werden in den Re-Targeting-Reglen feste Gutscheine oder Gratisversand hinterlegt. Und sollte ein Nutzer den Kauf abgebrochen und im Netz mit Hilfe des Re-Targetings wiedergefunden worden sein, versuchen die meisten Kunden direkt mit knallharten Rabatten oder kostenlosem Versand den Kunden doch noch zum Kauf anzuregen.
Online-Händler tuen gut daran, die Höhe der Rabatte zu testen. Denn eingereichte Gutscheine sind bares Geld für den Konsumenten und fehlender Umsatz beim Shopbetreiber. Eine Testmöglichkeit ist zum Beispiel das Spielen mit Rabatten für den Versand. Weshalb immer gleich gratis den Versand anbieten, wenn die meisten Kunden vielleicht schon mit Rabatten zufrieden wären.
Im Hinblick auf das Gutscheinmarketing sind auch die 6-7 Touchpoints, die ein Kunde berührt, bevor er etwas kauft, zu berücksichtigen. Das Thema ist heiß und insbesondere steckt eine Menge Einsparpotenzial und potenzieller Umsatz in dem Thema.
Aus diesem Grund sollte man nicht den Fehler machen und nur im Re-Targeting, wie exemplarisch hier gewählt, nach optimierungspotenzial zu suchen. Wer mit einer Affiliate-Agentur arbeitet, sollte sich mit dieser zusammensetzen und entsprechende Tests besprechen und den Deckungsbeitrag optimieren.
Was sollte man beachten:
- Gutscheinmarketing prüfen und Tests durchführen, um künftig effizienter agieren zu können.
- Alle Marketing-Kanäle sollten daraufhin durchleuchtet werden. Denn oftmals zieht sich das Thema Gutscheinmarketing bis zu den eigenen Newsletter hin und somit sind verschiedene Kanäle entsprechen zu durchleuchten und optimieren.
- Rabatte reduzieren und analysieren, wie sich der Umsatz ggfs. in dem jeweiligen Kanal verändert hat
- Rabatte auf Versandkosten anstelle direktes kostenloses Versandangebot
- Testen, Test, optimieren
Das Thema ist jedenfalls höchst spannend und birgt eine Menge Einsparpotenzial.