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Die Security-Branche wird immer digitaler

Die Security-Branche wird immer digitaler
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Technologische Innovationen schreiten in einem schnellen Tempo voran. Lösungen zu Blockchain, Cloud oder Smart Cities sind auch in der Sicherheitsbranche ein Thema, zu denen es noch viele offene Fragen gibt. Auch vorhandene Technologien stehen vor unvorhersehbaren Entwicklungen, was Anbieter von Sicherheitsprodukten vor große Herausforderungen stellt. Dieser Ratgeber informiert über die großen digitalen Trends in der Sicherheitsbranche.

Die Übergänge von Verbraucheranwendungen zu Geschäftsanwendungen sind fließend und von ständigen Innovationen getrieben. Hersteller von IT-Sicherheitsprodukten stehen vor der Aufgabe, diese Innovationen zu erkennen und den Nutzen für Kunden sowie das Unternehmen selbst, zu bewerten. Einige dieser aktuellen Technologietrends mit Auswirkung auf die Sicherheitsbranche werden in den kommenden Abschnitten vorgestellt. Die Möglichkeiten die das Internet of Things (IoT), Cloud Computing und Augmented Reality bieten, haben die Unternehmen der Branche erkannt. Die Digitalisierung bietet ihnen die Möglichkeit, Alarmsysteme für unterschiedliche Anwendungen ihren Kunden immer unkomplizierter und günstiger anzubieten.

Edge-Verarbeitung

Cloud Computing und das IoT sind zwei der großen Trends, die sich in den letzten Jahren entwickelt haben. Beide sind für Unternehmen und Endverbraucher mit neuartigen Vorteilen verbunden, jedoch nicht ohne Folgen: Der enorme Anstieg an Datenmengen muss auch gehandelt werden. Voraussetzung ist zudem eine hohe Bandbreite, um überhaupt die vielen Daten von vernetzten Geräten zur Verarbeitung und Speicherung an ein Rechenzentrum übertragen zu können. Edge-Computing bietet den Vorteil, dass dieser Bandbreitenbedarf reduziert wird, indem die Datenverarbeitung in der Nähe der der Datenquelle am Rand des Netzwerks (“Edge”) erfolgt.

Geräte am Rand eines Netzwerkes wie Kameras, Audiogeräte oder Sensoren werden immer komplexer. Auch aus diesem Grund ist es erforderlich, dass die Technologien Cloud Computing und Edge Computing in Einklang gebracht werden, damit zuverlässige Daten geliefert werden können. Informationen über ein Alarmierungssystem für unterschiedliche Anwendungen sind hier verfügbar.

Cloud-to-Cloud

Bei Cloud-Computing werden Daten außerhalb des Gerätes verarbeitet und gespeichert. Dieser Trend wird IT-Infrastrukturen zunehmend prägen und Vor-Ort-Lösungen irgendwann ersetzen.

Durch eine Integration von Cloud-Diensten sind bei den internen IT-Diensten erhebliche Einsparungen möglich. Eine synchronisierte Nutzung der Dienste mehrerer Cloud-Anbieter mittels umfangreicher Service-Schnittstellen (Rich Service API) unterstützt eine schnellere Marktreife und Aufwärtsskalierung.

Machine Learning und Deep Learning

Deep Learning sowie Machine Learning machen komplexer werdende Algorithmen und riesige Datenmengen in Kombination mit einer entsprechenden Rechenleistung nutzbar. In der Sicherheitsbranche sind dann autonome Systeme beispielsweise mit Bildinterpretation und Entscheidungshilfen möglich. Individuelles Tracking sowie Videobewegungs- und Gesichtserkennung können mit Deep-Learning-Anwendungen verbessert werden. Weiterentwicklungen im Bereich Predictive Analytics können zur Verhinderung von terroristischen Angriffen, Unfällen und anderen Vorfällen herangezogen werden.

Herausforderung Datenschutz

Höchst personalisierte Dienstleistungen, die durch technologische Innovationen ermöglicht werden, sind mit großen Bedenken hinsichtlich des Datenschutzes verbunden. Die europäische Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) regelt den Schutz personenbezogener Daten – eine künftige Mammutaufgabe für Unternehmen und Organisationen, auch wenn bei diesem komplexen Thema noch viel Unklarheit und Klärungsbedarf besteht.

Cybersecurity – Sicherheit im Netz

Das Thema Cybersecurity wird mit der zunehmenden Digitalisierung insbesondere für Unternehmen immer wichtiger. Cyberkriminelle schaffen es immer wieder, Lücken und Schwachstellen in IT-Infrastrukturen für sich auszunutzen und Systeme lahmzulegen oder Daten abzufangen. Innovationen und Weiterentwicklungen im Bereich Cybersecurity sind daher gefragt wie noch nie.

Durch die stärkere Vernetzung sind Nutzer verwundbarer für Cyberangriffe geworden. Unternehmen müssen ihre Systeme vor illegalen Zugriffen schützen und auch entsprechende Notfallpläne entwickeln. Dabei ist proaktives Handeln gefordert etwa bei der rechtzeitigen Installation von Updates und Patches oder auch der Durchführung von sogenannten Penetrationstests. Firmware- und Software, die nicht auf Stand gehalten werden, bieten Hackern ideale Voraussetzungen, um Fehler in Codes oder andere Sicherheitslücken auszunutzen.

Verbundene Geräte im IoT

Für das Internet of Things (IoT) wird eine skalierbare Architektur zum Sammeln und Analysieren von Daten benötigt. Zudem müssen verbundene Geräte entsprechend verwaltet werden. Mit IoT-Plattformen können die Dienste von verschiedenen Anbietern gleichzeitig genutzt werden, um ein integriertes Gesamtsystem zu entwickeln. Für den Informationsaustausch zwischen den einzelnen Geräten und Systemen dienen internationale Standard-Protokolle.

Völlig neue Möglichkeiten durch Blockchain-Lösungen

Blockchain kann weitaus mehr als Bitcoin. Doch das innovative Prinzip der Blockchain wurde mit der Kryptowährung Bitcoin ins Leben gerufen. Dieses weltweite und dezentrale Zahlungssystem basiert auf Blockchain, wodurch Transaktionen in einer verifizierbaren und dauerhaft-nachweisbaren Form aufgezeichnet werden können. So wird eine Authentifizierung von allem was einen Wert zugeschrieben bekommt ermöglicht. Der große Trend im Bereich Blockchain wird in den nächsten Jahren zeigen, wie die einzelnen Branchen diese Technologie in verschiedenen Bereichen anwenden können.

In der Sicherheitsbranche könnte die Blockchain-Technologie für die Authentifizierung verschiedener Vorgänge sorgen. Auch eine Verifizierung von Videoinhalten im öffentlichen Bereich oder von Mobiltelefonen könnte zukünftig für forensische und strafrechtliche Ermittlungen über Blockchain erfolgen. Darüber hinaus könnten Geräte verifiziert werden, die an ein Kameranetzwerk angebunden sind.

Einsatz von nichtvisuellen Sensoren

Nichtvisuelle Sensoren schaffen eine mehrdimensionale Ansicht bei einer großen Menge an Daten, wodurch ein schneller Überblick und damit eine bessere Einschätzung von Situationen erlangt werden kann. So kann effektiver auf echte Alarmmeldungen reagiert und Fehlalarme vermieden werden.

Bei der relativ weit entwickelten Wärmetechnologie kommen nichtvisuelle Sensoren zum Einsatz. Hingegen besteht bei rein auf Video basierten Lösungen noch Entwicklungsbedarf, was die Genauigkeit der Erfassung von Geräuschen wie Stimmen betrifft.

Augmented Reality

Virtuelle Assistenten im Bereich Augmented Reality (AR) sind schon jetzt in der Lage, Menschen im Alltag oder im Beruf, zum Beispiel in der Montage oder Logistik, zu helfen. AR kommt zudem beim Militär und in der Luft- und Raumfahrt zum Einsatz. Auch in den verschiedenen Branchen der Wirtschaft wird das Potenzial dieser Technologie bereits erkannt und vereinzelt genutzt unter anderem auf mobilen Geräten und mit verschiedenen Wearables.

Einen großen Nutzen bietet der Einsatz von AR in der Industrie etwa bei der Inbetriebnahme und Wartung von Maschinen und Anlagen. Visuelle Anweisungen und Informationen können Techniker bei ihrer Arbeit unterstützen. So lassen sich Fehler reduzieren und effizientere Prozesse gestalten.

In der Sicherheitstechnik kann AR in Kombination mit nichtvisuellen Sensoren und Datenanalysen einsetzt werden, um visuelle Informationen aufzubereiten und dem Anwender mehrere Perspektiven zu bieten, beispielsweise indem Daten aus mehreren Quellen in einer einzigen Ansicht kombiniert werden.

Vernetzung in der Smart City

Der Trend beim Städtebau geht in Richtung Smart City. Dabei werden vermehrt Sensoren für eine sichere Umgebung genutzt. In einer Smart City sollen die verschiedenen städtischen Bereich nicht mehr getrennt betrachtet werden, sondern durch Intelligente Vernetzungen effizient verwaltet werden. So werden auch neue Möglichkeiten geschaffen, um den Verkehr zur Vermeidung von Staus zu leiten oder Krisen zu bewältigen.

Gerade bei der Verwaltung der Infrastrukturen, bürokraitschen Vorgängen bei verschiedenen Behörden oder auch Krankenhäusern besteht viel Potenzial, das mit neuen Technologien ausgeschöpft werden kann. Eine “smarte” Stadt sollte zudem auch Daten für diverse Dienste und Einrichtungen den Bürgern verfügbar und nutzbar machen.

Foto von flyalone@stock.adobe.com 

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