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E-Commerce: Rabatte wichtiger als Liefertreue

E-Commerce: Rabatte wichtiger als Liefertreue
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Laut einer aktuellen Studie von GT Nexus sind Rabatt für die meisten Kunden wichtiger als die pünktliche Lieferung der Waren.

Wie aus der Studie zudem hervor geht, haben einige Online-Shopper bereits schlechte Erfahrungen mit verzögerten Lieferzeiten gemacht. So gaben 65% der Kunden, einmal (27%) oder mehrmals (38%) schlechte Erfahrungen mit dem Thema Lieferverzögerung gemacht zu haben. Ein sehr schlechtes Zeugnis für Online-Shops und deren Zuliefer-Partner. Die Erwartungen in Sachen Liefertreue ist insbesondere in Deutschland sehr hoch. 74% der Befragten erwarten bei Online-Einkäufen eine Lieferzeit innerhalb von 2 Tagen (33%) oder 3 Tagen (41%). Interessant ist jedoch, das ein Großteil der Kunden jedoch bereit wäre, eine verspätete Lieferung für einen Rabatt von 10% des Kaufpreises in Kauf zu nehmen.

Dynamische Rabattierungn als Erfolgsfaktor im E-Commerce

Neben den vielen anderen Erfolgsfaktoren wäre also laut dieser Studie die dynamische Rabattierung ein weiterer wichtiger Erfolgsfaktor im E-Commerce. Ein entsprechender Service würde aber völlig neue Herausforderungen an den Handel stellen. Der gesamte Zahlungs- und Warenprozess müsste dynamisiert werden und im Grunde angepasst werden. Denn sollte sich eine Produktanlieferung verzögern, könnten dem Kunden nachträglich noch 10 Prozent auf den Warenbetrag abgezogen oder gutgeschrieben werden. Egal wie, ein solcher Service bedeutet letztlich Mehraufwand, scheint aber den Deutschen Online-Shoppern durchaus wichtig zu sein.

„Ohne Echtzeit-Transparenz der verfügbaren Bestände in den verschiedenen Kanälen, kann der Handel nicht flexibel genug auf so eine Situation reagieren“, sagt Esther Lutz Marketing Vice President der GT Nexus Europe GmbH in Hamburg. „Händler die über Systeme verfügen, die dynamisch Liefertermine und Rabattierung kombinieren können sind hier klar im Vorteil.“

Social Commerce noch nicht relevant

Wie in der Studie ebenfalls untersucht wurde, spielen die Vertriebskanäle “Social Networks” noch keine wirkliche Rolle. Zwar kaufen in Deutschland immer mehr Menschen (65%) online ein. Social Commerce wird aber lediglich von zwei Prozent der Deutschen genutzt. Auch in anderen Ländern, wie beispielsweise der USA ist dieser Wert mit vier Prozent ebenfalls noch sehr gering und somit die nächste Herausforderung für Mark Zuckerberg, sein Social Network weiter zu monetarisieren.

 „Unsere Studie hat eindeutig ergeben, dass die erheblichen Investitionen, die in jüngster Zeit in den Vertriebskanal Soziale Netzwerke geflossen sind, sich mit den derzeit noch geringen Umsätzen dort nicht rechtfertigen lassen. Die Kunden scheinen viel größeren Wert zu legen auf verlässliche, aber gerne auch flexible Abwicklung ihrer Einkäufe und Bestellungen in den etablierten Kanälen. Einige Händler beginnen deshalb gerade damit, mehr in Back-End-Systeme zu investieren, die eine dynamischere Bestandsallokation ermöglichen.“

Trotz der Studienergebnisse sollte man als E-Commerce Unternehmen jetzt nicht den Fehler machen, seine Social Media Aktivitäten zu reduzieren oder gar einzustellen. Social Media hat ganz andere Vorteile, die sich auch indirekt auf den Umsatz auswirken können.

Produktherkunft und Showrooming Trends im E-Commerce

Wie aus der Studie ebenfalls hervor ging, ist das Thema Produktherklunft. Das bedeutet, Kunden schauen immer häufiger beim Online-Kauf auch darauf, aus welchem Land die Produkte stammen. Denn immerhin achten ganze 89% der Befragten beim Einkauf auf den Ursprungsort im Etikett. 9% der Befragten gaben an, nie das Etikett zu prüfen. Die jüngsten Schlagzeilen über schlechte Arbeitsbedingungen in einigen Herkunftsländern haben sicherlich die Sensibilität der Verbraucher für dieses Thema erhöht.

„Vor diesem Hintergrund investieren derzeit viele unserer Kunden aus dem Textilhandel verstärkt in Systeme, die eine komplette Zurückverfolgbarkeit der angebotenen Waren ermöglichen“, so Esther Lutz.

Ein weiterer Trend, auf den wir auch ausführlicher bereits ein dem ein oder anderen Artikel oder unserer E-Commerce Podcast Ausgabe Nr. 3 eingegangen sind, ist das Thema Showrooming. In den USA, UK oder Frankreich schon wesentlich weiter, sehen viele Exüperten das Thema Showrooming auch bei uns in Deutschland für einen der kommenden Trends. Insbesondere Kundenbindung, Multi-Channel und Transparenz sind hier wichtige Stichpunkte in diesem Zusammenhang.

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