Ein moderner Onlineshop allein reicht für erfolgreichen B2B-E-Commerce längst nicht mehr aus. Damit Bestellungen, Rechnungen, Lieferinformationen und Produktdaten zuverlässig zwischen Händlern, Lieferanten und Geschäftskunden ausgetauscht werden können, braucht es eine leistungsfähige Datenintegration. Genau hier setzt der EDI DAY 2026 an.
Am 11. September 2026 treffen sich in Höhr-Grenzhausen bei Koblenz sowie online Fachleute aus den Bereichen Electronic Data Interchange, B2B-Integration, ERP, Supply Chain und Digitalisierung. Die hybride Fachkonferenz von pörtner consulting zeigt, wie Unternehmen ihre bestehenden EDI-Landschaften modernisieren und für neue Anforderungen vorbereiten können.
Inhalt des Artikel
Der Erfolg eines Onlineshops entscheidet sich auch im Hintergrund
Für Kunden ist in erster Linie die sichtbare Oberfläche eines Onlineshops entscheidend. Produktinformationen, Verfügbarkeit, Preise, Bestellmöglichkeiten und Lieferzeiten müssen stimmen. Ob diese Informationen zuverlässig angezeigt und Bestellungen anschließend effizient verarbeitet werden, hängt jedoch von den dahinterliegenden Systemen ab.
Gerade im B2B-Handel müssen zahlreiche Anwendungen und Geschäftspartner miteinander kommunizieren. Dazu zählen beispielsweise:
- Onlineshops und Kundenportale
- ERP- und Warenwirtschaftssysteme
- Lieferanten und Logistikdienstleister
- Marktplätze und Vertriebspartner
- Finanzbuchhaltung und Rechnungseingang
- Produktdaten- und Bestandsverwaltung
Werden Informationen zwischen diesen Stellen noch manuell übertragen, entstehen schnell Verzögerungen, Fehler und hohe Prozesskosten. EDI ermöglicht dagegen den standardisierten und automatisierten Austausch von Geschäftsdokumenten.
Fünf Themen, die für den B2B-E-Commerce besonders wichtig sind
Der EDI DAY 2026 greift mehrere Entwicklungen auf, die den digitalen Handel in den kommenden Jahren prägen werden.
1. E-Rechnung und internationale Standards
Elektronische Rechnungen werden für Unternehmen zunehmend zum Standard. Gleichzeitig müssen unterschiedliche nationale und internationale Vorgaben berücksichtigt werden. Der EDI DAY beschäftigt sich deshalb mit Peppol und internationalen E-Invoicing-Standards.
Für Onlinehändler bedeutet dies: Rechnungsprozesse sollten nicht isoliert betrachtet werden. Sie müssen in die gesamte Systemlandschaft eingebunden und mit Bestellungen, Lieferungen, Zahlungsinformationen sowie Buchhaltungsprozessen verknüpft werden.
2. Modernisierung im Zuge von SAP S/4HANA
Viele Unternehmen nutzen eine SAP-S/4HANA-Transformation, um ihre Geschäftsprozesse und IT-Architekturen neu auszurichten. Bestehende EDI-Verbindungen müssen dabei überprüft, angepasst oder vollständig modernisiert werden.
Die Herausforderung besteht darin, laufende Geschäftsbeziehungen nicht zu beeinträchtigen und gleichzeitig eine flexible Grundlage für zukünftige Anforderungen zu schaffen. Auf dem EDI DAY werden Strategien zur Migration und Modernisierung bestehender EDI-Landschaften vorgestellt.
3. Schnelleres Onboarding neuer Geschäftspartner
Die Anbindung eines neuen Lieferanten, Kunden oder Vertriebspartners kann je nach vorhandener Systemlandschaft viel Zeit in Anspruch nehmen. Unterschiedliche Formate, Schnittstellen und Anforderungen machen das Partner-Onboarding häufig zu einem komplexen Projekt.
Automatisierte Prozesse sollen dabei helfen, neue Partner schneller in bestehende EDI-Netzwerke zu integrieren. Für wachsende B2B-Plattformen und Onlinehändler ist dies ein wichtiger Faktor: Je einfacher neue Partner angebunden werden können, desto schneller lassen sich Sortimente, Lieferketten und Vertriebskanäle erweitern.
4. Zusammenspiel von EDI, APIs und iPaaS
Klassische EDI-Verfahren werden nicht einfach durch APIs ersetzt. Vielmehr entstehen hybride Integrationsarchitekturen, in denen unterschiedliche Technologien zusammenarbeiten.
Während sich EDI besonders für den standardisierten Austausch von Geschäftsdokumenten eignet, ermöglichen APIs häufig einen direkten und flexiblen Zugriff auf bestimmte Daten oder Funktionen. Integration Platform as a Service, kurz iPaaS, kann verschiedene Systeme, Datenquellen und Schnittstellen innerhalb einer cloudbasierten Plattform zusammenführen.
Eine Paneldiskussion auf dem EDI DAY geht deshalb der Frage nach, welche Rollen EDI, APIs und Plattformlösungen künftig innerhalb der B2B-Integration übernehmen werden.
5. Künstliche Intelligenz in der Datenintegration
Auch Künstliche Intelligenz hält Einzug in EDI-Prozesse. Mögliche Anwendungsfelder sind das Mapping unterschiedlicher Datenformate, die Überwachung laufender Übertragungen und die Analyse von Fehlern.
KI kann Integrationsteams dabei unterstützen, Auffälligkeiten schneller zu erkennen und wiederkehrende Aufgaben zu automatisieren. Sie ersetzt jedoch keine durchdachte Integrationsstrategie. Unternehmen müssen zunächst klären, welche Prozesse automatisiert werden sollen und welche Datenqualität dafür erforderlich ist.
Für wen ist der EDI DAY interessant?
Die Veranstaltung richtet sich an EDI-Manager, Integrationsarchitekten, IT-Leiter, CIOs, ERP-Verantwortliche, Supply-Chain-Manager und Digitalisierungsverantwortliche. Auch für Entscheider aus dem B2B-E-Commerce ist die Konferenz interessant – insbesondere dann, wenn das eigene Geschäftsmodell von vielen Lieferanten, Vertriebspartnern oder automatisierten Transaktionen abhängt.
Neben Fachvorträgen und Praxisberichten bietet der EDI DAY die Möglichkeit, sich mit Lösungsanbietern, Plattformbetreibern und anderen Unternehmen auszutauschen. Dabei geht es nicht nur um einzelne Technologien, sondern um die Frage, wie sich digitale Geschäftsprozesse durchgängig und skalierbar gestalten lassen.
Termin und Teilnahme
Der EDI DAY 2026 findet am 11. September 2026 von 9:00 bis 17:00 Uhr statt. Veranstaltungsort ist das Hotel Silicium in Höhr-Grenzhausen bei Koblenz. Alternativ ist eine Online-Teilnahme möglich.
Die Teilnahme vor Ort kostet 379 Euro pro Person, die Online-Teilnahme 179 Euro pro Person. Die Preise verstehen sich jeweils zuzüglich Umsatzsteuer. Für mehrere Teilnehmer eines Unternehmens werden Sonderkonditionen angeboten.
Weitere Informationen zum Programm und zur Anmeldung gibt es unter:
https://www.poertner-consulting.de/edi-day/
Fazit
EDI ist kein reines IT-Thema. Ein zuverlässiger und automatisierter Datenaustausch beeinflusst unmittelbar, wie schnell Bestellungen verarbeitet, neue Partner angebunden und digitale Geschäftsmodelle skaliert werden können.
Der EDI DAY 2026 bietet Unternehmen die Gelegenheit, bestehende Integrationsstrukturen zu hinterfragen und sich über aktuelle Entwicklungen bei E-Rechnung, SAP S/4HANA, Peppol, APIs, iPaaS und Künstlicher Intelligenz zu informieren. Für B2B-Händler kann eine moderne Datenintegration damit zu einem entscheidenden Baustein für weiteres Wachstum werden.