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Employer Branding: So gelingt das Ködern fähiger Mitarbeiter

Employer Branding:  So gelingt das Ködern fähiger Mitarbeiter
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Im Online-Business sind gute Fachkräfte so gefragt wie nie. Besonders kleinere und mittelständische Unternehmen klagen über Schwierigkeiten, gute Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen zu finden und zu halten. Neben sozialen Netzwerken wird daher das Employer Branding als Wirtschaftsfaktor für Unternehmen im e-commerce-Bereich immer wichtiger.

Fachkräftemangel als bedeutender Wirtschaftsfaktor in der IT-Branche

Gute Fachkräfte sind rar im IT-Markt. Momentan sind laut einer Studie von Bitkom 13.000 Stellen im IT-Bereich mittelständischer Unternehmen unbesetzt. Insgesamt sind die Zahlen sogar noch gravierender: 39.000 IT-Experten fehlen deutschlandweit, davon 16.000 in der ITK-Branche und 23.000 in den anderen Branchen in Deutschland. Vor allem Software-Entwickler sind gefragt; 71 Prozent der offenen Stellen richten sich an diese Profession. Aber auch Anwendungsbetreuer, Administratoren und Qualitätsmanager werden händeringend gesucht.

Wer die Branche von innen kennt, weiß über noch mehr Schwierigkeiten als den Fachkräftemangel: Die Mobilität unter den Mitarbeitern eines IT-Unternehmens ist oft ungewöhnlich hoch, weil fähige Mitarbeiter auf dem Markt beliebt sind und oft abgeworben werden. Vor allem kleinere und mittelständische Unternehmen, die ihren Mitarbeitern nicht so viel bieten können, haben unter dieser Fachkräfteabwanderung zu leiden. Um dem entgegen zu wirken, etabliert sich immer mehr ein System aus den USA, das helfen soll, die Mitarbeiter an das Unternehmen zu binden.

„Employer Branding“ als Anwerbestrategie

„Employer Branding“ heißt diese aus dem Marketing entlehnte Strategie. Hinter dem Schlagwort steckt ein System, das den Arbeitgeber auf dem Arbeitsmarkt attraktiv aussehen lassen soll. Denn längst zählt für Fachkräfte nicht mehr nur das Gehalt. Stattdessen ist die „Cultural Fitness“ des Arbeitnehmers genauso wichtig: Unternehmen und Mitarbeiter müssen zusammen passen, und der Mitarbeiter muss sich mit seiner individuellen Work-Life-Balance im Unternehmen wohlfühlen können. Neben diesem Faktor sind die Aufstiegsperspektiven eines Unternehmens das wichtigste für die Mitarbeiterzufriedenheit.

Eine positive Arbeitgebermarke schaffen bedeutet, zufriedene Mitarbeiter zu haben und diese Zufriedenheit nach außen zu kommunizieren. So wirkt der Arbeitgeber glaubwürdig und attraktiv. Langfristig bedeutet dies, dass weniger Fachkräfte abwandern und dass sich die Qualität der Bewerber auf offene Stellen erhöht. Dabei können mehrere Strategien angewendet werden.

Mitarbeiterbindung auf mehreren Ebenen

Um die Mitarbeiterzufriedenheit zu erhöhen, können auf der Ebene der horizontalen Mitarbeiterbindung viele Maßnahmen ergriffen werden. Dem Mitarbeiter sollten viele Möglichkeiten angeboten werden, sich individuell in der Firma einzubringen. Er sollte die Freiheit haben, seine Kapazitäten voll zu entfalten und Vertrauen seitens des Arbeitgebers genießen können. Studien haben gezeigt, dass dies nicht nur zu Mitarbeiterzufriedenheit, sondern auch zu erhöhter Produktivität führt.

Auf der horizontalen Ebene der Mitarbeiterbindung sollten dem Mitarbeiter genug Perspektiven und Anreize geboten werden, dass er Aufstiegschancen sieht und nutzen kann. Wer in einem Unternehmen unterfordert ist, lässt sich eher abwerben als Mitarbeiter, die in ihrem Unternehmen einen höheren Posten ergattern wollen.

Positionierung nach außen: Attraktivität und Glaubwürdigkeit

Eine hohe Mitarbeiterzufriedenheit ist der wichtigste Faktor im Employer Branding. Denn besonders in der IT-Branche wird diese Zufriedenheit mündlich und über die sozialen Netzwerke kommuniziert. Fachkräfte, die mit dem Gedanken spielen, sich bei dem Unternehmen zu bewerben, gelangen an diese Information und sind motivierter für ihre Bewerbungen.

Neben dieser Zufriedenheit sollten Unternehmen ihre Stellenangebote gezielt schalten und attraktiv auskleiden. In sozialen Netzwerken wie Facebook oder google+ kann gezielt um Fachkräfte geworben werden. Aber auch etablierte und beliebte Jobbörsen wie Stepstone, die spezielle Seiten für IT-Fachkräfte wie Datenbankadministratoren oder SEO-Consultants haben, sollten nicht vernachlässigt werden. Eine Strategie, die sowohl konventionelle Jobbörsen als auch die sozialen Netzwerke bedient, bietet die größten Chancen, qualifizierte Fachkräfte für das eigene Unternehmen zu begeistern.

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