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Facebook Shops: Amazon hat einen neuen Herausforderer

Facebook Shops: Amazon hat einen neuen Herausforderer
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Vor zwei Monaten hat das soziale Netzwerk Facebook sein Shopsystem gestartet, bei dem auch deutsche Händler mitmachen. Aufgrund seiner Marktmacht könnte Facebook so zu einem wichtigen dritten Player neben Amazon und eBay werden. Der Eintritt der Kommunikationsplattform in den E-Commerce-Markt dürfte nicht nur Händler, sondern auch Anleger beflügeln.

Eigene Plattform fürs Online-Shopping

Mit Facebook Shops stellt der Konzern Händlern in Deutschland ein Tool zur Verfügung, mit dem sie Kunden auf Facebook sowie auf Instagram unkompliziert mit ihren Angeboten erreichen können. Für Online-Handelsriesen wie Amazon oder eBay wird Facebook so zu einem echten Konkurrenten, denn mit seinem technischen Know-how und seiner immensen Reichweite ist das Unternehmen von vornherein für diesen offensiven Schritt in den Onlinemarkt extrem gut aufgestellt.

Laut Unternehmensgründer Mark Zuckerberg wurde das Shop-Konzept ins Leben gerufen, um gerade kleineren Unternehmen in Zeiten der Corona-Pandemie zu helfen. Viele dieser Unternehmen gehörten durch das Schalten von Werbeanzeigen zu den wichtigsten Kunden des Netzwerks. Durch die Maßnahmen gegen die Pandemie stünden viele vor dem Aus und versuchten nun, online zu überleben. Mit dem Gedanken an sie im Hinterkopf sei die Umsetzung der Facebook Shops schnell vorangetrieben worden, so der Facebook-Chef.

Dabei wurde ein innovatives Feature des Shop-Angebots gleich mitentwickelt: Mit der Funktion „Live Shopping“ haben Händler die Möglichkeit, ihre Produkte mithilfe eines Videostreams anzubieten.

Das neue Facebook-Angebot nützt nicht nur den Händlern, sondern auch dem Konzern selbst: Es generiert Daten über das Shopping-Verhalten der Kunden, die für das Unternehmen bares Geld wert sind. Allerdings sollen nur der betreffende Händler, Facebook und die Kunden Zugriff auf diese Daten erhalten.

Tendenz steigend – bei Umsatz, Gewinn und Aktienkurs

Für das Social Network lohnt sich das neue Shop-System gleich auf mehrfache Weise: Zunächst werden die Händler wieder vermehrt Werbung bei Facebook schalten, und zusätzlich erhält der Konzern eine Gebühr von fünf Prozent pro Verkauf.

Das Umsatzpotenzial ist für die Shops dabei mehr als vielversprechend: Facebook verzeichnet auf all seinen Plattformen etwa drei Milliarden Nutzer pro Monat. Sollte das globale Netzwerk bis zum Jahr 2023 auch nur zwei Prozent des globalen E-Commerce-Umsatzes für sich gewinnen, winken ihm aus den Werbeeinnahmen und den Händlergebühren laut Daten von Analysten ungefähr sieben Milliarden US-Dollar Umsatz.

Solcherlei Aussichten tun auch der Facebook-Aktie gut: Stürzte der Kurs noch inmitten der Corona-Krise von 218 Dollar auf 145 Dollar ab, gewann er danach wieder stetig an Fahrt. Zu Beginn des Monats Juli lag er bei 227 Dollar. Die Aussichten auf weiteres finanzielles Wachstum aufgrund des Shop-Konzepts dürfte Anleger in aller Welt hellhörig werden lassen.

Wichtig für Neuanleger: Beratung und Know-how

Entwicklungen wie bei Facebook wecken bei vielen den Wunsch, in der Niedrigzinsphase erstmals auf Aktien und Fonds zu setzen. Wenn Finanzmarkt-Neulinge wegen des Launches von Facebook Shops Aktien des Social-Media-Riesen kaufen wollen, benötigen sie häufig Hilfe. Sparkassen, Banken, selbstständige Finanzberater und Finanzdienstleistungsunternehmen sind in so einem Fall potenzielle Ansprechpartner. Wer in Zeiten der Corona-Krise keinen persönlichen Termin wünscht, kann sich online per Videoberatung mit den Finanzexperten unterhalten.

Für eine erste Orientierung können Neuanleger aber auch die zahlreichen Info-Angebote auf den Webseiten von Banken und Finanzdienstleistern nutzen. So halten die Sparkassen viel Wissen rund um den Wertpapierkauf auf ihren Seiten bereit, ebenso wie die Deutsche Bank oder der Finanzdienstleister tecis. Dabei nutzt tecis beispielsweise nicht nur seine Website, sondern auch seine Social-Media-Kanäle. So finden Interessenten auf der Instagram-Seite von tecis vieles zu den Themen Investments, Vermögensaufbau und Altersvorsorge. Das Unternehmen hat seine Inhalte besonders auf die Bedürfnisse jüngerer Verbraucher abgestimmt.

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