Wer als Onlinehändler Adwords-Kampagen schaltet, sollte wissen, dass Google in den kommenden Wochen das neue System „Enhanced Campaigns“ sukzessive eingeführt wird. Da der Prozess voll automatisch erfolgt und teilweise auch Standardeinstellungen wie Gebote verändert werden, sollten alle Werbetreibende ein paar Dinge beachten.
Sollte eine Kampagne von Google automatisch umgestellt worden sein, findet man einen entsprechenden Vermerk im Migrationscenter. Wer nicht genau weiß, wie man in das Migrationscenter gelangt, sollte einfach auf Kampagnen gehen und dann in der linken Navigation auf das „Migrationscenter“ klicken. Danach sind die weiteren Schritte eigentlich selbsterklärend.
In dem aufgezeigten Beispiel (siehe Screenshot) sind bisher 33 Prozent der Kampagnen umgestellt worden. Wer Videokampagnen über Adwords fährt, muss einfach auf „Alle Videokampagnen“ im Migratonscenter klicken.
Damit es keine bösen Überraschungen bei der Umstellung der Google-Adwords-Kampagnen gibt, sollten vier Schritte umgesetzt und beachtet werden:
- Gebote für unterschiedlichen Kanäle
Bei der Umstellung auf das neue System, kann es passieren, dass die Werbekampagnen auf Desktop, Tablets und weiteren Mobilgeräten geschaltet werden. Wer beispielsweise nur Werbung auf Desktop-PCs schalten möchte, sollte die Einstellungen entsprechend ändern und überprüfen.
- Kampagnen zusammenführen
Sollten sie im Vorfeld unterschiedliche Kampagne in verschiedenen Kanälen eingebucht haben, führen sie die Kampagnen zusammen, sofern für die einzelnen Kampagnen gleiche Keywords verwendet werden.
- Display-Anzeigen überprüfen
Auch bei verwendeten Display-Anzeigen sollte man die Einstellungen überprüfen und schauen, ob alle zuvor ausgewählten Kanäle, Gebote und Targeting-Einstellungen noch stimmen.
- Erweiterte Kampagnen
Google empfiehlt die Funktionen des neuen Systems ordnungsgemäß zu nutzen. Dazu zählt beispielsweise die korrekte Verwaltung der Sitelinks. Diese können auf Anzeigengruppenebene oder einzelnd per Sitelink-Bericht verwaltet werden. Es besteht die Möglichkeit, Nachrichten für Mobilgeräte anzupassen. Ferner besteht die Möglichkeit Anruferweiterungen ebenfalls auf Anzeigengruppenebene zu verwalten und entsprechende Konversionberichte abzurufen. Wichtig in diesem Zusammenhang ist, dass man grundsätzlich für mobile Anzeigen spezielle Anzeigen erstellen sollte, damit die mobilen Nutzer effektiver erreicht werden. Achten Sie insbesondere auf die Gebotsangaben, schauen sie, ob Zeiteinstellungen so wie vorher waren und überprüfen sie geografische beziehungsweise sonstige Targeting-Einstellungen.
Grundsätzlich sollte man die Adwords-Kampagnen sehr genau nach der Umstellung noch mal kontrollieren. Die Anzeigenerweiterungen werden von Google bei der Kampagnenumstellung nicht separat berücksichtigt. Daher sollte man hier unbedingt tätig werden. Ansonsten wird Google die Umstellung bis zum 23. September automatisch vollziehen. Wer also auf der sicheren Seite sein will, sollte seine Adwords-Kampagnen sorgfältig prüfen und anpassen.
Ganz neu in diesem Zusammenhang ist die Möglichkeit auch Illustrationen in Adwords zu integrieren. Zwar befindet sich diese Funktionalität noch im Beta-Stadium, dennoch können die Suchanzeigen bereits heute um visuelle Elemente über die sogenannten „Extensions“ getestet werden.

der Größte Nachteil der Umstellung ist sicherlich, dass nun die Gebote auf Anzeigengruppen- Ebene nicht mehr bearbeitet werden können – im Vergleich zu eigenen Mobil- Kamapagnen. Für den Anfänger etwas leichter – für den Profi ziemlich ärgerlich…
Nun, es gibt sie bereits: Die bösen Überraschungen! Wie vom Google-Support-Team direkt zu erfahren ist, bestehen seit Wochen, insbesondere bei seit der Umstellung neu aufgesetzten Kampagnen, massive Probleme. Die neuen Kampagnen generieren keine Impressionen und damit auch keine Aufrufe. Auf Anfrage, konnte Google auch heute nicht sagen, wann sie das Problem gelöst haben werden.
Keine Impressions mehr? Wir haben eine Testkampagen reaktiviert. Läuft einwandfrei. Wie zeigt sich genau der Fehler?
vg
Thomas