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Ikea wächst online um über 30 Prozent, aber …

Ikea wächst online um über 30 Prozent, aber …
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Der Möbelmarkt ist kein einfaches Segment. Zu verstaubt scheinen die alteingesessenen Möbelketten. IKEA ist hier eine Ausnahme, auch wenn die Ergebnisse verglichen mit dem Gesamtumsatz immer noch recht dürftig ausfallen. In Deutschland macht IKEA einen Gesamtumsatz von 4,9 Mrd. EUR. Damit verlangsamt sich das Wachstum auf 2,4 Prozent (Vergleich Vorjahr: 7,2 Prozent).

Ikea selbst sieht das verlangsamte Wachstum in der vorgenommenen Preissenkung. Gleichzeitig gibt das Unternehmen an, dass der deutsche Kunde im Schnitt 92 EUR ausgibt.

IKEA wächst im Ecommerce um über 30 Prozent

Online hat IKEA bisher noch nicht so richtig. Zwar ist der Umsatz um über 30 Prozent auf 304 Mio. EUR angestiegen. Ein Plus von 30,7 Prozent im Vorjahr. Dennoch muss man den Anteil am Gesamtumsatz im Blick halten. Mit rund 7 Prozent fällt dieser immer noch sehr gering aus?

Ein Grund für das Umsatzwachstum ist sicherlich das größere Produktsortiment. Aktuell sollen rund 10.000 Produkte verfügbar sein, im vergangenen Jahr waren es nur 9.500. Für das kommende Jahr soll das Produktsortiment dann noch mal um 1.000 auf dann 11.000 Produkte im Online-Shop anwachsen

IKEA hat seinen Kunden zudem verstärkt die Möglichkeit gegeben, per Click & Collect die Waren online zu bestellen und im Geschäft dann abzuholen. In allen Filialen ist dies nun möglich. Wie IKEA selbst angibt, sind 77.000 Bestellungen so per Click & Collect im vergangenen Jahr abgewickelt worden, was einem Umsatz von 40 Mio. EUR ausmacht und einem Anteil von gut 13 Prozent am Gesamtonlineumsatz ausmacht.

Weitere Fakten zur IKEA Entwicklung

Insgesamt gab es 53 Möbelhäuser (Vorjahr: 50) im vergangenen Jahr alleine hier in Deutschland. Langfristig sieht man ein Potenzial von 70 Häusern für Deutschland. Konkret in der Überlegung ist, dass IKEA künftig näher an den Kunden heran will und darüber nachdenkt, IKEA Filialen näher an die Innenstädte zu platzieren.

In vielen Branchen bewegt sich der Onlineanteil bei 15-20 Prozent. Hier ist IKEA hierzulande noch recht weit weg.

IKEA will keine Online-Käufe
Sicherlich ein wenig provokant, aber aus Erfahrung kann ich sagen, dass IKEA den Ecommerce für den Nutzer nicht als Priorität 1 ansieht. Die Gründe könnten naheliegend sein. Der durchschnittliche Warenkorb oder vielmehr die Spontankäufe werden im lokalen Laden größer sein. Für unser Unternehmen haben wir 8 Bürostühle neu geordert. Bei einer Summe von rund 1.000 EUR, dann noch rund 150 EUR an Lieferkosten zu verlangen, ist einfach nicht mehr zeitgemäß. Amazon macht es hier vor. Die Usability hat mir persönlich auch nicht zugesagt. Viel zu lange musste ich schauen, welche Varianten es gibt. Teilweise konnten in den Produkttexten meine Fragen nicht vollumfänglich beantwortet werden. Eine Verkaufshotline direkt auf der Seite sichtbar einsehbar, war auf den ersten Blick nicht auszumachen. Mein Frust, ich erinnere mich noch sehr genau, war sehr groß. Dabei hat IKEA in vielerlei Hinsicht einen besonderen Vorteil. Anders als in der Möbelbranche leider immer noch üblich, sind die geringeren Lieferzeiten. Die meisten Produkte sind recht schnell verfügbar, auch, wenn 3 Wochen schon mal dauern kann. Mir persönlich fehlt einiges, damit ich mit größerer Freude bei IKEA online einkaufen gehe. Das Verkaufserlebnis, was IKEA eben offline bietet, kann online nicht geboten werden. Bei weitem aktuell nicht.

 

 

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Comments (2)

  • Na ja, wenn IKEA trotz dieser Unzulänglichkeiten 30 % schafft, ist das doch eine Haus-Nr. Wenn sie so weitermachen, dann sind ihre Läden fast nur noch Show-Rooms. Warum auch nicht? Wahrscheinlich bauen sie dann Ihre heutigen Verkaufsflächen teilweise in Eventflächen um.

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    • Ja, das Wachstum ist sehr gut, wobei im Vergleich recht mau zum Gesamtumsatz. Man hat viele Jahre das Ecommerce Geschäft nicht so richtig scheinbar gewollt. Fakt ist, dass die anderen Möbel Online-Händler aus der Rocket-Schmiede weniger Wachstum haben. unter 10 Prozent …

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