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Insider-Tipps zur Amazon SEO Optimierung aus der Praxis

Insider-Tipps zur Amazon SEO Optimierung aus der Praxis
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Wer als Händler auf Amazon aktiv ist, ist damit meist nicht alleine. Um auf der größten Produktsuchmaschine erfolgreich sein, sollte deshalb das Thema Amazon Produktlisting-Optimierung gaaaaaanz weit oben auf der Agenda stehen.

Jeder Algorithmus lässt sich beeinflussen bzw. anstoßen, genauso auch der Amazon Algorithmus „A9“. Um das eigene Produkt in den Suchergebnissen auf den vorderen Plätzen zu finden, führt also, genauso wie auf Google kein Weg an einer Amazon-Suchmaschinen-Optimierung vorbei. Doch wie funktioniert das genau? Das schauen wir uns in diesem Artikel an.

Was sind die wichtigsten Rankingfaktoren bei Amazon?

Der Wettstreit um einen Platz in den Top Suchergebnissen ist groß – wie kann man sich also entsprechend positionieren? Man muss man sich den Amazon Index wie eine große Lagerhalle vorstellen. Jedes Produkt darin benötigt eine eindeutige Identifikation.

Um Kunden glücklich zu machen, benötigt es die passenden und beschreibenden Attribute sowie die klare Auszeichnung von Varianten. Etwas mehr Freiraum bleibt bei der Produktbeschreibung, mit der man – sofern diese informativ und überzeugend gestaltet ist – einen deutlichen Mehrwert bieten kann.

Amazon zieht für die Aussteuerung der Suchergebnisse verschiedenste Faktoren in Betracht. Ziel ist es, diejenigen Produkte zu präsentieren, welche eine maximale Chance auf einen Kaufabschluss in Aussicht stellen. Das sind in der Regel jene Produkte mit wettbewerbsfähigen Preisen, Rabatten, einem guten Händlerprofil, soliden Bewertungen, ansprechenden Bildern und einer erfolgreichen Verkaufshistorie.

Auch Produktlistings unterliegen den Gesetzen der Kommunikationspsychologie: Wichtige Dinge werden einleitend genannt und durch weitere Argumente untermauert, um in Kombination mit Nutzer-Feedbacks und einer erfolgreichen Verkaufshistorie Vertrauen aufzubauen und das Produkt zu verkaufen.  Man sollte sich also sein Sortiment gut strukturieren und überlegen, welches Produkt mit welchem Fokus platziert werden soll, wie sich Produkte bündeln lassen und welche Angebote man zu bestimmten Anlässen / für spezifische Zielgruppen erstellen kann.

Produkt betiteln und die passende Amazon-Kategorie auswählen

Keywords sind praktisch das wichtigste Standbein bei der Suchmaschinenoptimierung. Die wenigsten gehen zu Amazon und geben gezielt einen Produktnamen in das Suchfeld ein. Nein, es wird nach Keywords gesucht, wie zum Beispiel “schwarzer Sportschuh” oder “Marketing Buch”.

Genau aus diesem Grund sollte man sich ganz genau überlegen, mit welchen Keywords man seine Produktseite füttert. Am besten versetzt man sich einfach in den potentiellen Kunden: Wonach würde dieser suchen?

Ein guter Titel gibt Auskunft über das Produkt und den zu erwartenden Mehrwert. Im Idealfall beinhaltet dieser die Marke, den Produkttitel und eventuelle Spezifikationen wie Mengen oder Farben sowie weitere relevante Keywords – Detailtipps gibt es direkt bei Amazon.

Versuchen Sie alle wichtigen Infos in den ersten 80-90 Zeichen unterzubringen, in einigen Darstellungsformen ist danach nämlich Schluss und auch die Aufmerksamkeit der User für das eigene Produkt ist kürzer, als man es sich als Verkäufer gerne wünschen würde. Generell stehen 200 Zeichen für den Titel zur Verfügung.

Wer ein Produkt am Markt positionieren möchte, sollte sich vorab überlegen, in welcher Kategorie dies bei Amazon passieren soll. Idealerweise befragt man 4-5 Personen dazu, in welche Kategorie Sie ein bestimmtes Produkt erwarten würden. Sollte die Wahl einmal auf die falsche Kategorie gefallen sein, kann man dies jederzeit in den Produkteinstellungen ändern. Idealerweise entscheidet man sich aber vorab für die richtige Kategorie, hier geht es zur Liste aller Amazon Kategorien.

Das Produkt im besten Licht präsentieren mit Bulletpoints und Bildern

Stellen Sie sich vor, Sie hätten 30 Sekunden, um die Vorteile Ihres Produktes einem potenziellen Käufer darzulegen. Was wären die Begriffe, die Sie unbedingt ins Feld führen möchten? Genau diese Begriffe sollten als Verkaufsargumente in den Bulletpoints genannt werden!

Beispiele dafür sind besondere Materialien, Trends, Haltbarkeit, Garantiebedingungen, einfache Bedienung / Installation, Sicherheitsfeatures und andere Qualitätsmerkmale. Eine gute Möglichkeit, hier an Informationen zu kommen, sind Rezensionen und Beschreibungen von ähnlichen Produkten. Darüber können Sie herausfinden, was die User überzeugt hat, das Produkt zu kaufen.

Hier die wichtigsten Tipps dazu:

  • GROßBUCHSTABEN: Großbuchstaben erregen Aufmerksamkeit und man sollte sie wie Überschriften in Zeitungen nutzen. Das bedeutet aber auch, nicht alles wahllos groß zu schreiben, sondern wichtige Aspekte heraus zu filtern, die es wert sind, in Großbuchstaben geschrieben zu werden.
  • Keywords: Auch in den Bulletpoints sollten Keywords benutzt werden, denn je mehr Keywords auf der Produktseite auftauchen, desto besser für das Ranking. Achten Sie aber darauf, diese natürlich in den Text einfließen zu lassen und nicht einfach nur aneinander zu reihen.
  • Spezialangebote: Die Leute lieben Spezialangebote. Nutzen Sie daher die Bulletpoints um beispielsweise für Rabattcodes oder “Zwei zum Preis von Einem” zu werben und damit den Profit mit wenigen Worten zu erhöhen.
  • Verkaufsargumente: Schreiben Sie nicht einfach wild drauf los, was das Produkt so besonders macht. Setzen Sie sich hin und überlegen Sie sich die wichtigsten Hauptverkaufsargumente, die das Produkt besser machen als andere und konzentrieren Sie sich pro Bulletpoint auf eines dieser Argumente.

Bilder sollten im Hauptbild immer zentral das Produkt darstellen und müssen einen weißen Hintergrund haben, ansonsten kann das Bild abgelehnt werden. Ideal ist eine Mischung aus Produktfotos, Produktdetailaufnahmen und dem Einsatz des Produktes in der Praxis. Diese Kombination sollte mindestens ca. 6-7 Bilder ausmachen, damit beim Endnutzer alle offenen Fragen zum Produkt und Lieferumfang geklärt werden. Die ideale Größe beträgt min. 1000 Pixel auf der kürzesten Seite. Dies ist die Mindestgröße für die Amazon Zoomfunktion, die es dem Kunden einfacher macht, sich das Produkt im Vorhinein genauer anzusehen.

Auch Videoinhalte in der Produktbeschreibung kommen gut an. Ob “Unboxing”-Videos oder der Einsatz von Produkten in der Praxis, Videos bieten eine gute Möglichkeit, ein Produkt aus unterschiedlichsten Perspektiven darzustellen und den User von den Features zu überzeugen. Mit gutem Videocontent können an dieser Stelle viele wertvolle Informationen mitgegeben werden, bzw. Bedürfnisse geweckt werden. Leider steht diese Möglichkeit nur den gestandenen Verkäufern zur Verfügung.

Die versteckten Keywords – Schlüsselwörter zum Angebot

Es sind fünf Felder für die Keywords vorgesehen. Nun ist es ziemlich verlockend, je ein Wort in die 5 Suchschlitze zu klopfen und zu speichern. Die Kunst liegt aber in der bestmöglichsten Nutzung der Zeichenanzahl von 50 Zeichen um so möglichst viele passende Keywords unterzubringen.

Das Keywords-Feld bei Amazon

Hier ein paar Tipps für die Nutzung:

  • Keine Kommas verwenden
  • Keine Begriffe wiederholen
  • Einzahl und Mehrzahl sind nicht relevant, daher die Einzahl verwenden
  • Groß- und Kleinschreibung sind nicht von Bedeutung
  • Wortkombinationen lassen sich mit „haut-creme“ abbilden. Dieser Begriff deckt dann alle drei Kombinationen ab haut, creme, hautcreme)

Es ist zu beachten, dass die Platinum Keywords nur für Platinum-Seller zur Verfügung stehen. Dies trifft auf die wenigsten Anbieter zu und hat daher keine Relevanz.

Wie geht es weiter, nachdem ich mein Produkt optimiert und die Änderungen gespeichert habe?

Es dauert in der Regel einen Moment, bis die Aktualisierungen online ersichtlich sind. Manche Updates können nur vom Support durchgeführt werden oder müssen zuerst freigeschaltet werden. Andere werden innerhalb von Minuten übernommen. Dies ist insbesondere der Fall, wenn man selbst Hersteller des Produkts ist.

Vertreibt man Artikel einer anderen Marke oder sind Beschreibungen sehr lange, kann es etwas länger dauern. Sollte die Änderung nicht sichtbar werden, bietet es sich an, dem Support zu schreiben. Diesen erreicht man über die Hilfefunktion unter “Schreiben Sie uns”. Direkte Antworten auf die Mails kommen nicht an, sie müssen über die Supportkonsole abgewickelt werden.

Da ein erfolgreich verkauftes Produkt ohne Reklamationen, dafür aber mit positiver Bewertung für Kunden ansprechender wirkt, gilt es in der ersten Phase genau diese zu fördern. Möglich ist dies bspw. durch Gutscheine an Stammkunden oder durch gezielte Promotionen. Nutzer vertrauen beim Kauf schlussendlich der Meinung von anderen Nutzern.

Letzter, entscheidender Punkt: Produkt Bewertungen

Bisher haben wir uns hauptsächlich auf das Amazon Produkt an sich konzentriert, beziehungsweise auf die Produktseite. Doch Amazon SEO hört nicht bei der Produktbeschreibung oder dem Titel auf: Ein weiterer wichtiger Faktor für den Amazon Algorithmus sind Bewertungen.

Eigentlich ist es ja ganz logisch: Je mehr Leute ein Produkt (positiv) bewerten, desto höher steigt dein Rang in der Amazon Suche. Aber wie bekommt man diese Reviews, wenn man ein Produkt gerade erst auf Amazon eingestellt hat?

Hierfür gibt es mehrere Möglichkeiten: Natürlich kann man Familie und Freunde fragen, ob sie eine Bewertung hinterlassen, allerdings sieht Amazon das nicht so gerne und kann solche Reviews auch löschen.

Eine weitere Möglichkeit ist es, über Deal-Seiten an Reviews zu gelangen. Dabei werden Produkte günstig abgegeben, und die Nutzniesser sind daher auch eher geneigt, eine Bewertung dafür abzugeben. Spezialisierte Anbieter wie bspw. www.shoppingtests.com unterstützen Amazon-Händler in diesem Bereich, richtlinienkonform an Bewertungen zu kommen. Das Beste dabei: durch solche Aktionen werden auch die Verkäufe gesteigert.

“Warum benötige ich Verkäufe?”, fragen Sie sich vielleicht. Nun, es gibt eine goldene Regel beim Amazon Marketing: “Verkauft sich Dein Produkt gut, rankt es auch gut” bzw. “Verdient Amazon an Dir Geld, rankt Dein Produkt noch besser”.

Sie sehen, die Optimierung des eigenen Amazon Produkts ist eine vielfältige Angelegenheit. Dieser Artikel hat Ihnen die wichtigsten Elemente aufgezeigt, auf die man achten sollte.

Über den Gastautor

David Schmidbauer ist Gründer der Agentur AMZ-Services.com. AMZ bietet Leistungen rund um die Optimierung von Amazon™ -Produkten an.

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Comments (3)

  • Sehr schöner Artikel. Das “Problem” dabei: Mit “Amazon SEO” kommst Du in den meisten Bereichen nicht mehr ganz nach oben, sprich man muss deutlich mehr machen als nur das Listing perfekt zu optimieren, PPC schalten usw. Ich denke 2017 wird das Jahr des Externen Traffics, um z.B. über Emailmarketing, Social Media etc. mehr Traffic und Sales zu generieren. Ja, ich lege mir sogar fest, dass es 2017 einer der wichtigsten Faktoren wird um bei Amazon in den stark umkämpften Bereichen ganz oben zu stehen.

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    • Hi florian,

      ja, du hast natürlich recht. Letzt geht es erst einmal um die Basics denke ich. Wer heute richtig groß werden will, muss andere Quellen hinzunehmen.Es gibt ja verschiedene Möglichkeiten, um Amazon hohe Konversions zu zeigen, beispielsweise durch Landingpages, die dazwischen geschaltet werden und somit nur die wirklich relevanten Besucher, die eine Kaufabsicht haben, zu Amazo geleitet werden. Leichter gesagt als getan, aber es gibt kreative Möglichkeiten.

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  • Ähm sorry aber mehr Fehler geht ja nicht…5×50 Zeichen für Keywords? Es sind 5×1000 und Platinum Keywords gab es nie und nur die Felder sind da….mehr Recherche bitte…Wir haben 2017 und nicht Anfang 2015

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