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Ist die Corona “Krise” für viele auch ein “Segen”?

Ist die Corona “Krise” für viele auch ein “Segen”?
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Braucht es erst eine Krise, ein Drama, einen Boom, um etwas zu ändern?

 

Deutschland hängt bekannter Maße weit hinterher, wenn es um das Thema Digitalisierung im Ganzen und Homeoffice im Speziellen geht. In vielen Arbeitskulturen ist Homeoffice noch lange nicht implementiert und falls es in Unternehmen angeboten wird, ist es zum Teil noch nicht richtig etabliert.
Corona ist gleichermaßen Chance wie Aufforderung, Wirtschaft, Verwaltung und Gesundheitswesen noch entschiedener und schneller zu digitalisieren, etwa indem Technologien für Webkonferenzen eingeführt werden und Homeoffice zum Standard wird.
Kann man nun Corona als Chance für den Onlinehandel sehen? Der Druck, dass sich etwas ändern muss, ist sichtbarer denn je.

Abhängigkeit von China?

 

China dominiert nicht nur unsere Lieferketten – und das scheint für manch einen nun überraschend zu sein. Aber Billig-Produktion hat seinen Preis: Enorme Abhängigkeit und nun folglich unterbrochene Logistikprozesse, extreme Lieferengpässe und daraus resultierende Sortimentskürzungen auf Seite des Onlineshops. Wirtschaftlich gesehen stehen wir daher vor extremen Herausforderungen. Der E-Commerce ist ein wichtiger Teil der deutschen Wirtschaft und die Abhängigkeit von China wird nun deutlicher denn je.

Was bedeutet das nun für die E-Commerce-Branche?

 

Es sollte eine einfache Rechnung sein, möchte man meinen. Wenn stationäre Läden geschlossen werden, müssten ja vermehrt Konsumenten nun auf den Onlinekauf ausweichen. In der Realität sieht das allerdings anders aus.
Während einige Onlinehändler einen Rückgang an Bestellungen verbuchen müssen, gibt es an anderer Stelle die, die daraus Profit schlagen wollen.
Ebay beispielsweise  reagierte auf die Wucherpreise einiger Produkte mit dem Vermerk auf ihre Richtlinien und Grundsätze. So wird die Missachtung dieser mit Löschen angebotener Artikel oder sogar des Verkäufer Account sanktioniert.

Auf welche Veränderungen müssen sich Onlinehändler jetzt einstellen?

 

Auf welche Veränderungen muss ich mich einstellen? Eine sehr berechtigte Frage, die sich vermutlich jeder Onlinehändler aktuell stellt. Der Händlerbund hat rechtzeitig reagiert und Anfang März 2020 unter 412 Onlinehändlern eine Corona-Studie durchgeführt, um die reale Lage, Stimmung, Veränderungen und Auswirkungen innerhalb des E-Commerce abzubilden. Im Folgenden fassen wir Ihnen einige Händlerstimmen aus der Corona-Studie für einzelne Bereichen zusammen.

Veränderungen im Onlinehandel

 

“Die Preise für andere Produkte sind enorm gestiegen. Wir waren leider dazu gezwungen, unsere Preise anzupassen.”
“Die Nachfrage nach Desinfektionsmitteln und Schutzkleidung ist sehr stark gestiegen, leider konnten wir innerhalb kürzester Zeit nicht mehr liefern.”

Veränderungen im Kundenservice

 

“Kunden fragen uns, ob von unseren IT-Produkten ein Infektionsrisiko ausgeht. Das Vertrauen in ‘Made in China’ ist derzeit massiv gestört.”
“Die Menschen verabreden sich weniger für Feiern und Geburtstage. 80% weniger Bestellungen als sonst.”
“Kunden verlassen schneller die Werkstatt oder verschieben die Termine.”

Veränderungen bei Mitarbeitern

 

“Wir bereiten uns im Projekt ‘Escape’ präventiv vor, dass alle Mitarbeiter zumindest in einem eingeschränkten Notbetrieb aus dem Homeoffice arbeiten können.”
“Mitarbeiter arbeiten im Homeoffice, um im Falle einer Quarantäne mit verminderter Belegschaft den Betrieb aufrechterhalten zu können.”

Die E-Commerce-Community hält zusammen

 

Transparenz ist eines der wichtigsten Merkmale, die der Verbraucher von heute bei einem Onlineshop sucht. Seien Sie offen, transparent und gehen Sie proaktiv auf die Frustrationen und Ängste Ihrer Kunden ein.
Kommunizieren Sie rechtzeitig mögliche Lieferverzögerungen sowie nicht vorrätige Produkte, um den Ruf Ihres Onlineshops zu unterstützen und die Kundenbindung zu fördern.
Informieren Sie Ihre Kunden auch über den von Ihnen eingeführten Coronavirus-Schutz. Ziehen Sie darüber hinaus in Betracht, Ihre Mitarbeiter zusätzlich zu schulen, damit sie alle Anfragen mit angemessener Sensibilität bearbeiten können.
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