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Ist Google für den E-Commerce out?

Ist Google für den E-Commerce out?
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Es ist sicherlich eine eher ketzerische Fragestellung, den ich im Titel gewählt habe. Als Online-Händler muss man Entwicklungen mit Argusaugen verfolgen und analysieren. Wer das macht, muss auch die Entwicklung von Google in Bezug auf den E-Commerce sehr ernst analysieren und hinterfragen.

Insbesondere in den letzten beiden Jahren hat Google massiv die E-Commerce-Welt durcheinander gebracht. Mit jedem größeren Update mussten viele Online-Shops mit massiven Rankingverlusten kämpfen. Die klassische SEO-Branche ist mächtig ins Wanken geraten und Google immer undurchsichtiger und weniger kalkulierbar geworden.

Google Gefahr für den E-Commerce?

Die aktuellen Veränderungen sind sicherlich zum Teil sehr besorgniserregend und daher die Notwendigkeit mehr denn je gegeben, dass sich Online-Händler schnellstens von Google unabhängig machen. eBay hat mit dem jüngsten Google-Update massiv an Rankings verloren. Auch andere namhafte und größere Shops mussten mit signifikanten Einbußen klarkommen.

Was für die großen Shops gilt, ist auch in den unteren Shop-Regionen zu beobachten. Der Kampf um Rankings und organische Besucher bei Google wird immer härter und viele Unternehmen geben für Google-Optimierung eine Menge Geld aus.

Vielleicht ist es noch so, dass Google für die meisten Online-Shops ein überlebenswichtiger Kanal ist. Durch die massiven Änderungen kann diese Tatsache aber schneller vorbei sein als einem lieb ist.

E-Commerce ändert sich radikal

Amazon Dash ist für mich endlich mal wieder ein Service gewesen, der pfiffig und innovativ ist. Zudem hat Amazon natürlich die Marktmacht, um ein solches Konzept zu etablieren. Wer nicht genau weiß, was hinter Amazon Dash steckt, hier das dazugehörige Video.

Es fehlt einfach an innovativen und pfiffigen Konzepten bei uns in Deutschland. Projekt Collins und Aboutyou.de gehen neue und sehr pfiffige Wege im E-Commerce. Bei Collins geht es, wie das Unternehmen selbst meint, im Schwerpunkt um Apps. Apps, aber nicht im eigentlichen Sinne, sondern vielmehr als Plattform oder Marktplatzansatz. Collins beziehungsweise Otto geht mit diesem Ansatz einen neuen Weg. Vorhanden ist eine zentrale Datenbasis, die in die unterschiedlichen Projekte eingespeist werden. Dabei fokussiert sich jedes Projekt auf eine bestimmte Zielgruppe und zeigt so dem Konsumenten die Fokussierung beziehungsweise Kompetenz in diesem Segment.

Zusätzlich öffnet man sich für Händler und Angebote, die ihre Produkte in den Apps präsentieren und verkaufen können. Technologisch schafft Projekt Collins aus meiner Sicht eine sehr sinnvolle Flexibilität und kann die anvisierten Projekte nicht nur genaue aussteuern, sondern über eine Plattform zentral steuern und weiter entwickeln.

Ob Collins mit dem Konzept erfolgreich werden wird, weiß keiner. Angenehm ist die Innovationsfreudikeit und nicht der monotone Kampf um „langweilige“ E-Commerce-Konzepte, mit denen man sich heutzutage eigentlich nicht mehr differenzieren kann.

Es geht um Kundenbindung, es geht um Crosssellings und es geht um Traffic, der aus allen Kanälen kommen muss. Insbesondere Mobile wird ein mächtiger Kanal werden. Wer heute noch nicht auf mobile ausgerichtet ist, wird Probleme bekommen. Der Marktplatzansatz erlaubt es beispielsweise den Machern von Collins, flexibel, schnell und zielgrupenspezifisch agieren zu können. Letztlich besteht das Ziel darin, jedem Nutzer seine individuelle Seite anzuzeigen und so den Bedarf in der Breite abdecken zu können. Dieser Ansatz ist nicht nur für Collins und den Konsumenten sinnvoll, sondern für Händler mit alternativen und komplementären Produkten ebenso.

Die E-Commerce-Welt dreht sich zu sehr aus meiner Sicht um Google. Zugegeben, die Abhängigkeit ist groß, jedoch läuft die Zeit davon und Differenzierung statt Resignation und Hinnahme sollte die Maxime jeden Online-Händlers sein.

 

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