Amazon macht vor, wie Kundenbindung funktioniert. Bisher hat kein großes Unternehmen mit einem ähnlichen Dienst wirklich nachgezogen und sich ernsthaft als Wettbewerb zu Amazon Prime angebiedert.
Mit „Otto up“ ist das neue Kundenbindungsprogramm von Otto an den Start gegangen. So können Nutzer das Vorteilsprogramm kostenlos nutzen. Mit dem UPsparbuch kann man sein virtuelles Sparbuch durch Artikelbewertungen (1 Euro pro Artikelbewertung) auffüllen. Mit der Upcard gibt es Vorteilskondiotionen bei vielen Partnerhops und mit den Upspecials soll es einige Überraschungen und Aktionen für alle Teilnehmer geben.
Inhalt des Artikel
Für 19 EUR Lieferflatrate
Wer mag kann sich zudem eine Lieferflatrate für 19 EUR holen. Diese gilt für ein Jahr, aber mit folgenden Einschränkungen:
- Gilt bei Eingabe des Aktionscodes für Bestellungen innerhalb eines Jahres ab dem Kaufdatum
- Gilt nur für Paketlieferungen
- Gilt nicht für Speditionsartikel, nicht für Artikel anderer Verkäufer auf www.otto.de
- Nicht in Verbindung mit anderen Gutscheinen
- Nicht für sonstige Lieferaufschläge
Flatrate nur für Otto.de Produkte?
Die Lieferflatrate gilt nur für Produkte, die von Otto.de selbst verkauft werden. Bei allen anderen Marktplatztilnehmern, die bei Otto.de ja immer mehr werden, gilt die Flatrate nicht. Auch der Einsatz der Lieferflat ist alles andere als einfach, da ein Code bei entsprechender Lieferung eingegeben werden muss und nicht wie bei Amazon durch die Anzeige von Prime-Angeboten dieses entsprechend direkt berücksichtigt wird.
„Otto up“ wirklich Konkurrenz zu Amazon Prime?
Wenn man sieht, was Amazon mit seinem „Amazon Prime“ Angebot neben kostenloser Lieferung für weitere Mehrwerte bietet (z.B. Amazon Prime Video, Amazon Prime Music, etc) kommt man sehr schnell zu dem Entschluss, dass das neue Kundenbindungsprogramm keine wirkliche Konkurrenz darstellt und irgendwie mit dem Plattformgedanke nicht ganz übereinstimmt. Otto.de will mehr Plattform und Marktplatz werden, bietet aber die Lieferflat nur für eigene Produkte und nicht für Partner, die den Marktplatz nutzen. Ob das letztlich attraktiv genug ist und „Otto up“ tatsächlich die Kunden intensiver binden wird, muss sich zeigen. Als erste Ausbaustufe zu Amazon Prime oder Zalando Plus ist es auf jeden Fall noch ausbaufähig. Und das soll auf jeden Fall passieren und weitere Zusatzservices und -leistungen für Teilnehmer des „Otto Up“ Kundenprogamms umgesetzt werden.
Alle weiteren Informationen gibt es auf der separaten Seite von Otto.de
Ist Otto Up echter Wettbewerb zu Amazon Prime?,