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Ist Programmatic Advertising in einer Post-DSGVO-Welt überhaupt noch rechtmäßig?

Ist Programmatic Advertising in einer Post-DSGVO-Welt überhaupt noch rechtmäßig?
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Es gibt keinen Zweifel daran, dass Programmatic Advertising in der Post-DSGVO-Welt noch legal ist. Die Datenschutzverordnung bringt neue Vorschriften, die aber weiterhin mit Programmatic Advertising vereinbar sind.

Das gilt aus zwei Gründen. Erstens verweist die ePrivacy-Richtline auf die Definition der DSGVO zur Zustimmung zum Zugriff auf das Gerät des Benutzers. Ihr zufolge ist eine unmissverständliche Einwilligung erforderlich. Zweitens gelten Online-Identifikatoren heute zweifellos als personenbezogene Daten, insbesondere pseudonyme personenbezogene Daten, und sie dürfen nicht ohne Rechtsgrundlage verarbeitet werden. Es gibt eine Reihe von gesetzlichen Grundlagen, aber die meisten Werbetreibenden im Programmatic Advertising verlassen sich entweder auf eine unmissverständliche Einwilligung oder auf berechtigtes Interesse. Der Endverbraucher bekommt einen Hinweis und trifft eine Auswahl, wem er seine Zustimmung gibt. Die Branchenlösung für die Verwaltung des Consent ist das IAB Europe Transparency and Consent Framework, welches Unternehmen, die programmatische Werbung betreiben, ein standardisiertes Format für die Übermittlung der Zustimmung anbietet.

Ich denke, dass viele Verbraucher die neue Kontrolle, die sie durch die Verordnung erhalten, noch nicht komplett verstehen, aber die Branche hat diese Methodik konzipiert und weitgehend übernommen. Das ist eine gute Sache sowohl für die Industrieteilnehmer als auch für die Verbraucher, die gerade erst beginnen, an der Data Economy teilzunehmen.

Bedeutet die DSGVO das Ende von Programmatic Advertising, wie wir es kennen?

Definitiv NEIN: Und zwar aus den gleichen Gründen wie oben beschrieben. Ich gehe davon aus, dass das programmatische Ausspielen von Werbung, das durch die DSGVO an Transparenz und Legitimität gewonnen hat, in etwa auf die gleiche Weise fortgesetzt wird. Wenn Verbraucher aufhören, ihre Zustimmung zu geben oder gegen berechtigtes Interesse Einspruch erheben würden, dann hätte das Auswirkungen auf den Umfang von Programmatic Advertising. Doch wir sehen Zustimmungsraten von mehr als 90 Prozent. Neue Betrugsformen sind eher eine Bedrohung, als die Wahlmöglichkeit des Verbrauchers. Ich glaube, dass die Konsumenten sich weiterhin ein frei verfügbares Internet wünschen, das durch datengetriebene Werbung unterstützt und gleichzeitig auf Basis sehr klarer Datenschutzrichtlinien kontrolliert wird.

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