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IT-Sicherheit beim Online-Shopping

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Warum IT-Sicherheit so wichtig beim Online Shopping ist

Das Einkaufen im Internet ist für viele Verbraucher mittlerweile längst zum Standard geworden, was auch nicht weiter zu verwundern braucht: Schließlich können sie die gewünschten Produkte von der heimischen Couch aus bequem mit nur wenigen Mausklicks bestellen und bekommen sie direkt nach Hause geliefert. Doch wie ist es um die Sicherheit bestellt?

Diese Frage stellt sich vor allem bei kleineren und unbekannten Shops, bei Branchenriesen eher nicht. Im Gegenteil gilt Amazon sogar als positives Paradebeispiel für die IT-Sicherheit, da Amazon seinen Kunden mehrere Garantien gibt, die in Bezug auf die Sicherheit eine wichtige Rolle spielen. Beispielsweise erfolgt die Übertragung persönlicher Daten ausschließlich verschlüsselt. Die Folge: Die Kunden bestellen gern und immer wieder bei Amazon, obwohl dieser Anbieter regelmäßig wegen schlechter Arbeitsbedingungen für negative Schlagzeilen sorgt.

Die Gefahr durch gefälschte Zertifikate

Denn die Gefahr, auf gefälschte Zertifikate hereinzufallen, ist nicht von der Hand zu weisen, wie einige Beispiele aus der Vergangenheit zeigen. So hat beispielsweise eine Behörde in Indien zu Beginn des neuen Jahrzehnts zahlreiche gefälschte Zertifikate herausgegeben, einige Jahre später tauchten Fälschungen aus den Niederlanden auf. Wie Forscher des Darmstädter Fraunhofer Instituts für Sichere Informationstechnologie (SIT) herausgefunden haben, ist es nämlich sogar relativ einfach, gefälschte Zertifikate zu erstellen, weil es eine Schwachstelle in der Domänenvalidierung gibt.

Zugleich haben die Forscher eine Implementierung für Zertifikats-Ausgabestellen erstellt, wodurch ein Angriff durch Hacker abgeschwächt werden kann. Denn auch die gefälschten Zertifikate zeigen dem Seitenbesucher an, dass es sich um eine sichere und vertrauenswürdige Webseite handelt. Unter Umständen wird er also dazu verleitet, seine Daten und geheime Passwörter an betrügerische Seiten zu übermitteln.

Tipps für den sicheren Einkauf im Netz

Kunden, die bei einem ihnen nicht bekannten Anbieter einkaufen möchten, sollten diesen zunächst einmal genauer unter die Lupe nehmen. Einen wichtigen Hinweis gibt bereits das Impressum. So muss darin die komplette Firmenanschrift angegeben sein und Verantwortliche benannt sein. Auch Gütesiegel, wie sie beispielsweise vom TÜV ausgestellt werden, können bei der Einschätzung, wie seriös der jeweilige Anbieter ist, helfen.

Zahlreiche Shops bieten die Möglichkeit, ein Kundenkonto einzurichten, welches mit einem Passwort vor unerwünschtem Zugriff gesichert ist, einzurichten. Der Nutzer sollte ein Passwort mit mindestens acht Zeichen wählen, aus welchem kein Bezug zu ihm ersichtlich wird. Als ideal gilt eine Kombination aus Buchstaben, Sonderzeichen und Zahlen. Für verschiedene Anwendungen sollte allerdings nicht ein- und dasselbe Passwort gewählt werden. Dass die Passwörter nicht an Dritte weitergegeben werden, sollte für den Nutzer eine Selbstverständlichkeit sein.

Wie schätzen andere Kunden den Shop ein?

Auch die Erfahrungen anderer Kunden können bei der Einschätzung eines Online-Shops helfen. Bei großen Anbietern wie etwa Amazon finden die Seitenbesucher die Kundenmeinungen direkt unter dem jeweiligen Produkt. Gibt es auf den Seiten des Shops keine Möglichkeit, eine Kundenmeinung abzugeben, können interessierte Nutzer auch einfach den Shopnamen zusammen mit einem Schlagwort wie „Kritik“ oder „Kundenmeinung“ googeln und finden in aller Regel entsprechende Bewertungen – und sei es auf Bewertungsportalen.

Wie sicher ist der Bestellvorgang?

Grundsätzlich sollte der komplette Bestellvorgang über eine SSL-gesicherte Verbindung ablaufen. Diese wird beispielsweise dadurch angezeigt, dass vor der eigentlichen Webadresse des Shops die Buchstabenkombination „https“ steht. Vermeiden sollten die Kunden eine Bestellung in einem Shop, sofern im Browser angezeigt wird, dass das SSL-Zertifikat ungültig ist oder der Shop diese Möglichkeit der Verschlüsselung erst gar nicht anbietet.

Wie hoch sind die Kosten?

Für die Seriosität eines Shops spricht die Tatsache, dass alle Kosten transparent ausgewiesen werden. Unseriöse Anbieter „vergessen“ beispielsweise gern einmal die Mehrwertsteuer und geben lediglich die Nettopreise für die Produkte an. Der Kunde muss also letztlich mehr bezahlen und wäre möglicherweise bei einem anderen Anbieter günstiger weggekommen. Auch weitere Zusatzkosten wie etwa Servicepauschalen oder Nachnahmegebühren sollten auf der Seite ausgewiesen sein. Vorsicht ist zudem bei Bestellungen in Shops angebracht, die ihren Sitz außerhalb der Europäischen Union haben. Denn hier muss der Kunde unter Umständen noch Steuern oder Zölle bezahlen.

Welche Zahlungsvarianten bietet der Shop an?

Ist beispielsweise lediglich die Zahlung gegen Vorkasse möglich, sollte der Nutzer besser bei einem anderen Shop bestellen. Üblicherweise bieten seriöse Shops mehrere Zahlungsvarianten an, von der Vorkasse über die Zahlung per Kreditkarte bis hin zum Kauf auf Rechnung. Letzteres ist für den Kunden übrigens die sicherste Variante, weil er erst bezahlt, sobald er die bestellte Ware erhalten hat. Konto- oder Kreditkarten-Daten sollten bei der ersten Bestellung in einem unbekannten Shop übrigens nicht eingegeben werden. Für diese Zahlungsvariante kann sich der Kunde entscheiden, sobald mehrere Einkäufe auf diesem Shop zu seiner Zufriedenheit abgewickelt wurden.

Alle Informationen ausdrucken

Und nicht zuletzt sollte der Nutzer neben dem ausgefüllten Bestellformular auch die Auftragsbestätigung sowie die Produktbeschreibung ausdrucken. Dann kann er schriftlich belegen, welche Produkte er zu welchem Preis bestellt hat, falls es zu einem Streitfall mit dem Shop-Betreiber kommen sollte.

Online-Shops sind praktisch und die Betreiber sind in vielen Regionen, nicht nur an High-Tech-Standorten mittlerweile zu einem wichtigen Wirtschaftsfaktor geworden, dennoch sollte man als Verbraucher nicht zu sorglos sein. Online Sicherheit beginnt immer beim „Benutzer“.

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