Sie sind ein kostspieliges Ärgernis für jeden Online-Shopbetreiber und daher auch hier bei eCommerce-vision immer wieder redaktionelles Thema: Die Rede ist von Kaufabbrüchen. Obwohl ein Händler einen Kunden erfolgreich in seinen Webshop dirigiert hat, dieser auch bereits Artikel seiner Wahl in den Warenkorb gelegt hat kommt es letztlich doch nicht zum Kauf. Das ist ärgerlich, denn der mögliche Umsatz ist für den Shopinhaber meist unwiederbringlich verloren. Die möglichen Gründe für diese Abbrüche sind mannigfaltig.
Einem dieser potenziellen Gründe, nämlich dem Checkout-Prozess, hat jetzt Klarna, schwedischer Anbieter alternativer Zahlungslösungen, den Kampf angesagt. Die Zahlungslösung Klarna Checkout soll es Online-Shoppern ermöglichen, einen Kauf nur mit Angabe der E-Mail-Adresse und Postleitzahl abzuschließen. Klarna Checkout steht Online-Händlern nach Angabe des Unternehmens ab sofort zur Verfügung.
Der Klarna Checkout funktioniert einfach und intuitiv, heißt es in der entsprechenden Mitteilung des Unternehmens. Nach Auswahl der Produkte in den Warenkorb, geht der Kunde wie gewohnt mit einem Klick zur Online-Kasse. Er gelangt automatisch zum Klarna Checkout. Für den Kaufabschluss benötigt der Kunde lediglich seine E-Mail-Adresse und seine Postleitzahl. Bei erstmaligem Kauf über den Klarna Checkout sind noch das Geburtsdatum und die vollständige Rechnungsadresse erforderlich. Diese Eingaben fallen bei jedem weiteren Einkauf weg. Kauf auf Rechnung ist im Klarna Checkout als Zahlungsart voreingestellt ‒ daher sind Eingaben wie Kreditkartendaten, Kontodaten oder andere Zahlungs- oder Kontaktdaten nicht zwingend notwendig. Wünscht der Kunde dennoch eine andere Zahlungsart wie etwa das Lastschriftverfahren, Sofortüberweisung oder Zahlung mit MasterCard oder Visa, hat er die Möglichkeit, die Voreinstellung zu ändern.
Fortan benötigt der Kunde in jedem Online-Shop, der den Klarna Checkout anbietet, lediglich seine E-Mail-Adresse und seine Postleitzahl. Die Rechnungsadresse ist bei Klarna hinterlegt. Für Online-Shop-Betreiber bedeutet dies, dass sie auf Log-in-Eingaben und Passwortvergabe zukünftig verzichten und so dem Kunden das Einkaufen stark vereinfachen können. Zudem übernimmt Klarna, so versichert das Unternehmen, das vollständige Zahlungsausfall- und Betrugsrisiko für den Händler. “Wir übernehmen die gesamte Zahlungskette sowie auch die Garantie für alle im Klarna Checkout enthaltenen Zahlungsarten“, sagt Lena Hackelöer, Director Market Growth and Strategy bei Klarna.
Die schwedischen Experten für Zahlungslösungen zeigen sich überzeugt, dass die neue Zahlungslösung auch für Online-Händler in Deutschland Potenzial birgt. Klarna gibt an, dass die Anzahl der Kaufabbrüche, bedingt durch komplizierte Zahlungsverfahren, derzeit noch hoch ist. Nur 33 Prozent der Shop-Besucher bringen demnach ihren befüllten Warenkorb zur Kasse und schließen den Kauf ab. Bei mobilen Geräten sind es laut Klarna sogar nur 16 Prozent. Dies zu ändern sei Anspruch und Ziel von Klarna Checkout.
Klarna Checkout sagt Kaufabbrüchen den Kampf an,