HomeAllgemein

Klarna übernimmt Billpay für 70 Millionen

Klarna übernimmt Billpay für 70 Millionen
Like Tweet Pin it Share Share Email

Der Online-Zahlungsanbieter Klarna hat den deutschen Wettbewerber Billpay für 70 Millionen Euro übernommen. Klarna selbst ist Marktführer im Bereich Rechnungskauf und hat einen seiner schärfsten Konkurrenzen nun übernommen.

Bllpay selbst beschäftigt bisher rund 150 Mitarbeiter am Standort in Berlin. Das Core-Business von Billpay war der Rechnungskauf, Lastschriften und Ratenkauf im E-Commerce.

Mit der Übernahme setzt Klarna die anvisierte Wachstumsstrategie fort und wird künftig neben den 15 Millionen eigenen Deutschen Kunden rund 12 Mio. weitere Kunden aus verschiedenen Märkten von Billpay erhalten.

Klarna übernimmt Billpay

Bereits vor drei Jahren hatte Klarna einen ersten größeren Kauf mit der Sofort AG mit dem Produkt sofortüberweisung getätigt.

Insbesondere der DACH Markt ist für Klarna ein wichtiges Vehicle in der weiteren Wachstumsstrategie. Die Akquisition von Billpay der logische nächste Schritt wie Marc Berg von der Klarna Group bestätigt.

“Deutschland ist einer der weltweit größten E-Commerce Märkte und für die Klarna Group ein Schlüsselmarkt in Europa. Durch den Zusammenschluss mit BillPay bündeln wir nicht nur unsere Marktkenntnisse und Produktkompetenzen, sondern erreichen eine noch größere Anzahl von Endkunden und sichern uns ein sehr talentiertes Team im hart umkämpften Payment-Segment. Dadurch sind wir in DACH noch besser aufgestellt, unser hohes Wachstum (+40 % in 2016) fortzuführen und unsere Marktführerschaft weiter auszubauen.”

Klarna arbeitet mit Online-Händlern zusammen, um diesen den abgesicherten Rechnungskauf anzubieten. Dabei übernimmt Klarna die gesamte Rechnungsabwicklung. Kunden zahlen den Rechnungsbetrag direkt an Klarna, sodass die Zahlung garantiert an den Online-Händler getätigt werden kann.

Die Vereinbarung zum Zusammenschluss steht unter dem Vorbehalt der Genehmigung durch die BaFin (Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht) in Deutschland.

Wo sind die Banken? – ein Kommentar

Die Banken müssen aufpassen, nicht als der große Verlierer aus dem Ecommerce Business herauszugehen. Zwar versuchen sie mit kleinen Schritten PayDirekt an den Start zu bekommen. So richtig rund läuft die Einführung seit gut einem Jahr aber auch nicht. Paypal, Amazon oder Apple beispielsweise sind den Banken meilenweit voraus. Dabei gilt es neue Geschäftsmodell zu kreieren, zu übernehmen und weiterzuentwickeln. Die Bank von heute wird es in den kommenden 10 oder 20 Jahren nicht mehr so geben. Reine Online-Banken unternehmen weitere Gehversuche. Die alteingesessenen Banken hingegen wirken schwerfällig, gar ein wenig planlos. 

Die Frage, die sich mir in den Raum stellt. Wiso kaufen die Banken sich Know Know nicht in Form von Übernahmen hinzu und agieren im FinTech Bereich mit. Die Frage bleibt unbeantwortet – bis jetzt zumindest. Die Entwicklung bleibt so oder so spannend, was die Banken unternehmen wollen, um dem immer stärker werdenden Druck sowie Erwartungen der Kunden gerecht zu werden.

VN:F [1.9.22_1171]
Rating: 0.0/5 (0 votes cast)

Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen