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Konsum ist nicht alles: Wie aus dem Black Friday ein Happy Friday wird

Konsum ist nicht alles: Wie aus dem Black Friday ein Happy Friday wird
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Kurz vor Weihnachten beginnt sie, die jährliche Preisschlacht der Unternehmen, mit der Kunden gewonnen, Produkte und Dienstleistungen verkauft und Umsatz gemacht werden soll. Dass Konsum und Geld nicht alles sind, das zeigt eine Aktion, die aus dem Black Friday einen Happy Friday macht und statt verkaufter Waren bis zu 50.000 Geschenkboxen für Kinder in Not packt. Was hat es mit dieser Aktion auf sich und wer steckt dahinter?

Black Friday als „Gelddruckmaschine“ für die Wirtschaft

Die Idee zum Black Friday stammt wie viele andere Trends auch aus den USA. Dort wird der Tag nach dem Fest Thanksgiving als Black Friday bezeichnet und markiert nicht nur den Beginn eines langen Wochenendes, sondern auch den Start des Weihnachtsgeschäfts. Daraus hat sich eine Verkaufsaktion des Einzelhandels, vor allem des Online-Handels, entwickelt, mit der heute über Rabattaktionen in kürzester Zeit Milliardenumsätze generiert werden.

Im Jahr 2020 wurden am Black Friday und dem folgenden Cyber Monday allein in den USA 22,1 Milliarden US-Dollar umgesetzt. Der in der VR China abgehaltene, vier Tage dauernde „Singles Day“ brachte dem Online-Riesen Alibaba einen Umsatz von 74,1 Milliarden US-Dollar in die Kassen. Bei diesen Umsätzen kann Deutschland zwar nicht ganz mithalten, aber immerhin kamen im Jahr 2020 durch Black Friday und Cyber Monday immerhin 3,8 Milliarden Euro zusammen.

Nicht Rabatte, sondern Freude schenken

Die Idee hinter dem seit Jahren stattfindenden Black Friday ist es also, den Verbrauchern großzügige Rabatte auf alle möglichen Waren anzubieten und so auch die Wirtschaft anzukurbeln. Das Unternehmen WIRmachenDRUCK, seines Zeichens einer von Europas größten Online-Druckereien und seit 2016 Teil des Weltmarktführers Cimpress, geht 2021 zum zweiten Mal einen anderen Weg.

Im Jahr 2020 kamen die Gründer Johannes und Samuel Voetter auf die Idee, den Konsumhochtag des Black Friday in einen Happy Friday umzuwandeln und Freude zu verbreiten. Mit ihrer Belegschaft aus 300 Mitarbeitenden packten sie in Eigenregie insgesamt 10.000 Geschenkpakete für Kinder in Ungarn und Rumänien und sorgten für glänzende Augen.

Auch 2021 gibt es die Happy-Friday-Geschenkboxen wieder im Online-Shop von WIRmachenDRUCK. Wer eine solche Box bestellt, muss sonst nichts tun, denn er tut schon etwas Gutes. Die Befüllung der Geschenkpakete mit Kuscheltieren, Süßigkeiten, einer magischen Zaubertasse, einem Turnbeutel, einer ausmalbaren Tasche, Stiften und Spielzeug übernimmt das Unternehmen, gemeinsam mit dem „Hilfstransporte + Waisenhilfe e. V. und weiteren gemeinnützigen Organisationen. Dafür wird am 26. November, dem eigentlichen Black Friday, die Produktion der Online-Druckerei zugunsten der Aktion fast vollständig gestoppt, weil die Belegschaft Geschenkboxen packt.

Samuel Voetter, stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender beschreibt die Beweggründe des Happy Friday so: „Ein paar Kinderaugen zum Lächeln zu bringen, macht glücklich. 100 Kinderaugen leuchten zu sehen, wirkt wie ein Jungbrunnen. 100.000 Kinderaugen zum Strahlen zu bringen, ist unbezahlbar.“

Beteiligung von Unternehmen und Privatpersonen erwünscht

Die letztes Jahr gepackten 10.000 Geschenkboxen mit einem Gewicht von 38 Tonnen waren ein großer Erfolg und haben unzählige Kinder in Osteuropa glücklich gemacht. Die Gebrüder Voetter und ihr Team wünschen sich, dass sich in diesem Jahr noch mehr Menschen, Privatpersonen und auch andere Unternehmen, an der Aktion beteiligen. Die Initiatoren hoffen, dass neben den von WIRmachenDRUCK zur Verfügung gestellten 10.000 Boxen weitere 40.000 Geschenkpakete hinzukommen.

Für Transparenz bei solchen Aktionen muss gesorgt sein, denn es geht um eine große Spendensumme. Die gesamten Einnahmen fließen an die Organisation Hilfstransporte + Waisenhilfe e. V., die sich um die finanzielle Abwicklung der Aktion kümmern. Alle Unterstützer erhalten dann auf Wunsch von der genannten Organisation im Januar einen Spendennachweis über ihren Einsatz.

Auch in diesem Jahr werden die beiden Gründer sowie das Management-Team von WIRmachenDRUCK aus eigener Tasche wieder 10.000 Pakete beisteuern. „Denn schließlich lohnt es sich, Gutes zu tun. Nicht nur für die beschenkten Kinder, sondern bekanntermaßen auch für Unternehmen“ so Samuel Voetter.

Wenn Konzerne soziale Verantwortung übernehmen

Es braucht Unternehmen, für die zwar die Umsatzzahlen wichtig sind, aber eben nicht alles bedeuten. Gerade den Unternehmen in Deutschland, einer wirtschaftlich starken Nation, steht soziale Verantwortung gut zu Gesicht. Aus diesem Grund ist es wohltuend, wenn sich Unternehmen für soziale Belange engagieren und wie die Online-Druckerei mit Sitz in Backnang verschiedene, regionale, nationale und internationale Projekte unterstützen.

Dazu gehören etwa „Stuttgarts heißer Kessel“, die Stiftung SOS-Kinderdorf Schweiz, das Uganda Lebenshaus oder ein internationales Klimaschutzprojekt, z. B. auf der mexikanischen Halbinsel Yucatán. Dort werden mithilfe von ReviewForest und Plant-for-the-Planet Bäume gepflanzt.

Ziel für Unternehmen: Klimaneutralität bei der Produktion

Neben sozialem Engagement ist für viele Unternehmen auch der Klimaschutz ein wichtiges Anliegen. Oft sind aber Emissionen nicht zu verhindern und so suchen die Verantwortlichen Wege, um die bei der Produktion entstehenden CO2-Emissionen in adäquater Weise auszugleichen. Das funktioniert meist durch die Beteiligung an Klimaschutzprojekten.

Bei WIRmachenDRUCK arbeitet man beispielsweise mit CimatePartner zusammen. Durch eine Bewertung der pro Auftrag entstehenden Emissionen und die Beteiligung an indischen Projekten mit dem Fokus auf Windkraft, Solarenergie bzw. Energie aus organischen Abfällen gleicht das Unternehmen die unvermeidbaren Emissionen aus und schützt auf diese Weise die Umwelt.

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