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Kooperation mit MetaMask: PayPal rüstet für Kryptowährungen auf

Kooperation mit MetaMask: PayPal rüstet für Kryptowährungen auf
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Als einer der größten und einflussreichsten Zahlungsdienstleister ist PayPal gut darin, die Zeichen der Zeit und Trends früh genug zu erkennen. Schon seit einigen Jahren fährt das Unternehmen deshalb eine bewusste Krypto-Stategie, mit der es seine Marktmacht auch im Blockchain-Zeitalter weiter ausbauen kann. Mitte Dezember 2022 haben PayPal und ConsenSys, der Mutterkonzern von MetaMask, ihre Kooperationspläne öffentlich gemacht. PayPal soll so künftig als zusätzlicher Service den Kauf von Kryptowährungen in MetaMask ermöglichen. Zukünftig kann so der Kauf von Kryptowährungen mit der MetaMask-App ganz einfach und unkompliziert über PayPal abgewickelt werden. Durch die Integration einer PayPal-Bezahlfunktion könnte MetaMask in Zukunft ganz neue Zielgruppen erschließen.

PayPal und der Kryptomarkt

PayPal hat das Potenzial der Blockchain-Technologie schon früh erkannt und verfolgt seit Jahren eine Strategie, deren klar gesetztes Ziel es ist, den Einfluss des Unternehmens auf den Kryptomarkt auszuweiten. Auf diesem Weg möchte PayPal zum einen seinen Kundenstamm vergrößern und zum anderen an neuen Technologie-Trends partizipieren, um auch in Zukunft relevant zu bleiben. Die neue Kooperation zwischen PayPal und MetaMask dürfte Branchenbeobachter und Experten daher kaum überraschen. Bereits 2021 konnten PayPal-Kunden zuerst in den USA und kurze Zeit später auch in Großbritannien Bitcoins mit PayPal kaufen. Die USA und GB sind derzeit die einzigen Regionen, in denen dies möglich ist, doch über Umwege können auch Bürger aus anderen Ländern den Service von PayPal für die Bezahlung von Kryptocoins nutzen. Im Juni 2022 tat PayPal dann den nächsten Schritt und ermöglichte den Transfer der Token auf externe Wallets. Die Idee dahinter ist, dass PayPal selbst immer mehr wie ein universelles E-Wallet genutzt werden kann, wodurch sich Krypto-Besitzer bei PayPal gut aufgehoben fühlen sollen. Mit seinen nun kürzlich angekündigten Plänen folgt das Unternehmen dieser Logik und weitet den Service zusätzlich nun auf den Wallet-Anbieter MetaMask aus.

PayPal und die Kooperation mit MetaMask

Die Kooperation zwischen PayPal und MetaMask kommt vorerst ebenfalls nur für MetaMask-Nutzern aus den USA zugute. Der Blockchain-Entwickler ConsenSys gab am 14. Dezember 2022 bekannt, dass eine bereits vorher geplante Partnerschaft mit PayPal in Kürze konkrete Formen annehmen wird. Vorgesehen ist die Integration einer PayPal-Bezahlfunktion für den Krypto-Wallet-Anbieter MetaMask, der zur Unternehmensgruppe von ConsenSys gehört. Die MetaMask Wallet-App, die zugleich das Kernprodukt des Unternehmens darstellt, soll den Nutzern erlauben, Kryptowährungen über ein verknüpftes PayPal-Konto zu kaufen. Damit würde MetaMask zum ersten Web3-Wallet werden, welches diese Option bietet. Kunden profitieren dabei von einer einfachen und schnellen Transaktionsabwicklung, die auch Personen anspricht, für die das technische Grundlagenwissen rund um Wallets, bisher eine zu große Einstiegshürde dargestellt hat. MetaMask bietet kein eigenes Depot, weshalb Trader und Anleger in der Vergangenheit darauf angewiesen waren, externe Anbieter wie Kryptobörsen für den Kauf zu nutzen. Die Option, der Abwicklung per PayPal-Transaktion vereinfacht und beschleunigt diesen Prozess daher enorm.

Ethereum soll erste Kryptowährung werden

Als PayPal anfing, sich für Kryptowährungen zu öffnen, setzte das Unternehmen auf den Bitcoin, der bereits damals die stärkste Währung in der Kryptowelt darstellte. Zuerst war es Nutzern aus den USA möglich, den PayPal-Account für den Kauf von Bitcoins zu nutzen. Einige Zeit später wurde das Angebot dann auf Großbritannien ausgeweitet. Beim neusten Vorhaben widmet PayPal sich nun Ethereum, der zweitstärksten Kryptowährung auf dem Markt. Die Bezahlfunktion auf MetaMask steht somit vorerst nur für den Kauf des Ether-Coins zur Verfügung. Damit streckt PayPal seine Fühler weiter aus und kommt zum ersten Mal mit den sogenannten Alt-Coins in Kontakt. Ob es bei der aktuell vorgesehenen Beschränkung bleibt, oder der Service nach einer Testphase auf weitere Assets ausgeweitet wird, ist aktuell noch unklar.

Kooperation zunächst nur in den USA verfügbar

Genauso wie bei PayPals erstem Ausflug in die Welt der Kryptowährungen soll die angestrebte Kooperation und die in diesem Rahmen zur Verfügung gestellte Bezahloption zunächst nur Nutzern aus den USA zugänglich sein. Falls die Anbindung von PayPal an das Wallet von MetaMask gut angenommen und dementsprechend häufig genutzt wird, dann ist mit einer Ausweitung des Dienstes auf andere Länder zu rechnen. Wie üblich testet PayPal Neuerungen vorerst für einen überschaubaren Markt, bevor ein Feature weltweit umgesetzt wird. Der Grund dafür können unter anderem gewisse juristische Hürden sein, da in verschiedenen Ländern teils recht strikte Regularien für Kryptowährungen herrschen. Sofern PayPal dem etablierten Schema folgt, würde die Bezahlfunktion als nächstes britischen MetaMask-Kunden zur Verfügung stehen.

Leichterer Zugang zum Web3

Trader und Akteure aus der Kryptoszene fragen sich selbstverständlich, welchen langfristigen Impact die Partnerschaft zwischen PayPal und MetaMask haben wird. Die Auswirkungen auf die Branche sind momentan noch nicht wirklich absehbar, aber anhand bisheriger Kooperationen und dem zu erwartenden Nutzerverhalten, lassen sich Prognosen erstellen. Am wahrscheinlichsten ist laut Experten, dass die neue Bezahlfunktion schnell großen Anklang finden wird. Besonders der leichtere Einkauf von Kryptowährungen und die damit verbundene Unabhängigkeit von Drittanbietern sind klare Pluspunkte dieses Modells. Auch wäre der generelle Einstieg ins Web3 so für viele unerfahrene Nutzer deutlich leichter, weshalb MetaMask ganz neue Zielgruppen erschließen könnte. Ob andere Zahlungsdienstleister oder Wallet-Anbieter diesem Beispiel folgen und den Markt so neu strukturieren, bleibt abzuwarten.

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