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Kundenindividuelle Massenherstellung – Gegensätze vereinen sich

Kundenindividuelle Massenherstellung – Gegensätze vereinen sich
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Die Worte Kundenindividualität und Massenherstellung stellen auf den ersten Blick einen klaren Widerspruch dar. Jahrzehntelang war entweder das eine oder das andere möglich. Entweder wurden recht universelle Produkte in Massenproduktion hergestellt, waren damit zwar kostengünstig und rasch auf dem Markt, aber wenig individualisiert. Oder Bauteile wurden passgenau angefertigt. Das wiederum bedeutete aber einen sehr hohen Preis, in der Regel eine lange Herstellungsdauer und eignete sich zudem nicht unbedingt für die Produktion von hohen Stückzahlen.

Der neue Megatrend der kundenindividuellen Massenproduktion im E-Commerce lässt daher nicht ohne Grund die Frage aufkommen: Wie bekommt man diese scheinbaren Gegensätze unter einen Hut? Unternehmen wie Nike (Personalisierung von Schuhen), Spreadshirt (Individualisierung von Textilien) oder Fiat (kundenseitige Anpassungsmöglichkeiten des gewünschten Neuwagens) machen es vor. Und auch 3D-Druck-Dienstleister wie FKM Sintertechnik, fahren gut mit dem Konzept Mass Customization.

Vorbei sind die Zeiten des Durchschnittskunden

Roboter und Maschinen, wie beispielsweise 3D-Druck-Maschinen, sind in den letzten Jahren deutlich flexibler, ausgefeilter und leistungsfähiger geworden. Dadurch ist es möglich, auf individuelle Bedürfnisse rasch zu reagieren und Vorgaben schnell umzusetzen – auch im Rahmen von Serienproduktionen. Das, was bislang vor allem für niedrige Endverbraucherpreise sorgte, war der Gedanke „One Size fits all“ – sprich: Es gibt einen Durchschnittskunden, entlang dem die Produkte ausgerichtet werden. Die Bedürfnisse von Kunden werden jedoch zunehmend individueller und heterogener. Der Markt benötigt also eine größere Vielfalt und verlangt nach Individualisierungsmöglichkeiten, ohne dass dabei der Preis in die Höhe getrieben wird. Mass Customization, der aktuelle Megatrend, ist die Antwort.

Das Konzept der individualisierten Massenherstellung kann dabei in zwei Kategorien eingeteilt werden, abhängig vom Zeitpunkt, bei dem die Produkte oder Werkteile personalisiert werden: Soft Customization und Hard Customization.

Bei der Soft Customization werden die Produkte nicht bereits während der Fertigung individualisiert, sondern erst im Nachgang. Beispiel: Smartphones erhalten verschiedene Softwares und Applikationen und werden auf diese Weise entlang der Bedürfnisse des Kunden angepasst. Auch hinsichtlich Laptops wird bei einigen Herstellern zunehmend auf die Individualisierungsmöglichkeiten durch den Endverbraucher gesetzt.

Dagegen steht die Hard Customization. Hier werden die kundenindividuellen Wünsche bereits in den Fertigungsprozesse integriert. Im Vorfeld legt der Kunde fest, wie das Produkt aussehen und/oder funktionieren soll. Die Daten und Informationen werden an das produzierende Unternehmen bzw. den Outsourcing-Partner übermittelt, wo es dann hergestellt wird.

Die fortgeschrittenen technischen Möglichkeiten sind nicht der einzige Grund für den neuen Megatrend im E-Commerce. Damit verzahnt ist der zunehmende Wunsch nach Individualisierung und Einzigartigkeit bei gleichzeitig schnellen Prozesszeiten und kostengünstiger Herstellung. Der Wunsch betrifft nicht nur Endverbraucher, sondern auch Unternehmen. Auf diese Weise können sie sich von Konkurrenten absetzen oder gänzlich neuartige Produkte anbieten.

3D-Druck: prädestiniert für individualisierte Serienproduktion

Die 3D-Druck-Technologie erlaubt die vergleichsweise kostengünstige und rasche Vervielfältigung individualisierter Produkte und Bauteilkomponenten. Im Fokus der verschiedenen dreidimensionalen Druckmethoden stehen vor allem kleinere und mittlere Unternehmen der verschiedensten Branchen. Diese besitzen entweder selbst Druckmaschinen oder beauftragen Outsourcing-Partner mit der Produktion. Kleine Bauteile für Fahrräder werden dort ebenso produziert wie Komponenten mit konturnahen Kühlkanälen für die Automotivindustrie. Dabei können sowohl einzelne Werkteile aber auch für die Serienproduktion individualisierter Objekte realisiert werden.

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