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Landpack bringt umweltfreundliche Verpackungen für Online-Handel aus Stroh

Landpack bringt umweltfreundliche Verpackungen für Online-Handel aus Stroh
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Nachhaltigkeit und Umweltfreundlichkeit erhalten auch im E-Commerce immer größere Bedeutung. Das betrifft nicht nur den Transport der Waren vom Händler zum Kunden, sondern auch die Verpackungen. Es ist manchmal schon erstaunlich, welch ein Müllberg aus Pappe und Füllmaterialien nach dem Auspacken der Waren zurückbleibt und zu entsorgen ist. Sicher, das Papiermaterial und auch viele der Füllmaterialien können über das Altpapier und die gelbe Tonne der Wiederverwertung zugeführt werden. Aber ist das wirklich nachhaltig?

Jetzt taucht eine Alternative auf: Das Münchner Maschinenbauunternehmen Landpack hat eine neuartige ökologische Isolierverpackung, unter anderem für den wachsenden Onlinehandel mit Lebensmitteln, entwickelt. Die Landbox® besteht aus dem landwirtschaftlichen Nebenprodukt Stroh und kann im Biomüll oder Garten entsorgt werden. Sie wird nach Angaben von Landpack klimaneutral produziert und benötigt zur Herstellung lediglich einen Bruchteil an Energie im Vergleich zu Styropor, bei entsprechender Isolationsleistung.

Alternative zu Styropor

„Die Landbox ist die erste wirkliche Alternative zu Styropor als Versandverpackung,“ so Geschäftsführer Dr. Thomas Maier-Eschenlohr. „Mit zunehmendem Onlinehandel von temperatur- oder stoßempfindlichen Waren, kommt einer umweltfreundlichen und für den Endverbraucher einfach zu entsorgenden Isolierverpackung strategische Bedeutung zu. Gerade der boomende Markt des Online-Lebensmittelhandels hat auf eine nachhaltige Verpackungslösung gewartet.“

Die 2013 gegründete Landpack GmbH & Co. KG entwickelt und betreibt Anlagen zur Herstellung von Isolierverpackungen aus Naturfasern. Dabei werden die Fasern möglichst in Reinform, energiearm und nach Methoden der Lebensmitteltechnik verarbeitet, ohne weitere Zusatzstoffe. Ziel ist es, den derzeit wenig gebrauchten Rohstoff Stroh neuen Anwendungen zuzuführen. Aktuelle Umweltstudien zeigen, dass rund 30% des bei der Getreideernte anfallenden Strohs ohne Beeinträchtigung der Humusbilanz für andere Zwecke verwendet werden können. Dr. Thomas Maier-Eschenlohr: „Stroh ist zudem ein ideales Dämmmaterial – hygienisch, optisch ansprechend und versehen mit einer High-tech Biopolymerstruktur.“

Das verwendete Stroh wird von Vertragslandwirten aus der Umgebung bezogen. Neben den Getreideerträgen kommt damit eine weitere Einnahmequelle für die regionalen Landwirte hinzu. Landpack überwacht das Getreide vom Anbau bis zur Ernte, um optimale Qualität zu garantieren. Auf Produkt und Verfahren wurde international ein Patent angemeldet.

Kooperation mit Klingele

Zur Herstellung der umweltfreundlichen Verpackungen für den Online-Handel hat Landpack eine strategische Kooperation mit der Klingele-Gruppe geschlossen. Über die Kooperation mit Landpack möchte Klingele das Segment des Handels mit gekühlten Lebensmitteln erschließen.

Online-Lebensmittelhandel im Fokus

Die neue Kooperation zwischen Landpack und Klingele zielt insbesondere auf die zunehmenden Lebensmitteleinkäufe im Netz: Landpack hat eine Isolierverpackung aus Strohpaneelen entwickelt, die mit einem Wellpappkarton von Klingele zu einer leistungsfähigen und umweltfreundlichen Versandverpackung kombiniert wird. Die Landbox® wurde speziell auf die Bedürfnisse von Versendern frischer und gekühlter Lebensmittel zugeschnitten. Auch stoßempfindliche Waren lassen sich aufgrund der guten Rückstellkraft von Stroh sicher verschicken.

„Wir entwickeln bereits seit Jahren maßgeschneiderte nachhaltige Verpackungen für den Onlinehandel und kennen die Anforderungen der Branche sehr gut“, kommentiert Dr. Jan Klingele, Geschäftsführender Gesellschafter der Klingele Gruppe. „Mit der Landbox kommt nun angesichts des wachsenden Onlinehandels mit temperatur- und stoßempfindlichen Waren zum idealen Zeitpunkt eine Lösung auf den Markt, die zentrale Kundenbedürfnisse erfüllt und die Umwelt schützt. Ich bin daher zuversichtlich, dass das Konzept im Markt einschlägt, und sehe beste Perspektiven für unsere Zusammenarbeit mit Landpack.“

 

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