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Lebensmittel online? Zweifel sind angebracht

Lebensmittel online? Zweifel sind angebracht
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Regelmäßig berichten wir bei ecommerce-vision.de über den Stand der Dinge und vor allem über Prognosen zum Online-Handel mit Lebensmitteln. Das Thema ist schon alleine wegen seines gigantischen finanziellen Volumens heiß. Doch bislang hat noch kein Online-Händler die Lösung des Kardinalproblems für Online-Food gefunden: Frische Produkte in der von den Konsumenten gewünschten Qualität zu liefern, ist schwierig.

Eine aktuelle repräsentative Umfrage von deals.com bestätigt die Zurückhaltung der deutschen Verbraucher beim Webshopping von Lebensmitteln. Demnach kaufen lediglich sieben Prozent der Deutschen regelmäßig Lebensmittel über das Internet ein. Den Ergebnissen der gleichen Umfrage zufolge besteht jedoch Hoffnung, dass sich die digitalen Einkaufswagen bald füllen: Nur 27 Prozent können sich demnach nicht vorstellen, zukünftig entsprechende Angebote im Internet zu nutzen. Hier sind allerdings Zweifel angebracht.

Denn sind die Deutschen dann mal im digitalen Supermarkt, kaufen sie eher Non-Food-Produkte wie Drogerieartikel (51 Prozent) oder Zeitschriften und Schreibwaren (38 Prozent) sowie haltbare Waren wie Kaffee, Tee und Kakao (35 Prozent), alkoholische Getränke (32 Prozent), Tiernahrung (32 Prozent) oder Süßwaren (31 Prozent). Verhalten ist die Nachfrage bei Frischeprodukten: Am seltensten landen Fisch (sechs Prozent), Brot und Backwaren (neun Prozent), Obst und Gemüse (zehn Prozent) und Milchprodukte (zehn Prozent) im digitalen Warenkorb.

Wenn deutsche Verbraucher online Lebensmittel kaufen, dann am liebsten bei Spezialitäten-Shops: Mehr als jeder fünfte E-Food-Shopper (21 Prozent) bestellt bei Fachhändlern zum Beispiel für Bioprodukte oder Wein. Im Online-Handel liegt auch eine große Chance für lokale Anbieter, denn mehr als die Hälfte der Verbraucher (51 Prozent) hat Interesse daran, zukünftig regionale Produkte online zu beziehen. Nur jeder Zehnte nutzt hingegen das Internetangebot der bekannten Supermärkte (13 Prozent) oder Discounter (elf Prozent). Trotzdem sollten die Offline-Platzhirsche den Online-Handel nicht vernachlässigen – ganz im Gegenteil. Immerhin der Großteil der deutschen Kunden kann sich vorstellen, zukünftig die Online-Angebote von Supermärkten (64 Prozent) und Discountern (57 Prozent) zu nutzen.

Zurück zum oben benannten Kardinalproblem: Wer einmal in der Obst- und Gemüseabteilung des Supermarktes oder auch am Marktstand seiner Wahl beobachtet hat, wie ein Apfel von kritischen Verbrauchern exzessiv auf Farbe, Festigkeit, eventuelle Druckstellen und schlimmstenfalls auch noch Aroma geprüft wird, bevor er für gut befunden wird und in den Einkaufswagen gelegt wird, der kann sich nur schwer vorstellen, wie der Online-Handel solche Konsumenten mit ihrem berechtigten Qualitätsanspruch bei Frischwaren zufrieden stellen soll. Aber: Sag niemals nie. Wir bleiben am Ball.

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