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Teil 1: Leitfaden Ecommerce – Verkaufsplattformen als zusätzlicher Absatzkanal für Online-Händler

Teil 1: Leitfaden Ecommerce – Verkaufsplattformen als zusätzlicher Absatzkanal für Online-Händler
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Im 1. Artikel unseres Ecommerce-Leitfaden ging es um alternative Absatzmöglichkeiten. Verkaufsplattformen oder Marktplätze verfolgen eigentlich nur ein Ziel. Unter einem Dach bzw. unter einem Internet-Angebot werden unterschiedliche Händler gebündelt. Dabei soll das Angebot für den Nutzer attraktiv gestaltet und Synergien an die Verbraucher weitergegeben werden.  Daher werden solche Verkaufsplattformen auch gerne Marktplätze oder Shopping-Malls genannt.  Im Prinzip ähneln sich Einkaufszentren, denn auch dort sind verschiedene Händler unter einem Dach vereint.

In wie weit diese Marktplätze für Händler dann wirklich relevant und erfolgreich sind, muss Jeder individuell entscheiden. In der Branche hört man jedenfalls nicht nur Jubelschreie über diese Art Vertriebskanal. Aber wie so häufig, gibt es immer Vor- und Nachteile für ein Handeln.

Fünf solcher Verkaufsplattformen möchten wir euch heute in dem Artikel vorstellen.

Amazon Marketplace

Amazon gehört zu den größten eCommerce-Playern weltweit. Daher steckt von Hause aus schon mal eine Menge Potenzial in den Marketplaces von Amazon. Als Shop-Betreiber bzw. Händler hat man bei Amazon
Marketplaces die Möglichkeit, eigene Angebote zu listen. 

Insbesondere im letzten Jahr hat das Thema Private Label und Amazon FBA mehr und mehr an Fokus für viele etablierte, aber auch völlig branchenfremde Personen gewonnen. Viele Amazon FBA Betreiber haben nicht das Handelsgeschäft von der Picke gerlernt, sondern ihre Wurzeln im Online-Marketing. Echte Marken wie KWCommerce oder Kavaj sind so in den letzten Jahren entstanden und machen heute Millionenumsätze über den Amazon Marketplace.

Amazon

Durch den enormen Zuwachst auf dem Amazon Marketpace, ist der Markteintritt natürlich ebenfalls schwerer geworden. Der Wettbewerb ist gestiegen und wer sich differenzieren möchte, sollte mit eigenen Produkten dies versuchen. Abr auch Markenhersteller spielen immer wieder mit dem Gedanken, die Reichweite und Möglichkeit von Amazon zu nutzen. 

Wer aber bei Amazon aktiv ist, sollte einige Dinge beachten und wissen:

  • Bevor sie aktiv werden, führen sie ein Marktrecherche durch. Es gibt mittlerweile Tools, die einem Helfen, den Umsatz pro Produkt zu prognostizieren.
  • Die Spielregeln, die Amazon vorgibt, muss jeder Händler einhalten. Und die sind nicht immer von Vorteil
  • Die Sichtbarkeit bei Amazon ist bis zu einem gewissen Maße planbar. Amazon SEO ermöglicht hier bessere Rankings zu erzielen, ähnlich wie bei Google und der organischen Suche.
  • Mit dem Verkauf über Amazon gibt man ein wenig die Steuerung der eigenen Marke auf
  • Kundendaten können nicht für interne Mailings und Crossellings verwendet werden, da diese praktisch nur Amazon nutzen darf. Es gilt also alternative “Kommunikationskanäle” zu schaffen.
  • Neue Händler greifen auf bestehende und erfolgreiche Strukturen im Service, Versand und Retourenmangement zurück
  • Als Newcomer benötigt man kein eignes Lager und kann auch hier voll und ganz die Erfahrung und Prozesse von Amazon nutzen
  • Amazon ist kein Selbstläufer. Aber: Amazon bietet Möglichkeiten die eigenen Produkte u bewerben und so die Kriterien zu erfüllen, die aus Amazon’s Sicht notwendig sind, um ganz vorne gelistet zu sein. Hohe Abverkaufszahlen, eine entsprechende Konversionrate, Bewertungen, etc.
  • Wichtig ist, zudem weitere Werbekanäle zu schaffen, um sich vom Wettbewerb differenzieren zu können. Das ist zumindest ein “Geheimnis” wie man auch in einem kompitetiven Markt erfolgreich sein kann.

Es gibt einige weitere Aspekte, die an dieser Stelle zu weit führen und wir gerne speziell in einem separaten Artikel noch einmal zusammenführen. Der Podcast “Digitales Unternehmertum” befasst sich in einer Ausgabe auch noch mal ausführlich dem Thema Amazon FBA.

eBay

eBay ist ein Phänomen für sich. Wie wir in einen der letzten Podcast Episoden gehört haben, hat sich eBay in den letzten Jahren stetig weiterentwickelt, aber nie so richtig das Image einer Plattform für Gebrauchtwaren entziehen können. Dennoch kann eBay ein durchaus lukrativer Marktplatz sein. Neben Amazon verfügt eBay weltweit über die größe Reichweite und daher sollte man eBay nicht unterschätzen, aber auch sehr genau prüfen, bevor es los geht. Denn dort herrschen andere Regeln, die Kunden sind meist anders und man muss ein stückweit seine eBay-Shop-Seite selbst gestalten. Bei Amazon ist das für alle neutral und im CI von Amazon vorgegeben. Bei eBay hat man die Möglichkeit, auch sein CI mit einfließen zu lassen.

Dafür kann man bei eBay aber nicht auf bestehende Logistik oder Servicestrukturen zurückgreifen und muss wissen, dass man dis selbst abbilden muss. Es kommen noch einige weitere Aspekte hinzu, die man unbedingt beachten sollten. Auch das Thema eBay SEO – also die Optimierung des eigenen Shops ist ein Thema. Bei eBay gibt es nahezu 100 Kriterien, die eine gute Platzierung beeinflussen können. Auch hier, genau wie bei Google, sind einige wichtiger, andere weniger wichtig.

eBay versucht jedenfalls kreativ zu sein um den eigenen Marktplatz anzubieten. So wurde beispielsweise der lokale Einzelhandel in dem Projekt “Mönchengladbach” aktiv einbezogen und Waren in über 80 Länder verkauft.

Dawanda

Auch Dawanda ist ein erfolgreicher Marktplatz – in seinem Bereich. Dawanda richtet sich an die Do-it-your-self Fraktion, wo viele kleinere Händler ihre, zum Teil selbst konzipierten Sachen verkaufen. Für den klassischen Händler oder Hersteller meist nicht ganz so wichtig.

Hitmeister

Ebenfalls ein Online-Marktplatz. Um einiges kleiner als Amazon und eBay, dennoch mit einem anderen Konzept auch ein relvanter Plaxer, je nach eigenem Produkt und Zielgruppe. 

Zalando

Auch Zalando entwickelt sich immer mehr zu einem Marktplatz und öffnet sich für das System. Kein Wunder, denn Amazon bietet im Bereich Mode eine enorme Reichweite, auf die ein einzelner Hersteller ansonsten nie drauf setzen könnte. Also, wer im Fashionbereich aktiv sein sollte, sollte den Blick auch zu Zalando wagen.

Vorteile von Online-Marktplätzen

Online-Marktplätze spielen eine zunehmend wichtige Rolle im E-Commerc. Die gebündelte Reichweite, vorhandene Strukturen und Services sind eine Seite der Medaille. Letztlich hat jeder Online-Marktplatz seine Stärken und Schwächen. Auch in Sachen Sortimentsstärken gibt es Unterschiede.

Daher ist es wichtig, dass jeder Händler selbst die besten oder den besten Marktplatz für sein Business herausfinden, in sein Konzept integrieren und die Überlegungen letztlich an der Zielgruppe festlegen muss. Gleichzeitig gilt es die zum Teil bereits oben im Artikel genannten Themen zu klären. Auch sind Marktplätze nicht umsonst und knapsen einem zum Teil einen großen Anteil der Marge ab. Je nach Produktsortiment kann es dann auch sinnvoll sein, nicht nur bei Amazon zu verkaufen, sondern auf anderen Marktplätzen, eben mehr in der Nische.

Fazit

Als Händler sollte man sich mit den Marktplätzen bzw. verschiedenen Verkaufsplattformen intensiver auseinandersetzen. Wie bereits erwähnt, macht die Teilnahme nicht für alle Branchen/Händler Sinn. Auch immer mehr Hersteller sehen das Marktplatzthema und sollten sich diesem nicht gänzlich verschließen. beantwortet sein:

  • Welche (Brachen)-Schwerpunkte hat der Betreiber ?
  • Wie ist die Reichweite (Visits pro Monat, am besten unique User erfragen)?
  • Gibt es Vertragslaufzeiten?
  • Wie ist der initiale Aufwand, mit welchem Aufwand ist während der Zusammenarbeit zu rechnen?
  • Gibt es befreundete Händler, die bereits Erfahrungen mit dem ein oder anderen Anbieter gemacht hat?
  • Wie ist der Support, welche künftigen Innovationen sind vielleicht geplant
  • Welche Möglichkeiten gibt es, meinen Warenbestand weiter zu pushen
  • Wie schaffe ich es am einfachsten, die verschiedenen Kanäle mit aktuellen Produktdaten aktuell zu halten
  • Wie sind selbst meine personellen Ressourcen
Die Liste der offenen Fragen kann man sicherlich noch sinnvoll ergänzen und auch gibt es längst eine Menge mehr Online-Marktplätze. Wichtig ist zu wissen, dass es sie gibt, dass sie permanent wachsen und somit immer eine Überlegung wert sein sollten, wenn es um die Erweiterung des eigenen Business geht. 

 

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