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Online vs. Offline – Kein einseitiger Kampf

Online vs. Offline – Kein einseitiger Kampf
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Dass Marketing für Unternehmen unerlässlich ist, ist bekannt. Gerade im Online-Marketing hat sich in den letzten 5 Jahren ein regelrechter Wettbewerb entwickelt, welcher Anbieter seinen Kunden den größten Traffic-Zuwachs ermöglichen kann. Doch Offline-Marketing ist deswegen keineswegs zu vernachlässigen. Gerade in einer zunehmend schnellen und digitalen Welt kann das richtige Offline-Marketing einen nachhaltigen Eindruck beim Kunden hinterlassen, der das eigene Unternehmen von der Konkurrenz absetzt. Aber worin unterscheiden sich Online- und Offline-Werbung?

Offline – ineffizient, teuer, rückständig? Nein.

Als offline bezeichnet man alle Marketing-Varianten, die sich nicht auf ein digitales Format beziehen. Das bedeutet, dass ein QR-Code, den man zwar offline druckt, aber den der Kunde dann digital nutzen muss, dem Online-Marketing zugerechnet wird. Gleichzeitig ist ein Werbespot im TV ein Offline-Element, das aber möglicherweise auch online zu finden ist. Generell kann man sagen, dass die Grenzen zwischen on- und offline zunehmend verschwimmen. Um Ihren Kunden die verschwommene Sicht zu ersparen, können Sie offline beispielsweise auf Brillenputztüchern werben, damit ganz klar der Vorteil erkannt wird, den Ihre Produkte bieten. Printmedien bringen ihre Auflagen heute meist auch in einer Online-Variante an den Markt, Radioshows und –werbespots werden online gestreamt und TV-Produktionen auf Abruf online konsumiert.

Die Vorteile guten Offline-Marketings sind auch heute offensichtlich: Ein gutes Feuerzeug ist wesentlich persönlicher und überzeugt den Kunden eher von der Qualität der eigenen Produkte als eines von vielen Online-Werbebannern. Von Letzteren werden Kunden heute ohnehin überreizt und mittlerweile sind viele User sogar mit AdBlockern unterwegs (statista liefert hierzu verlässliche Zahlen), weil einige Anbieter ihre Werbung nicht attraktiv verpacken, sondern wahllos Leute belästigen. Je nach Zielgruppe eines Unternehmens kann es auch sein, dass Offline-Marketing absolut unverzichtbar ist. Gerade ältere Menschen, die nicht so internet-affin sind wie jüngere Zielgruppen, erreicht man immer noch am besten mit Offline-Kampagnen (das Handelsblatt berichtete). Doch nicht nur Kampagnen zählen zum Offline-Marketing, der gesamte Auftritt eines Unternehmens kann miteinbezogen werden: Wird neuwertiges Hochglanz-Briefpapier verwendet der ausschließlich recyceltes, umweltfreundliches Schreibmaterial? Werden Kunden mit „Du“ oder „Sie“ angesprochen? Der Auftritt des Unternehmens muss dabei immer zur Zielgruppe und zum Image der Firma passen. Ein junges StartUp, das mit Nachhaltigkeit wirbt, sollte recyceltes Briefpapier verwenden, eine Wirtschaftskanzlei dagegen eher weniger.

Ein klarer Nachteil des Offline-Marketings ist allerdings die Messbarkeit des Erfolges. Insgesamt ist außerdem mit relativ hohen Kosten für Produktion, Lieferung und Verbreitung von Produkten zu rechnen. Auch eine klar definierte Kernzielgruppe ist offline meist deutlich schwerer anzusprechen als online. Dies führt zu recht hohen „Streuverlusten“ bei der Platzierung des Werbebudgets.

Typische Offline-Marketingtools

  • TV-Spots
  • Radiowerbung
  • Printanzeigen
  • Außenwerbung wie Plakate
  • Give-Aways/Werbeartikel
  • Messen
  • Sponsoring

Online – effizient, günstig, zukunftsorientiert? Teilweise.

S(earch)E(ngine)A(dvertising), S(earch)E(ngine)O(ptimization), Affiliate-Marketing, Newsletter, Influencer- oder Social Media-Marketing sind wohl die bekanntesten Begriffe, die zum Online-Marketing einfallen. Doch der gesamte Internet-Auftritt eines Unternehmens gehört dazu, weshalb online wie offline auf eine einheitliche „Corporate Identity“ geachtet werden sollte. Das oben beschriebene StartUp duzt seine Kunden und postet Fotos aus Besprechungen mit T-Shirt tragenden jungen Menschen, während die Wirtschaftskanzlei siezt und man kein Foto eines Mitarbeiters ohne Anzug und akkurat gebundener Krawatte finden wird.

Vorteile hat Online-Marketing einige zu bieten: Werbe-Etats lassen sich genau planen und die Zielgruppen direkt ansprechen, die Auswertung von Daten macht die Wirkung einer Werbekampagne leicht überprüfbar. Es lässt sich leicht steuern, ob die potentiellen Kunden auf der Arbeit, nach Feierabend, beim Sport oder beim Einschlafen angesprochen werden sollen. Es ist individuell möglich, auf Interessen von einzelnen Kunden einzugehen und sie sogar daran zu erinnern, was sie sich einmal angesehen haben und nun möglicherweise noch kaufen möchten. So anpassungsfähig wie Marketing online ist, kann es offline kaum sein.

Die Flexibilität des Online-Marketings kann aber auch leicht zu einem Nachteil werden. Online-Kampagnen sollten wegen der hohen Anzahl an Trends und Neuigkeiten immer aktuell gehalten werden, was ein agiles Team voraussetzt. Außerdem sind einzelne Aktionen online zwar verhältnismäßig billig, können aber in der Masse, wie sie heutzutage nötig werden, schnell ins Geld gehen.

Wie Sie Ihr Produkt online möglichst effizient zum Kunden bringen, zeigt dieser Blogartikel.

Typische Online-Marketingtools

  • Werbebanner
  • Content-Marketing
  • Social Media-Marketing
  • Affiliate-Marketing
  • SEO
  • SEA
  • Medien wie Videos und Podcasts

Fazit – gemischt

Weder online noch offline wird man 100% der eigenen potentiellen Kunden ansprechen können. Es ist daher enorm wichtig für Unternehmen, eine Mischung zu finden, die beide Marketingformen berücksichtigt. Diese Mischung ist abhängig von den Produkten und den Kunden sowie deren individueller Vorlieben. Eine pauschale Aussage, für welche Zielgruppe welche Werbung die richtige darstellt, kann nicht getroffen werden. Aber die Vorteile von Online- und Offline- Marketing kann man übersichtlich zusammenfassen:

  • Offline
  • Online
  • Starke lokale Präsenz
  • Hohe Reichweite
  • Jede Zielgruppe wird angesprochen
  • Personalisiert
  • Länger anhaltend als Online-Werbung
  • Kaum Streuverluste
  • Für Kunden „greifbar“
  • Interaktiv
  • Wirkt oft seriöser als Online-Werbung
  • Erfolg leicht messbar
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