Paypal will seine Marktstellung mit aller Macht verteidigen und geht nun auch verstärkt in den Bereich Mobile Payment. Mit diesem Schritt will Paypal insbesondere die stationären Händler vom neuen Dienst überzeugen. Das mobile Bezahlverfahren wird mittels eines QR-Codes auf dem Smartphone umgesetzt. Wer also künftig real shoppen gehen möchte, trägt seine virtuelle Brieftasche praktisch immer mit. Das Bezahlen ist sehr simpel. Einfach den QR-Code mit der Paypal-App anwenden und dann den generierten Zahlungscode vom Kassen-Scanner des Shopbetreibers einlesen lassen oder alternativ eine Codenummer einfach eingeben, damit die Transaktion letztlich abgeschlossen werden kann.
Die neue Bezahlmethode soll ab dem kommenden Jahr verfügbar sein. Welche Händler zum Start genau dabei sein werden, ist indes noch nicht bekannt. Damit sollte der Kampf um Marktanteile in diesem Segment eröffnet sein. Google wird weiter an seiner Lösung arbeiten. Yapital arbeitet seit kurzem mit Otto zusammen und es bleibt abzuwarten, wie sich der Markt in den kommenden Monaten weiterentwickeln wird.
Paypal setzt verstärkt auf alternative Bezahlmethoden. So wurde im August bekannt, dass Paypal mit der IND Group das Bezahlen per E-Mail ermöglichen wird. Damit die Überweisung per E-Mail funktioniert, ist keine Kontonummer oder Paypal-Konto notwendig. Lediglich die E-Mail des Empfängers muss bekannt sein. Paypal und die IND Group haben dazu eine App entwickelt, mit denen Banken den Person-to-Person-Geldtransfer als Dienstleistung nutzen können.
Der Schritt von Paypal verstärkt im stationären Handel Fuß zu fassen ist nicht neu und sicherlich die logische Konsequenz des bisherigen Erfolges im Online-Handel. Ob sich allerdings das Bezahlen via QR-Code durchsetzen wird, bleibt abzuwarten. Eine Zeiterspranis gegenüber herkömmlichen Zahlungsmethoden im Handel, beispielsweise via Kreditkarte, sehe ich aktuell nicht. Auch bleibt abzuwarten, welche Provisionen ein Händler an die Ebay-Tochter zahlen muss. Einige stationäre Händler können aufgrund der geringen Margen eine Kreditkartenzahlung nicht mehr umsetzen, da die zu zahlende Provision zu sehr an deren Marge nagt. Dennoch ist es sicherlich aufgrund der Marktstellung ein erster Schritt, bei dem Paypal seine Erfahrungen im stationären Handel machen kann. Spannend wird sein, wie die Verknüpfung on- und offline funktioniert und ob Multichannel-Anbieter von der neuen Zahlungsmöglichkeit überzeugt werden können. Klar hat man sein Smartphine nahezu überall dabei. Ob Paypal aber mit diesem Dienst das bargeldlose Bezahlen vorantreiben kann und man schon bald auf die eigene Brieftasche und Kredit- und EC-Karte verzichten kann, wage ich zu bezweifeln. Vielmehr sehe ich das Engagement als Markteintritt, in dem Paypal erste Erfahrungen sammeln will und entsprechend neue Dienste anbieten oder aber den ein oder anderen Konkurrenten vielleicht aufkaufen wird. Die Zeit wird es zeigen.
Paypal setzt auf mobile Payment ,