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Praxismarketing und rechtliche Rahmenbedingungen

Praxismarketing und rechtliche Rahmenbedingungen
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Im Bereich des Praxismarketings sind zahlreiche rechtliche Rahmenbedingungen zu berücksichtigen. Diese ergeben sich beispielsweise aus der ärztlichen Gebührenordnung, dem Gesetz gegen unlauteren Wettbewerb, dem Heilmittelwerbegesetz, der ärztlichen Berufsordnung und dem ärztlichen Standesrecht. 

Allerdings handelt es sich bei den jeweiligen Vorgaben keinesfalls um statische Regelungen. Vielmehr zeigen sich die Vorschriften sehr dynamisch. Die zusammenhängende Rechtsprechung verändert sich sehr häufig. Außerdem ergeben sich besonders im Internet oft rasante Neuerungen im Bereich der Werbemöglichkeiten. 

Zahnarzt- und Arztpraxen profitieren im Bereich ihres Praxismarketing aus diesem Grund in hohem Maße von der Unterstützung durch eine kompetente Praxismarketing Agentur, die sämtliche rechtliche Rahmenbedingungen kennt und diese bei der Umsetzung der Werbemaßnahmen selbstverständlich berücksichtigt. 

Was bei dem Praxismarketing grundsätzlich erlaubt und was verboten ist, erklärt der folgende Beitrag. 

Das ist bei dem Praxismarketing verboten

Im Bereich des Praxismarketings ist es in jedem Fall verboten, berufswidrige Werbung zu betreiben. Doch was gehört eigentlich zu der berufswidrigen Werbung?

Anpreisende Werbemaßnahmen

Mit anpreisenden Werbemaßnahmen ist Werbung gemeint, die mit marktschreierischen und reißerischen Mitteln arbeitet. Vorliegen kann diese jedoch bereits in Fällen, in denen von Informationen für die Patienten keine Aussagekraft ausgeht oder die Inhalte nicht nachprüfbar sind. 

Irreführende Werbemaßnahmen

Werbung, die bei den potenziellen Patienten Vorstellungen hervorrufen könnte, welche bei ihrer Arztwahl von maßgeblicher Bedeutung sind, wird als irreführend bezeichnet. Allerdings gestaltet sich diese Formulierung natürlich äußerst schwammig – eine engere Definition gibt es aktuell jedoch nicht. 

Vergleichende Werbemaßnahmen

Untersagt sind im Zuge des Praxismarketings auch vergleichende Werbemaßnahmen. Dabei spielt es keine Rolle, ob die vergleichende Werbung in der Vorstellung des Patienten sich negativ oder positiv darstellt. Bei diesem Punkt zeigt sich eine gewisse Ähnlichkeit zu dem Gesetz gegen unlauteren Wettbewerb, da durch dieses ebenfalls in weiten Teilen vergleichende Werbung verboten wird. 

Werbemaßnahmen mit Festpreisen

Besonders durch das vermehrte Aufkommen von Schnäppchenportalen im Internet hat sich in der Vergangenheit eine Vielzahl von Urteilen ergeben, die besagen, dass es verboten ist, für medizinische Angebote mit Festpreisen zu werben. 

Das ist im Zuge des Praxismarketings erlaubt

Ärzte und Zahnärzte sollten jedoch nicht davon ausgehen, dass alle Maßnahmen, die nicht ausdrücklich verboten sind, durchgeführt werden dürfen. Allerdings gibt es einige Werbemaßnahmen, die im Bereich des Praxismarketings der aktuellen Rechtsprechung offenkundig nicht widersprechen. 

So darf beispielsweise jede Praxis eine eigene Webseite betreiben. Ebenfalls ist es möglich, Praxiszeitungen, Informationsbroschüren und Flyer auszulegen, welche Hinweise zu den Ärzten, dem Leistungsspektrum oder der Organisation der Praxis beinhalten. Aktiv verteilt werden dürfen die Informationen jedoch nur innerhalb der Praxis. 

An die Patienten dürfen in der Praxis auch Werbegeschenke, die einen geringfügigen Wert aufweisen, wie etwa Kugelschreiber oder Kalender, verteilt werden. Zulässig ist dies jedoch ebenfalls nur innerhalb und nicht außerhalb der Praxisräume. 

Grundsätzlich steht den Ärzten und Zahnärzten die Nutzung von sämtlichen Medien offen, ob Rezeptvordrucke, Briefbögen, Praxisschilder, Anzeigen, Internetpräsentationen oder auch Fernseh- und Rundfunkwerbung. Auf allen Kanälen dürfen dabei die Tätigkeitsschwerpunkte und Zusatzbezeichnungen angegeben werden. 

Durch die vergangene Änderung des Heilmittelwerbegesetzes ist es außerdem möglich, im Zuge der Werbemaßnahmen Zahnärzte und Ärzte bei der Ausübung ihrer Tätigkeit und in ihrer Berufskleidung darzustellen. Daneben ist es möglich, mit fachlichen Veröffentlichungen, Zeugnissen und Gutachten zu werben. 

 

Foto: © Von HNFOTO@adobe.com

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