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Printwerbung im Marketingmix: unverzichtbar oder überholt?

Printwerbung im Marketingmix: unverzichtbar oder überholt?
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Printwerbung ist out, bringt nichts und wird immer mehr zurückgehen – das ist die landläufige Meinung vieler Unternehmen. Doch auch wenn sich Onlinemarketing immer weiter durchsetzt, ist Printwerbung nicht gänzlich ausgestorben und wird es vermutlich auch noch lange nicht sein. Der Grund liegt in der besonderen Zielgruppenansprache. Wie können sich Unternehmen gedruckte Werbung am besten zu Nutze machen?

Ein Magazin zu lesen bedeutet, Zeit und Aufmerksamkeit zu investieren. Werbung wird hier besser wahrgenommen als online.

Printwerbung: Anzeigen und Beilagen in Fremdmedien und Eigenmedien

Klassischerweise versteht man unter Printwerbung Werbeanzeigen in Magazinen, Zeitschriften und Zeitschriften. Doch auch ein selbst erstelltes Magazin, eine Imagebroschüre und andere Druckmedien, die eine Firma herstellen lässt, fällt unter den Begriff Printwerbung.

Print ist out, oder?

Die Schlagzeilen, dass Onlinewerbung wie zum Beispiel Banner, Newsletter, Podcasts, Webinare und anderes mehr der Printwerbung schon längst das Wasser abgegraben hat, lassen sich in der Praxis nicht sauber mit Fakten untermauern. Es ist sicherlich richtig, dass Druckerzeugnisse insgesamt weniger werden, doch sie verschwinden wahrscheinlich nicht in naher Zukunft vom Markt.

Eine Arbeitsunterlage des Verbands Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ) relativiert den vermeintlich starken Rückgang deutlich und zeigt, dass der überwiegende Anteil der Verbraucher nach wie vor auf Gedrucktes setzt. Aus einer Präsentation auf der VDZ-Jahrespressekonferenz 2020 geht hervor, dass rund 88 Prozent aller Deutschen Zeitschriften lesen und zwar quer durch alle Altersklassen:

  • 75 Prozent aller Deutschen zwischen 14 und 19
  • 81 Prozent aller Deutschen unter 40
  • 86 Prozent aller Deutschen unter 60
  • 93 Prozent aller Deutschen ab 60

 

Wann das Schreckens-Szenario „Print ist out“ tatsächlich Realität werden könnte, steht mit Blick auf diese Hintergrundzahlen noch in den Sternen. In den nächsten Jahren jedenfalls ist nicht zu erwarten, dass Printmedien aus den Regalen komplett verschwinden.

Vorteile von Printmedien zu Werbezwecken: Exklusivität überzeugt

Unsere Welt wird immer digitaler. Wir schreiben keine Briefe, sondern E-Mails. Wir gehen nicht ins Fachgeschäft, sondern shoppen online. Wir beraumen ein Online-Meeting an, statt auf Dienstreise zu gehen. Gerade in diesem digitalen Umfeld gewinnt auf Papier gedruckte Werbung an Bedeutung.

Vielfalt Printwerbung

Die Vielfalt von Printwerbung ist groß. Anzeigen in Zeitschriften und Magazinen oder Zeitungen, Plakate auf offener Straße, Flyer, Prospekte und Werbebriefe stellen einen Ausschnitt der Möglichkeiten dar. Jede einzelne Maßnahme hat ihren eigenen Charakter und ist für spezifische Zwecke ausgelegt. Allerdings vereint Printwerbung, egal in welcher Form, ein Dreiklang von Vorteilen.

1. Exklusiv und glaubwürdig
Viele Verbraucher lesen Nachrichten im Internet, inzwischen sind es mehr als diejenigen, die jeden Tag eine gedruckte Zeitung in die Hand nehmen. Dennoch finden rund zwei Drittel der Deutschen, das Druckwerk glaubwürdiger ist als online verbreitete Information. Diese Glaubwürdigkeit überträgt sich auch auf Werbung, die in den entsprechenden Medien platziert wird. Wer sich in der Zeitung Printwerbung ansieht, tut es aus Interesse. Das Erlebnis, einen Werbeflyer oder ein Magazin in die Hand zu nehmen ist mit nichts aus der Welt der Onlinewerbung zu vergleichen. Die Haptik, der Duft, die Farbbrillanz – all das gehört zur Werbung in Printmedien dazu. Professionelle Werbung auf hochwertigem Papier in einem passenden Magazin oder in einer passenden Zeitung ist perfekt dazu geeignet, eine emotionale Botschaft zu verbreiten.

Kreative Lifestylemagazine mit Editorials, Ratgebern und News aus eigenem Hause und aus branchenverwandten Bereichen steigern den Exklusivitätsfaktor um eine weitere Dimension. Werden dazu begleitende Onlinemarketing-Maßnahmen ergriffen, zum Beispiel die Verknüpfung zu einer smarten Onlinepräsenz und zu Social-Media-Kanälen, ergibt sich ein starker, seriöser, glaubwürdiger und exklusiver Gesamteindruck. Ratsam ist die Zusammenarbeit mit einer spezialisierten Agentur, die beides vernetzt: digitales und analoges Marketing. Die Erfahrung zeigt, dass gedruckte Botschaften nach wie vor unverzichtbar sind, nicht nur wegen der Exklusivität, die sich damit kreieren lässt, sondern auch, weil dadurch Zielgruppen erreicht werden können, die Onlinemedien nicht oder nicht so stark nutzen.

2. Reichweite maximieren
Online Werbung unter Nutzung von SEO-Aspekten zu schalten ist eine Option, einen ausgewählten Leserkreis gezielt anzusprechen. Dieser Fakt liegt auf der Hand. Doch wie soeben erwähnt gibt es auch Menschen, die über das Internet nicht so einfach zu erreichen sind. Dazu gehören zum Beispiel ältere Personen, die sich gar nicht oder nur wenig online bewegen und wenig Erfahrung im Umgang mit Onlinemedien haben. Aber auch Menschen in gehobenen Positionen mit hoher Verantwortung und starker zeitlicher Belastung gehören zu denjenigen, die vergleichsweise wenig Zeit im Internet verbringen. So mancher Geschäftsreisender verbringt viele Stunden in der Woche in einer Lounge in einem internationalen Flughafen und wartet auf den Anschlussflieger, statt abends auf dem Sofa sitzend nach den neuesten Schnäppchen zu angeln. Um dieses Klientel zu erreichen, sind zum Beispiel hochwertige, exklusive Magazine, die in Flughafen-Lounges ausgelegt werden, perfekt geeignet.

Weniger exklusiv geht es bei Werbekampagnen zu, die Printwerbung in Haushalte einliefern. Es ist möglich, Beilagen in Wochenblättchen einzufügen und so die breite Masse vor Ort anzusprechen. Auch diese Strategie kann im Umfeld eines Gesamt-Marketing-Mixes ist eine sinnvolle Ergänzung sein. Gedruckte Werbung, egal in welcher Form, erhöht die Reichweite und hilft dabei, mehr Menschen aus der ausgewählte Zielgruppe zu erreichen.

Werbung mit oder in Printmedien ist ein wichtiger Bestandteil im Marketing-Mix. Um die maximale Wirkung zu erzielen ist die Erarbeitung einer individuellen Strategie mit Marketing-Experten empfehlenswert.

3. Mehr Aufmerksamkeit für gedruckte Werbung
Wird Werbung auf dem Smartphone eingeblendet, wird sie oft einfach zur Seite gewischt, um das eigentliche Ziel weiterzuverfolgen, nämlich zum Beispiel einen bestimmten Artikel auf einer Webseite zu lesen. Wer etwas Gedrucktes liest, nimmt sich in der Regel gezielt ein Magazin zur Hand, um darin zu schmökern. Jede Seite wird intensiv durchgelesen, das gilt auch für Werbeanzeigen. Wenn man online Werbung mit gedruckter Werbung vergleichen will, dann ist das „Scroll-Tempo“ bei digitalen Medien erheblich höher. In Printmedien wird Werbung einfach besser wahrgenommen. Manchmal ist es sogar so, dass Anzeigen den Nutzwert eines Magazins sogar noch erhöhen. Das gilt zum Beispiel in Magazinen für Oldtimer, die Verkaufsanzeige für entsprechende Fahrzeuge offerieren oder für ein Gartenmagazin, welches die Bezugsquellen von Artikeln und Pflanzen zeigt, die im aktuellen Heft besprochen und vorgestellt werden.

Fazit: Gedruckte Werbung gehört zu einem gesunden Marketingmix

Wer auf Printwerbung verzichtet, lässt sich so manchen Vorteil entgehen.

  • Printmedien werden auch von Menschen gelesen, die online nicht erreichbar sind.
  • Ein gedrucktes Erzeugnis lässt sich anfassen und hinterlässt einen besonderen optischen Eindruck.
  • Hochwertige und spannend getextete Print-Produkte lösen Emotionen aus.
  • Viele Deutsche schenken gedruckten Medien ihr Vertrauen, weil sie diese als wertvoll wahrnehmen.
  • Hochglanz-Magazine und andere Printprodukte verströmen Exklusivität.

 

Um sich breit aufzustellen und ein optimales Zielgruppenansprache zu realisieren, sind Printmedien unverzichtbar. Sie dürfen in keinem gesunden Marketingmix fehlen.

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