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Projekt “Mönchengladbach” ein voller Erfolg

Projekt “Mönchengladbach” ein voller Erfolg
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In einer Art Pilotprojekt hatten sich 79 stationäre Einzelhändler aus Mönchengladbach im vergangenen Herbst mit dem Partner eBay sowie der Wirtschaftsförderung Mönchengladbach und der Hochschule Niederrhein zusammengeschlossen und das Projekt initiiert.

Ziel war es, den stationären Einzelhandel an das Thema E-Commerce heranzuführen, ihn zu stärken und aufzuzeigen, dass die Grenzen zwischen lokalem Einzelhandel und der Online-Shoppingwelt gar nicht so groß sind. Das Projekt “Mönchengladbach” wurde vor kurzem beendet – mit einem sehr positiven Ergebnis wie es von der Wirtschaftsförderung Mönchengladbach zu hören war.

Projekt “Mönchengladbach” in Zahlen

Gestartet ist das Projekt im Oktober 2015, offiziell beendet wurde es am 30. Juni diesen Jahres. 79 Einzelhändler haben insgesamt an dem Projekt teilgenommen. In den zurückliegenden Monaten konnten 87.500 Artikel verkauft werden, was einem Brutto-Umsatz von 3,2 Millionen Euro (Brutto) entspricht. Retouren sind in diesen Werten jedoch noch nicht abgezogen, so dass der Netto-Umsatz und das was beim Einzelhändler übrig blieb geringer ausgefallen ist. Durch die weltweit operierende Plattform eBay konnten die Waren in 84 verschiedene Länder verkauft werden. Pro Einzelhändler entspricht das einem Brutto-Umsatz von rund 40.000 Euro.

Lokalen Einzelhandel stärken

Auch wenn Abverkäufe in 84 Länder verkauft werden konnten, ging es nicht zuletzt auch darum, den lokalen Einzelhandel zu stärken. Nach dem Motto “Online shoppen, lokal abholen” wollte man die Kunden an ein völlig neues Einkaufserlebnis und -möglichkeiten aufmerksam machen. Auch dazu diente nicht zuletzt die eigene Projekthomepage, die das Motto an die lokalen Einwohner kommunizieren sollte.

Der Einzelhandel bei uns in Deutschland steht aufgrund der enormen Konkurrenz aus dem E-Commerce massiv unter Druck. Die Städte werden immer leerer und kaum ein Händler schafft es, die Grenzen des lokale Shoppings mit dem E-Commerce sinnvoll auf zwei Beine zu stellen oder gar zu verzahnen.

Projekt Mönchengladbach

Online suchen, lokal Shoppen – wie muss es weitergehen

Das Thema ist omnipräsent. Erst jüngst ging es mir selbst darum, ein Elektronikgerät kaufen zu wollen. Als Mensch möchte man, sofern die Barrieren Preis, Simplizität und Service stimmen am liebsten das Produkt online kaufen und möglichst noch am selben Tag in Empfang nehmen und nutzen. Da dies aktuell im E-Commerce noch nicht möglich ist, gäbe es Möglichkeiten genau diesen Bedarf mit Hilfe des lokalen Einzelhandels abzudecken. Bisher nicht gelungen, gibt es erste Pilotprojekte wie das Projekt “Möchengladbach”, bei dem zunächst das Potenzial, der Nutzen und die Skalierbarkeit geprüft werden können.

Nun gilt es aber den nächsten Schritt zu gehen – da man ansonsten auch hier wieder Gefahr läuft, am Zahn der Zeit vorbeizulaufen. Bis die meisten Online-Händler ihre Waren noch am gleichen Tag zu ihren Kunden zustellen können, ist es eine Frage der Zeit. Und hier gilt es genau dieses offene Zeitfenster zu nutzen. Ob eBay das Thema forciert, ein Konsortium, getrieben durch unterschiedliche Investoren und Wirtschaftsförderer, die ein bundesweites Angebot oder eine Plattform ins Leben rufen und nichts anderes machen als den lokalen Einzelhandel sinnvoll zu connecten. Man müsste verschiedene Analysen und Schlüsse aus den erzielten Ergebnissen ziehen.

Denn letztlich ist auch dem Einzelhändler egal, woher seine Umsätze stammen, ob vor Ort aus dem Ladengeschäft oder dem E-Commerce.

Wie geht es weiter?

Wie aus Kreisen der Händler zu hören war, die am Projekt “Mönchengladbach” beteiligt waren, wollen viele den Online-Shop beibehalten und weitere Erfahrungen und natürlich Umsätze über die Plattform generieren. Der Spagat zwischen dem Tagesgeschäft im Ladenlokal und dem E-Commerce muss man als stationärer Händler meistern. Nur wer den Mut hat hier zu investieren, wird nachhaltig erfolgreich sein können.

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