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Ratenkauf wird im E-Commerce noch vernachlässigt

Ratenkauf wird im E-Commerce noch vernachlässigt
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Wir haben an dieser Stelle schon häufig darüber berichtet, wie wichtig es für die Konversionsrate im Online-Handel ist, den Käufern für den Online-Kauf die von diesen bevorzugten Zahlungswege anzubieten. Da geht es dann meist um PayPal, Rechnungskauf, Sofortüberweisung, Vorkasse, Kreditkarte oder andere Zahlarten.

Die TeamBank hat jetzt im Rahmen ihrer Studie „Einkaufswelten 2017“ 1.004 Menschen zwischen 18 und 79 Jahren zu ihren Einkaufspräferenzen befragt und festgestellt, dass die Option einer Ratenzahlung im E-Commerce offensichtlich noch viel zu selten angeboten wird, da bei den Käufern hierfür durchaus eine signifikante Nachfrage besteht. Denn 58 Prozent der Befragten würden bei einem Online-Kauf eine Ratenzahlung als Option in Betracht ziehen. Das ist eine lohnenswert große potenzielle Zielgruppe.

Umsatzpotenzial durch Ratenkauf

Es liegt auf der Hand, dass gerade bei teureren Produkten beginnend im dreistelligen Eurobereich der Ratenkauf eine Möglichkeit darstellt, zusätzliche Umsätze zu erzielen. Beispielhaft seien hier weiße Ware, Möbel oder auch Unterhaltungselektronik genannt. Elf Prozent der in der Studie Befragten haben sich schon einmal darüber geärgert, dass bei einem geplanten Online-Kauf eine Ratenzahlung oder Finanzierung nicht angeboten wurde. Bei dieser Serviceleistung für die Kunden ist der stationäre Handel dem E-Commerce übrigens tatsächlich noch mehrere Nasenlängen voraus. Da die Option des Ratenkaufs insbesondere für Produkte im höheren Preissegment attraktiv ist, kann mit dem Angebot einer Ratenzahlung potenziell auch der durchschnittliche Warenkorbwert erhöht werden.

Risiko des Zahlungsausfalls beim Ratenkauf

Natürlich darf nicht verschwiegen werden, dass mit dem Angebot der Ratenzahlung auch ein gewisses erhöhtes Risiko für Zahlungsausfälle verbunden ist. Online-Händler, die das Potenzial der Ratenzahlung nutzen aber das Risiko von Zahlungsausfällen nicht allein tragen möchten, sollten sich daher nach einem geeigneten Partner aus der Kreditwirtschaft umsehen. Ob sich dieser Aufwand lohnt, hängt im Einzelfall stark vom Preissegment der im eigenen Shop angebotenen Artikel an. Für einen Online-Möbelhändler scheint die Möglichkeit der Ratenzahlung ein Muss, für einen T-Shirt-Shop eher überflüssig.

Amazon steigt in die Ratenzahlung ein

Zum Thema Ratenkauf passt die aktuelle Meldung, dass der Marktführer Amazon jetzt auch die Möglichkeit der Ratenzahlung anbietet und somit in dieses Service-Segment einsteigt. Das gilt zwar zunächst einmal nur für hauseigene Amazon-Hardware-Produkte wie zum Beispiel Amazon Echo, Fire-TV oder Fire-Tablets, jedoch steht zu vermuten, dass dies nur einen ersten Schritt darstellt, dem wohl schon bald eine Ausweitung der Optionen für Ratenzahlungen folgen wird.

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