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Schießen Sie professionelle Produktfotos für Ihren Onlineshop

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Wenn Sie nicht das Budget haben, um Ressourcen in eine höherwertige Kameraausrüstung zu stecken, sollten Sie sich die Zeit nehmen, um herauszufinden, wie Sie außergewöhnliche Produktfotos mit Ihrem Handy aufnehmen können.

Es ist nicht zu leugnen; Produktvisualisierungen sind ein großer Teil Ihres Online-Verkaufserfolgs. Tolle Fotos sind das A und O für Ihre Käufer. Tolle Produktbilder helfen dabei, Käufer zum “In den Warenkorb legen” zu bewegen und einen Online-Verkauf abzuschließen. Qualitativ hochwertige Produktfotos steigern den Umsatz und verbessern die Kundenzufriedenheit, außerdem zeigen sie die Geschichte Ihrer Marke. Und obwohl die Investition in eine semi-professionelle Kameraausrüstung sehr zu empfehlen ist –  ist es vielleicht nicht für jeden eine Option.

Die gute Nachricht? Ihr Mobiltelefon kann als großartige Interimskamera dienen, während Sie auf eine echte Kamera sparen. Es mag eine unwahrscheinliche Wahl für Produktvisualisierungen sein, aber Ihr Smartphone kann eine unglaubliche Bereicherung sein, wenn Sie wissen, wie man es benutzt. Smartphones haben sich in den letzten Jahren drastisch weiterentwickelt und verfügen über Kameras, die fortschrittlich genug sind, um Bilder in professioneller Qualität aufzunehmen, insbesondere für die Anzeige im Internet. Nur weil Ihr Smartphone qualitativ hochwertige Bilder aufnehmen kann, heißt das nicht, dass sie jedes Mal perfekt ausfallen werden.

Hier sind einige einfache Tipps, wie Sie die Produktfotos, die Sie mit Ihrem Telefon aufnehmen, verbessern können:

Kennen Sie Ihr Gerät

Der erste Schritt zum Aufnehmen professioneller Fotos ist, Ihr Gerät in- und auswendig zu kennen. Erfahren Sie alles, was Sie über die interne Kamera wissen können, und wie viel Sie sie im Auslieferungszustand steuern können. Viele Mobiltelefone sind mit mehreren manuellen Einstellungen ausgestattet, einschließlich Belichtungssteuerung, Weißabgleich und Nachbearbeitung. Nehmen Sie sich die Zeit, um zu verstehen, wie Sie jedes dieser Werkzeuge nutzen können, um Ihre Bilder zu verbessern. Zu lernen, Ihre Handykamera mit manuellen Einstellungen zu verwenden und sie aus der Automatik herauszuholen, ist ein großer Schritt – aber am Ende lohnt es sich.

Ein kleiner Tipp: Wenn Sie ein Smartphone verwenden, das diese Funktionen nicht bietet, sollten Sie eine Kamera-App eines Drittanbieters in Betracht ziehen. Einige kostenlose Kamera-Tools bieten hilfreiche manuelle Steuerelemente, umfassen Bearbeitungs- und Freigabefunktionen und werden heutzutage auf höherwertigen Telefonen von vielen professionellen Fotografen verwendet.

Kennen Sie die Grundlagen des manuellen Modus

Obwohl Aufnahmen im Automatikmodus Zeit sparen und großartige Bilder liefern können, ist es viel besser, die Aufnahme so weit wie möglich zu kontrollieren. Obwohl ein Mobiltelefon nicht so viel Kontrolle bietet wie eine professionelle Kamera, wird das Verständnis der Grundlagen helfen, Ihre Bilder zu verbessern. Hier sind die wesentlichen Bestandteile des manuellen Modus:

Belichtung

Die Belichtung ist die Menge des Lichts, die Sie mit Ihrer Kamera einfangen. Sie wird durch drei Werkzeuge gesteuert:

– Verschlusszeit

– Blende

– ISO (Lichtempfindlichkeit)

Die Verschlusszeit ist die Zeitspanne, in der sich der Verschluss Ihrer Kamera öffnet, um das Licht aufzunehmen. Dies steuert die Menge des eingefangenen Lichts und jede Bewegung im Bild. Obwohl es unwahrscheinlich ist, dass Ihr Smartphone über eine Option zur Steuerung der Verschlusszeit verfügt, können Sie verschiedene Bereiche des Lichts in Ihrem Bild belichten. Blende “Öffnungsgröße” und Verschlusszeit sind bei der Handyfotografie für Produktfotos nicht so wichtig – aber es ist gut, diese Grundlagen zu verstehen, wenn Sie später zu semiprofessionellen oder professionellen DSLR-Kameras wechseln.

Ein kleiner Tipp: Tippen Sie dazu auf den meisten Smartphones auf den Bereich, den Sie fotografieren möchten. Ihre Kamera wird dann automatisch ihre Einstellungen basierend auf der Lichtmenge in diesem Bereich anpassen.

Die Blende ist die Öffnung des Objektivs Ihrer Kamera, die die Menge des einfallenden Lichts und die Schärfentiefe steuert. Die Schärfentiefe bestimmt die Schärfe zwischen dem Vorder- und Hintergrund Ihres Bildes.

Eine niedrige Blende nimmt mehr Licht auf und liefert einen unschärferen Hintergrund, während eine hohe Blende weniger Licht aufnimmt und einen schärferen Hintergrund liefert. Die Schärfentiefe kann durch manuelle Einstellungen an der Kamera sowie durch den Abstand zum Objekt, das Sie aufnehmen, gesteuert werden.

Wenn Sie nahe am Produkt fotografieren, ist der Unterschied zwischen Vorder- und Hintergrund größer, so dass der Hintergrund unscharf und der Vordergrund scharf ist. Wenn Sie weit von Ihrem Produkt entfernt fotografieren, ist der Unterschied zwischen Vorder- und Hintergrund geringer, was zu einem rundum schärferen Bild beiträgt. Sie können die Blende an Ihrer Smartphone-Kamera mit dem Fokus-Werkzeug und Ihrer Entfernung zum Objekt steuern.

Wenn Sie z. B. einen unscharfen Hintergrund wünschen (niedrige Blende), gehen Sie nahe an Ihr Produkt heran und tippen Sie auf den Bereich, den Sie scharfstellen möchten. Der Hintergrund wird automatisch unscharf, während der Vordergrund scharf bleibt. Wenn Sie einen scharfen Hintergrund (hohe Blende) wünschen, stellen Sie sich weiter von Ihrem Produkt entfernt auf (mindestens ein paar Meter) und tippen Sie auf den Bereich, den Sie scharfstellen möchten. Ihr Hintergrund und der Vordergrund bleiben scharf.

WICHTIGER TIPP: Besorgen Sie sich ein Dreibeinstativ für die Handyfotografie. Heutzutage gibt es viele preisgünstige Stative auf dem Markt. Ihr Handy / Ihre Kamera perfekt ruhig und stabil zu halten, ist der Schlüssel zu GROSSARTIG AUSSEHENDEN PRODUKTAUFNAHMEN!

Ein kleiner Tipp:

Wenn Sie Ihre Produkte fotografieren, verwenden Sie NICHT den “digitalen Zoom”. Er ist berüchtigt dafür, die Fotoqualität zu verschlechtern. Bewegen Sie sich stattdessen physisch, um näher oder weiter weg vom Produkt zu sein.

ISO ist die Lichtempfindlichkeit Ihrer Kamera. Ein niedriger ISO-Wert (100-200) bedeutet eine geringe Lichtempfindlichkeit, d. h. Sie fangen weniger Licht ein. Ein hoher ISO-Wert (800-1600) bedeutet eine hohe Empfindlichkeit, d. h. Sie fangen mehr Licht ein. Hohe ISO-Einstellungen erhöhen die Körnigkeit Ihrer Fotos und führen zu einer schlechten Qualität. Wenn Sie eine manuelle Steuerung haben, sollten Sie nicht höher als ISO 400 gehen.

Weißabgleich

Der Weißabgleich “WB” ist eine Einstellung zur Korrektur von Farbeffekten der Kamera, die dazu beiträgt, dass die Objekte in Ihrem Bild ihren natürlichen Farben so nahe wie möglich kommen. Wenn Ihr Mobiltelefon über diese Option verfügt, sieht sie normalerweise wie eine Taste mit den Buchstaben “WB” aus. Da Ihr Weißabgleich weitgehend von der Art des Lichts in Ihrem Bild beeinflusst wird, sollten Sie ihn immer dann anpassen, wenn sich Ihre Lichtquelle ändert. Zum Beispiel können Sie von Tageslicht zu Leuchtstofflampenlicht wechseln, wenn Sie nach drinnen gehen, um einige Innenaufnahmen zu machen.

Suchen Sie nach weichem Licht oder erwägen Sie den Bau eines Lichtkastens

Wenn es darum geht, Produkte zu fotografieren, geht nichts über weiches oder diffuses Licht. Es ist weniger intensiv, breitet sich gleichmäßig über das Produkt aus (was weniger Schatten verursacht) und bringt Details besser zur Geltung, was es ideal macht, um das Beste aus Ihren Produkten herauszuholen.

Alternativ können Sie auch einen eigenen Lichtkasten bauen. So können Sie mit jeder Art von Licht und zu jeder Tageszeit fotografieren, ohne einen hübschen Batzen Geld für einen vorgefertigten Kasten auszugeben. Er hilft, Ihr Motiv gleichmäßig auszuleuchten, und wenn Sie die richtige(n) Glühbirne(n) mit dem richtigen Temperaturwert verwenden, müssen Sie sich in den meisten Fällen nicht um den Weißabgleich kümmern.

Die Farbtemperatur der Glühbirne kann einen großen Unterschied machen. Sie müssen jedoch einige verschiedene (Weißabgleich-)Temperatur-Glühlampen testen, um Ihre individuelle Präferenz zu ermitteln.

Erstellen Sie einen effektiven Hintergrund

Ein effektiver Hintergrund ist wichtig, um die Aufmerksamkeit auf Ihre Produkte zu lenken und Ihre Marke zu verstärken. Viele Geschäftsinhaber wählen einen weißen Hintergrund für ein sauberes Bild, das ihre Produkte zur Geltung bringt. Andere bevorzugen einen schwarzen Hintergrund oder sogar eine inszenierte Szene. Wenn Sie darüber nachdenken, Farben in Ihre Produktfoto-Hintergründe einzuführen, nehmen Sie sich etwas Zeit, um die Farbtheorie zu recherchieren, damit Sie Optionen wählen, die Ihre Produkte zur Geltung bringen.

Nachbearbeitung nicht vergessen

Ihr Shooting mag vorbei sein, aber Ihre Produktbilder sind noch nicht fertig. Es ist an der Zeit, dass die Bearbeitung die Hauptbühne einnimmt, die besten Qualitäten Ihrer Fotos hervorhebt und Ihnen hilft, die perfekte Markenbotschaft zu vermitteln. Die meisten Kameraprogramme bieten intuitive Bearbeitungswerkzeuge. Wenn Sie mehr wollen, sind Photoshop Touch und AfterLight ebenfalls eine gute Wahl. Um einen Vorsprung auf dem Weg zum perfekten Produktfoto zu bekommen, sollten Sie mit den folgenden Grundeinstellungen spielen:

Schärfe: Wenn Sie die Schärfe Ihres Bildes erhöhen, können Sie die feinen Details Ihres Produkts hervorheben und die Bildqualität verbessern.

Kontrast: Wenn Sie den Kontrast erhöhen, hebt sich Ihr Bild besser vom Hintergrund ab.

Helligkeit: Wenn Sie die Helligkeit Ihres Bildes erhöhen, werden alle Unvollkommenheiten verdeckt und das Bild erhält einen attraktiven Glanz.

Weißabgleich: Manchmal schafft es Ihre Kamera nicht, den Weißabgleich richtig einzustellen. Das Spielen mit dieser Skala, um die natürlichsten Farben in Ihrem Bild zu erhalten, ist eine schnelle und einfache Lösung.

EMPFOHLENE ANDROID-HANDY-APP FÜR PRODUKTBILDER: Snapseed von Google LCC – professionell, hat alle Funktionen und ist für Anfänger und Fortgeschrittene gleichermaßen einfach zu bedienen. Und es ist KOSTENLOS!

Produktfotografie ist keine Fähigkeit, die sich über Nacht entwickelt, also lassen Sie sich nicht entmutigen, wenn Ihre ersten paar Aufnahmen wie ein Kampf erscheinen. Wie bei allem anderen auch – Ausprobieren und Üben macht den Meister. Wenn Sie diese Tipps beherzigen und regelmäßig fotografieren, werden Sie in kürzester Zeit auf dem Weg zur professionellen Produktfotografie sein.

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