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Schlüsseldienst und Co.: Das macht man bei Abzocke

Schlüsseldienst und Co.: Das macht man bei Abzocke
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Schnell ist es passiert: Die Tür ist zu und der Schlüssel liegt noch im Wohnungsinneren. Ist kein anderweitig hinterlegter Zweitschlüssel vorhanden, so muss in der Regel der Schlüsseldienst beauftragt werden – der Schlüsseldienst in Weinstadt bietet 24-stündige Notöffnungen zu fairen Preisen an.

Die Schlüsselnotdienste helfen ebenso an Wochenenden in scheinbar ausweglosen Situationen. Doch gibt es hierbei leider immer wieder schwarze Schafe: Wie man sich bei Abzocke wehren kann, wird im Folgenden erläutert.

Kriterien unseriöser Notdienste


Die Methoden von unseriösen Notdiensten zur Abzocke sind äußerst vielfältig. So ist unter anderem dem LKA ein Fall bekannt, in dem sich eine Frau aus ihrer Wohnung ausgesperrt hatte – der Schlüsselnotdienst musste kontaktiert werden. Während des Telefongesprächs mit dem Notdienst versuchte die hilflose Frau erfolglos, im Vorfeld einige Eckpunkte abzuklären.

Das Resultat: Die Fragen der Frau wurden ignoriert, stattdessen wurden sofort ihre Adressdaten abgefragt. Auch hat die Frau keine Angabe zu den voraussichtlich entstehenden Kosten erhalten – das Telefonat wurde bereits zuvor zügig beendet.

Am Abend erschien dann ein Mitarbeiter, welcher 260 Euro per Sofortüberweisung verlangte. Ansonsten würde dieser gar nicht mit der Türöffnung anfangen wollen. Die hilflose Frau hatte keine wärmende Jacke, letztendlich wusste sie sich nicht anders zu helfen, als der Aufforderung des Mitarbeiters nachzukommen. Die ausgestellte Rechnung zeigte dann, dass der Arbeiter nicht nur eine falsche Uhrzeit angegeben hatte, auch wurde noch ein zusätzlicher Nachtaufschlag in Höhe von 70 Euro berechnet.

Bei dem vorangegangenen Fall handelt es sich leider um nur einen von zahlreichen Fällen. Nach der Aussage von Jennifer Kaiser von der Verbraucherzentrale versuchen unseriöse Notdienste immer wieder, die Hektik sowie die Hilflosigkeit des Betroffenen in einem solchen Fall skrupellos auszunutzen.

Suche eines lokalen Notdienstes


Um das Risiko einer Abzocke zu senken, sollte sich vorbeugend im Ort beziehungsweise in der Umgebung nach seriösen Notdiensten umgeschaut werden. Ebenso ist abzuklären, ob die jeweiligen Dienstleistungen auch außerhalb der Geschäftszeiten zu transparenten Preisen angeboten werden.

Die Telefonnummer des Schlüsseldienstes sollte zudem auch stets außerhalb der eigenen vier Wände zur Verfügung stehen – entweder in der Geldbörse verstaut oder auch im Handy abgespeichert. Jennifer Kaiser rät allerdings von Anbietern ab, welche eine 0800er-Nummer als Kontakt angeben.

Ein lokaler Schlüsselnotdienst in der Nähe ist stets einem überregionalen Dienstleister vorzuziehen. Entsprechend ist direkt beim ersten Telefonat entscheidend, aus welchem Ort der Monteur anreist. Bei einem örtlichen Notdienst ist lediglich für die Kosten der An- und Abfahrt innerhalb der Ortsgrenzen aufzukommen.

Die beste Lösung stellt ein verbindlicher Komplettpreis für alle Arbeiten dar, welcher bereits auch die Anfahrtskosten sowie eventuelle Zuschläge enthält. Sofern möglich, ist dem Telefonat stets ein Zeuge mit hinzuzuziehen.

Überprüfung der Rechnung


Zuletzt sollte unbedingt eine rechtskonforme Rechnung verlangt werden, welche die folgenden Angaben enthält:

  1. Angabe der Firma
  2. Steuernummer
  3. Rechnungsnummer

Auch sollte sich kein Betroffener vom Dienstleister einschüchtern lassen, die Rechnung sofort zu begleichen. Die Drohung mit der Polizei oder auch einem Inkassounternehmen gilt als haltlos – Nötigung ist allerdings strafbar. Gegebenenfalls sind Nachbarn zu der kritischen Situation hinzuzurufen.

Ganz wichtig: Es ist lediglich das zu bezahlen, was im Vorfeld mit dem Dienstleister vereinbart worden ist. Vor der Unterzeichnung der Rechnung ist ein kritischer Blick auf die einzelnen Rechnungsposten zu werfen. Entsprechend ist dabei ebenso zu überprüfen, ob die aufgeführten Leistungen auch tatsächlich ausgeführt wurden. Grundsätzlich gilt: Niemand ist zur Akzeptanz nicht vereinbarter Positionen gezwungen. Auf eine Barzahlung kann der Dienstleister ausschließlich dann bestehen, sofern diese im Vorfeld vertraglich vereinbart worden ist.

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