Es ist das „Modewort“ im Social Web geworden – Shitstorm. Auch wenn negativ behaftet, vergeht aktuell keine Woche, in der nicht über irgendeinen neuerlichen Shitstorm berichtet wird.
Inhalt des Artikel
Was genau ist ein Shitstorm?
Einn Shitstorm wird im Social Web ausgelöst und entsteht häufig durch negative Erfahrungen, beispielsweise wenn eine Person schlechte Erfahrungen mit einem Produkt, einer Dienstleistung oder einer Person gemacht hat. Zuletzt hat sich ein wirklicher Shitstorm über Michael Wendler aufgebaut. Dieser soll zwei Fans geschäftlich unsachgemäß behandelt oder getäuscht haben. Das Echo im Social Web war gigantisch und läuft aktuell immer noch auf einer höheren Windstärke.
Durch virale Effekte kann die kommunizierte Sache sich sehr schnell über die verschiedenen Kanäle ausbreiten und derart an Eigendynamik gewinnen, dass es nicht mehr zu kontrollieren ist.
Ist ein Shitstorm erst einmal in vollem Gange, so ist es die wohl größte Herausforderung eines Social Media Managers, diesen wieder unter Kontrolle zu bekommen. Denn jede einzelne Äußerung hat letztlich das Potenzial, dass der Shitstorm mehr und mehr an Eigendynamik gewinnt und der Versuch einer sachlichen Äußerung genau das Gegenteil bewirken kann.
Selbst wenn der Shitstorm überstanden zu sein scheint, kann es durch das „technische Gehirn“ Internet immer wieder zu einem erneuten entfachen der Diskussion kommen. Vorsicht ist also geboten und man sollte sich sehr genau überlegen, was man in Social Web kommuniziert beziehungsweise wie man reagiert.
Werden Shitstorms bewusst gefördert?
Gefühlt hat die Zahl der Shitstürme in den vergangenen Wochen extrem zugenommen, sodass die Frage erlaubt sein muss, ob diese wirklich immer durch Zufall entstanden sind oder der ein oder andere Social Media Manager das Thema vielleicht sogar provoziert.
Längst haben die Unternehmen die Wichtigkeit des Social Webs erkannt und kämpfen zunehmend um Aufmerksamkeit im Social Web. Je höher die Interaktion auf der eigenen Seite beziehungsweise bei einem Post ist, desto besser ist das Ranking bei Facebook im Newsfeed positioniert (EdgeRank-Faktor).
Wer also Interaktion schaffen möchte, sollte den Ritt nicht auf der Rasierklinge anvisieren, sondern seriöse und sinnvolle Aktionen umsetzen. Inhaltlich gute Postings, gepaart mit Witz und Kreativität. Die Strategie ist entscheidend und nicht nur ein Weg führt nach Rom. Besonders wichtig ist es, auf die Fangemeinde einzugehen und zu verstehen, was sie will. Wer als Social Media Mangager authentisch bleibt, mit Respekt den eigenen Fans gegenüber tritt, wird sich vor Shitstorms in der Regel schützen können – auch wenn es wie so häufig keine Garantie gibt. Einen Shitstorm zu provozieren ist sehr gefährlich, weil eben nicht wirklich kontrollierbar. Selbst wenn der Shitstorm erfolgreich entwickelt wurde, bleibt die Frage der Nachhaltigkeit und wie oft solch ein Vorhaben regelmäßig und ohne große Nebenwirkungen wiederholt werden kann.
Umfrage zum Shitstorm
Sind die meisten Shitstorms zufällig entstanden oder bewusst forciert worden?
- Ich bin der Auffassung, dass sie meist sehr bewusst provoziert werden (56%, 9 Votes)
- Sie sind zufällig entstanden. Glaube nicht, dass sie bewusst entwickelt werden (44%, 7 Votes)
Total Voters: 16
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Sind die meisten Shitstorms zufällig entstanden oder bewusst forciert worden?
- Ich bin der Auffassung, dass sie meist sehr bewusst provoziert werden (56%, 9 Votes)
- Sie sind zufällig entstanden. Glaube nicht, dass sie bewusst entwickelt werden (44%, 7 Votes)
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