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Shop-Optimierung: 15 Tipps für mehr Umsatz

Shop-Optimierung: 15 Tipps für mehr Umsatz
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Wer heute im Ecommerce tätig ist, muss viele kleine Zahnräder so zum Laufen bekommen, dass diese optimal ineinander greifen können. Der Vorteil gegenüber stationären Geschäften, dass der Online-Shop 24 Stunden, an sieben Tagen in der Woche, erreichbar ist, muss man denke ich nicht mehr an dieser Stelle erwähnen.

Eines dieser wichtigen Zahnräder ist der eigene Shop. Die Optimierung der Webseite ist ein wichtiger Hebel, um den potenziellen Kunden nicht nur auf der Seite zu halten, sondern ihn eben auch zum Kauf zu bewegen.

Shop-Optimierung: Diese Fehler sollten sie vermeiden!

Die Summe der Fehler ist es letztlich, die man beim Betrieb eines Online-Shops unbedingt vermeiden sollte. In diesem Artikel haben wir die 15 häufigsten Fehler, die man als Shopbetreiber vermeiden sollte, zusammengefasst.

Produktinformationen

Produktinformationen werden sehr gerne unterschätzt. Insbesondere bei Ecommerce-Neulingen. Aber auch fortgeschrittene Shopbetreiber sollten darauf achten, dass alle relevanten Informationen auf der Produktdetailseite vorhanden sind.

Anders als im stationären Ladenlokal, wo der Interessent die Möglichkeit hat, das Produkt häufig anzufassen, einen Verkäufer um Rat zu fragen, gibt es diese Möglichkeit im Online-Shop eben nicht. Daher sollten die Produktinformationen so ausführlich wie möglich und nötig formuliert sein. Schlecht umgesetzte Produktinformationen können zu offenen Fragen führen, sodass Nutzer kurz vor dem Kauf abspringen oder aber nach Erhalt der Ware enttäuscht sind, weil bestimmte Aspekte zum Produkt nicht aufgeführt wurden und das Produkt zurückgesendet wurde.

Unser Tip:
Produktinformationen sollten unique sein, nicht vom Hersteller aufgegriffen oder gar 1:1 integriert worden sein. Alle Fakten zum Produkt wie Größe, Gewicht oder Informationen über Materialien sollten unbedingt aufgeführt werden. Je genauer das Produkt beschrieben, desto besser. Lasst einen fremden Nutzer einen Testkauf machen und analysiert, ob alle Informationen vorhanden waren oder an der ein oder anderen Stelle nachgebessert werden muss. Wenn ihr in eurem Shop beispielsweise Schuhe verkauft, kann es sinnvoll sein, zusätzlich auch Informationen über die Pflege der Schuhe bereit zu stellen. 

Diverse Kontaktmöglichkeiten

Ich habe meine Erfahrung mit fehlenden Kontaktmöglichkeiten, im Podcast (Nr. 57) ja bereits geschildert. Ich hatte eine Frage zu einem Produkt und Lieferzeiten. Irgendwo im Kleingedruckten habe ich dann eine Rufnummer gefunden, die aber nicht für Beratung und Verkauf primär vorgesehen war.

Aber nicht nur, wenn es um Produktfragen geht, sind Kontaktinformationen hilfreich. Eine Hotlinenummer kann auch Vertrauen schaffen – eben für den Fall, wenn an irgendeiner Stelle etwas klemmt und man sicher gehen will, das im worst case jemand direkt erreichbar ist.

Gleichzeitig muss man als Shopbetreiber auch gesetzlich Bestimmungen beachten und entsprechende Kontaktinformationen zur Verfügung stellen.

Unser Tipp
Bietet eurem Besucher mehrere Kontaktmöglichkeiten. Wer es sich personell erlauben kann, sollte eine Hotline prominent auf der Seite platzieren. Häufig im direkt sichtbaren Bereich. Neben den gesetzlichen Kontaktinformationen im Impressum ist eine weitere Option auch ein kostenloser Rückrufservice, der eben auch noch mal das Vertrauen des Nutzers steigern kann.

Hotline Online-Shop

Checkout-Prozess

Der Checkout, also der Bestellprozess nimmt ebenfalls zum Teil signifikant Einfluss auf die Konversionrate des Shops.Wichtig ist in diesem Zusammenhang, dass euer Kunde möglichst transparent darüber informiert ist, an welcher Stelle er sich im Checkout-Prozess befindet. Innerhalb des Checkut-Prozesses gilt es alle wichtigen und relevanten Informationen bereitzustellen.

Unser Tipp
Der optimale Bestellprozess besteht aus nur wenigen Schritten. Je mehr Schritte ein Bestellprozess inne hat, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass der Nutzer abspringt. Dies sollte man immer explizit messen, um genaue Analysen fahren zu können, an welcher Stelle der Nutzer abspringt. Eine Danke- oder Bestätigungsseite fasst dem Nutzer die Bestellung zusammen oder gibt ihm Feedback, dass die Bestellung erfolgt ist. Gleichzeitig kann die „Danke“-Seite für die Optimierung von Online-Marketing-Kampagnen verwendet werden und dort ein so genanntes Zählpixel integriert werden, was immer nur dann aufgerufen wird, wenn eben eine Bestellung erfolgt ist. So kann dem jeweiligen Marketing-Kanal sehr exakt eine Bestellung zugeordnet werden.

Kundenstatus während der Bestellung

Immer wieder sieht man, dass man bei Shops auch als Gast eine Bestellung tätigen kann. Es ist also nicht zwingend notwendig, sich vorab vollständig zu registrieren. Achtet darauf, dass der Kunde nicht zwingend eine Registrierung umsetzen muss, sondern auch die Möglichkeit hat, direkt praktisch die Bestellung aufzugeben. Für Stammnutzer kann eine Registrierung sinnvoll sein, wenn es beispielsweise Treueprogramme oder sonstige Vorteile gibt. Wird der Kunde jedoch gezwungen, bedeutet dies auch immer Substanzverlust, d.h. di Konversionrate wird merklich darunter leiden.

Unser Tipp:
Es sollte immer die Option angeboten werden, die Waren ohne vorherige Registrierung zu ordern. Gastkunde finde ich dabei ein sehr blödes Wort, was sich hier und da etabliert hat. Neukunde oder Direktbestellung finde ich vom Wording da schon wesentlich besser. Am Ende des Bestellprozesses, wenn man alle wichtigen Daten hat, kann man dann dem Kunden anbieten, auch ein Konto zu eröffnen.

Intelligente Suchfunktion

intelligente SuchfunktionEine der wichtigsten Elemente ist die Suchfunktion auf der Webseite. Diese wird häufiger verwendet als man zuerst denken könnte. Dabei ist es elementar wichtig, dass die Suchfunktion so intelligent ist, dass der Nutzer direkt und ohne große Umwege sein gewünschtes Produkt findet. Wer nach Eingabe einer Suche, seitenweise Ergebnisse präsentiert bekommt, kann schnell überfordert werden.

Unser Tipp
Eine gute Suche ist praktisch „goldwert“ und hier sollte man nicht an der eigenen Entwicklung oder durch Unterstützung von Partnern, sparen. Bei der Auswahl der richtigen Shop-Software sollte man daher unbedingt die Qualität der Suchfunktion testen und ggfs. austauschen. Filterfunktionen können hier sehr hilfreich sein und schnell weitere Eingrenzungen der Suche vollziehen.

Kategorieseiten

Klar und gut strukturierte Kategorieseiten ist ebenfalls sehr wichtig. Die Möglichkeit der direkten Navigation oder verschiedener Filteroptionen können hier sehr hilfreich sein und dazu führen, dass der Kunde mit nur wenigen Klicks zu seinem gewünschten Ergebnis gelangt. Je schneller dies gelingen kann, desto größer die Wahrscheinlichkeit, dass der Kunde den Shop nicht entmutigt verlässt, sondern weiterhin interessiert ist und im besten Fall zum Kunde wird.

Unser Tipp
Kategorieseiten sollten nicht nur übersichtlich gestaltet sein, auch das jeweilige Produkt im Fokus stehen. Optimal umgesetzte Produktfotos sind wichtig. Zudem eine klar und übersichtliche Menüstruktur, bei der der Nutzer immer weiß, in welchen Bereichen / Kategorien er sich befindet und sehr leicht navigieren oder eben Filteroptionen nutzen kann.

Navigationsmenü

Produktdetailseiten

Produktdetailseiten sind das Herzstück einer Seite. Hier surft der Interessent nicht nur über die Haupt- bzw. Kategorieseiten hin. Sehr häufig werden Produktdetailseiten auch als Landingpage für die unterschiedlichen Online-Marketing-Kanäle genutzt. Auf der einen Seite ist es wichtig, nur die tatsächlich relevanten Informationen auf den Produktdetailseiten zu platzieren. Auf der anderen Seite müssen die Informationen so umfänglich sein, dass im Nachgang keine offenen Fragen bleiben und im schlimmsten Fall Retourenquoten steigen.

Unser Tipp
Produktdetailseiten sollten alle wesentlichen Produktinformationen zur Verfügung stellen. Je nach Zielgruppe unterschiedlich aufbereitet, können Produktdetailseiten sich positiv auf Kundenserviceanfragen und Retouren auswirken. Zudem gibt es verschiedene Möglichkeiten, den Warenkorb zu erhöhen, beispielsweise durch Recommendations. 

Produktbilder

In dem Zusammenhang sind Produktbilder explizit zu behandeln Schlecht umgesetzte Produktbilder oder Bilder, die vom Hersteller zur Verfügung gestellt werden, sollten vermieden werden. Einzigartige Produktfotos, die aus verschiedensten Perspektiven zur Verfügung gestellt werden und ein Produkt entsprechend in Szene setzen und ebenfalls wie Artikeltexte keine Fragen offen lassen, sind das A und O. Auch der Fokus sollte sich auf das Bild richten, d.h. die Bildformat in entsprechender Größe umgesetzt werden.

Unser Tipp
Bilder sollten optimal angepasst und auf die heutigen Bildschirmgrößen angepasst werden. Eine Zoom-In-Funktion ist heutzutage Standard und sollte angeboten werden. Alternativ sind zumindest entsprechend große und gut ansehbare Produktbilder anzubieten. Zudem ist es in diesem Zusammenhang wichtig, auch weitere Optimierungen am Bild vorzunehmen. Auch der „Alt-Tag“ aus SEO-Perspektive ist hier noch einmal explizit zu erwähnen und sollte unbedingt beachtet werden. 

Kundenservice

Oftmals ist es heute im Ecommerce so, dass man sich nicht mehr sonderlich durch Produkte differenzieren kann. Service und ein sehr gut funktionierender Kundenservice können ein wichtiger USP sein. Da Kunden mittlerweile über verschiedene Kanäle aktiv sind, ist ein reines Kontaktformular nur die Basis, aber meist nicht ausreichend. Es gibt, je nach Ressourcen und Mittel, die Möglichkeit, den Kundenservice über weitere Kanäle auszuweiten und dem Kunden letztlich die Wahl zu geben, über welchen Kanal man Kontakt aufnehmen möchte.

Unser Tipp
Analysiert eure Zielgruppe sehr genau und untersucht, in welchen Kanälen sie sich vorzugsweise bewegen. Durchaus könnte eine Erweiterung des Kundenservices via Twitter oder Facebook, eine relevante Maßnahme sein. Aber auch Bereiche wie FAQ oder gut umgesetzte Produktbeschreibungen können helfen, dass der Kundenservice effizienter agieren kann. FAQ Bereiche oder Produkttexte sollten regelmäßig auf die Anfragen, die im Kundenservice eintreffen, aktualisiert und somit optimiert werden.

Der Warenkorb

Der Warenkorb ist ebenfalls ein wichtiger Teil. Der potenzielle Kunde ist kurz vor Abschluss der Bestellung und daher übernimmt der Warenkorb eine wichtige Funktion. Auf der einen Seite ist der Warenkorb eine wichtige Informationsquelle. Auf der anderen Seite muss der Nutzer die Möglichkeit erhalten, ohne großen Aufwand Produkte zu löschen, die Anzahl zu verändern und wichtigste Infos über das Produkt zu finden.

Unser Tipp
Es gibt verschiedene Warenkorb-Varianten und Darstellungen, die man durchaus in einem A-B Test durchspielen sollte. Zudem gilt es auch genau zu überlegen, wo man das Warenkorbsymbol und in welcher Größe bzw. Farbe anbietet.

Zahlungsvarianten

Eigentlich sagt man immer, je mehr Zahlungsvarianten man anbietet, desto besser ist es. Es ist sicherlich korrekt, dass die gängigen Zahlungsmethoden angeboten werden. Es ist jedoch zu überlegen, ob zu viele Zahlungsvarianten nicht kontraproduktiv sind. Der Bitcoin ist eine Zahlungsvariante, die interessant ist, sich bisher aber im Ecommerce noch nicht endgültig durchgesetzt hat. Entsprechend gilt es auch hier zu analysieren, welche Zahlungsvarianten der Wettbewerb anbietet und wie man sich wenn sinnvoll differenzieren kann.

Unser Tipp
Es sollten alle gängigen Zahlungsvarianten eingesetzt werden. Dabei ist zu analysieren, welche Zahlungsmethoden für die eigene Zielgruppe sinnvoll ist und ggfs. ergänzt werden kann. Sicherlich ist auch das Produktsortiment relevant. 

Professionelle Kundenansprache

Was im stationären Laden gilt, gilt auch im Ecommerce. Die persönliche Begrüßung, der erste Eindruck und die Möglichkeit direkt zu der Information, zu dem Produkt zu kommen, für das man sich interessiert. Im besten Fall unterscheiden Sie die Begrüßung zwischen eingeloggtem Kunden und Neukunden. Aber auch ansonsten in der Kundenansprache, ob per eMail, auf der Webseite, etc. gilt es die Ansprache sehr genau zu überlegen und auszuwählen.

Unser Tipp
Kunden erwarten eine persönliche Kundenansprache. Je nach Zielgruppe kann es sinnvoll sein, den Kunden direkt bereits über die Navigation anzusprechen. „Deine Schnäppchen“, etc. Wichtig ist die Kundenansprache über die verschiedene Kanäle einheitlich zu halten bzw. auf die dort angesprochene Zielgruppe ansonsten anzupassen.

Versandkosten transparent aufzeigen

Es gibt nichts schlimmeres, wenn man sich als Nutzer für ein Produkt entschieden hat und dann irgendwo im Kleingedruckten nach den Versandbedingungen und – kosten schauen muss. Neben den gesetzlichen Vorschriften sollte man dafür Sorge tragen, dass der Nutzer die Informationen ohne Mühen einsehen kann. Vermeidet, dass ihr dem Kunden noch zum Schluss, also kurz vor dem finalen Kauf eine „Überraschung“ anbietet und er aufgrund der Versandkosten die Bestellung abbricht.

Unser Tipp
Kommuniziert die Versandkosten frühzeitig. Mindestbestellungen, ab wann ggfs. die Lieferung kostenfrei ist, etc. So ist der Kunde von Anfang an informiert und erhält keine unerwarteten Kosten am Ende einer Verkaufskette

Startseite

Die Startseite ist wichtig. Sie ist der Dreh- und Angelpunkt, um schnell und unkompliziert zu den Produkten zu gelangen. Letztlich die Basis, wo alle Fäden zusammenlaufen. Entsprechend sollte man die Startseite gut strukturiert und übersichtlich gestalten. In einigen Branchen werden lediglich Produktbilder und Angebote aufgezeigt. Andere wiederum nutzen die Startseite um neben den Angeboten auch auf Markenshops hinzuweisen oder andere Informationen zu präsentieren.

Responsive Design

Das Kunden über die verschiedensten Kanäle auf euer Angebot gelangen. Ob klassisch via Desktop, Smartphone oder Tablet. Das der Online-Shop für alle Kanäle optimiert sein muss, ist heutzutage Pflicht. Insbesondere, weil Google auch vor kurzem angekündigt hat, den mobilen Suchindex als Core Index zu nutzen und den Desktop Index abzulösen.

Fazit

Die Optimierung des Online-Shops ist weit komplexer als die hier aufgezeigten Aspekte. Hier handelt es sich um wichtige und häufig gemachte Fehler. Die regelmäßige Optimierung ist daher sinnvoll und wichtig. Denn Anforderungen von heute, können bereits morgen veraltet sein. Analysiert den Shop mit Hilfe der unterschiedlichsten Tools und Auswertungen. Ob Webanalyse, Heatmaps, A-B-TestMultivariate Tests oder welche Möglichkeiten jedem Shopanbieter ansonsten zur Verfügung stehen. Die Basis muss vorhanden sein, dazu zählt mittlerweile ein responsives Shopdesign, ein modernes Shopsystem, was auch aus SEO-Sicht optimal aufgebaut und nutzbar ist.

Viele kleine Puzzlestücke ergeben letztlich ein sichtbares Bild und somit einen optimal nutzbaren Online-Shop. Als Shopbetreiber sollte man permanent testen, da sich nicht nur der Google Algorithmus stetig verändert, sondern auch das Kaufverhalten der eigenen Zielgruppe. Daher ist es wichtig, sich nicht auf den Lorbeeren auszuruhen, sondern eben regelmäßig zu überprüfen, welche Varianten letztlich am besten funktionieren.

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